Fangewalt in Rom Zwölf Lazio-Anhänger nach erneuten Attacken auf Celtic-Fans festgenommen

Nach dem Europa-League-Spiel zwischen Lazio und Celtic gab es in Rom erneut gewalttätige Vorfälle. Ein Schotte befindet sich mit Stichverletzungen im Krankenhaus, zwölf Lazio-Fans wurden festgenommen.

Fans von Lazio Rom zeigten im Stadion einmal mehr den Faschistengruß
Gregorio Borgia / DPA

Fans von Lazio Rom zeigten im Stadion einmal mehr den Faschistengruß


Auch nach der Europa-League-Partie zwischen Celtic und Lazio (1:2) ist es in Rom wieder zu Attacken auf Fans des Teams aus Glasgow gekommen. Dabei seien zwölf Lazio-Anhänger in der Nacht zum Freitag festgenommen worden, bestätigte die Polizei.

Bereits in der Nacht hatte es in Rom Auseinandersetzungengegeben, bei denen ebenfalls zwei Celtic-Fans durch Messerstiche verletzt worden waren. Auch eine Bar, in der sich schottische Anhänger befanden, war angegriffen worden.

Ein Celtic-Fan erlitt gegen 2 Uhr morgens in der Nacht zu Freitag schwere Verletzungen durch Messerstiche. Der 20-Jährige musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Der Zustand des Schotten sei jedoch nicht besorgniserregend, sagte die Polizei. Nach dem Täter werde noch gefahndet, es könne sich um einen Lazio-Fan handeln. Auch ein Polizist wurde mit einer Fraktur ins Krankenhaus eingeliefert.

Fans von Celtic stehen vor einer Kneipe auf der Via Nazionale
DPA

Fans von Celtic stehen vor einer Kneipe auf der Via Nazionale

Knapp 10.000 schottische Anhänger waren zum Spiel nach Rom gereist. Spannungen rund um die Partie waren bereits im Vorfeld befürchtet worden, nachdem im Hinspiel in der Celtic-Fankurve ein Banner gehangen hatte, auf dem der frühere italienische Diktator Benito Mussolini kopfüber hängend zu sehen war und durch den Spruch ergänzt wurde: "Folgt eurem Führer!"

In der Anhängerschaft von Lazio gibt es Gruppierungen, die in der Vergangenheit wiederholt ihre Sympathien für faschistische Ideen offen zur Schau stellten. Bei ihrem Marsch durch die Innenstadt von Glasgow vor dem Hinspiel hatten einige Fans den Faschistengruß gezeigt, beim Rückspiel in Rom war er mehrfach auf der Tribüne zu sehen.

tip/dpa/sid



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