Europa League Wirtz trifft zum Sieg – Leverkusen dreht Auftaktspiel gegen Ferencváros

Das war kein Selbstläufer: Zwar bescherte Florian Wirtz Bayer einen gelungenen Europa-League-Auftakt, doch auch Ferencváros traf doppelt ins Tor – ärgerte sich dann aber über eine regeltechnische Feinheit.
Florian Wirtz bejubelt sein Tor zum 2:1

Florian Wirtz bejubelt sein Tor zum 2:1

Foto: Martin Meissner / AP

Bayer Leverkusen ist erfolgreich in die Gruppenphase der Europa League gestartet. Gegen Ferencváros feierten die Leverkusener einen 2:1 (1:1)-Heimerfolg. Ryan Mmaee hatte den ungarischen Meister noch überraschend in Führung gebracht (8. Minute), Exequiel Palacios (37.) und Florian Wirtz (69.) drehten das Spiel zugunsten der letztlich deutlich überlegenen Mannschaft von Trainer Gerardo Seoane.

Bayer begann erwartet aktiv und spielbestimmend, zeigte aber auch gegen den individuell schwächer besetzten Gegner ähnliche Schwächen wie zuletzt in der Liga gegen Borussia Dortmund, als die Leverkusener vier Gegentreffer kassierten. Mit einem Ball auf den linken Flügel hebelten die Ungarn die Bayer-Defensive aus. Odil Kossounou bekam Tokmac Chol Nguen nicht gestellt, der im Zentrum den einschussbereiten Mmaee fand (8.).

Auf den frühen Rückstand reagierte Bayer angesichts einer ungarischen Überzahl im Strafraum vor allem mit Abschlüssen aus mittlerer Distanz: Kerem Demirbay setzte seinen Versuch aus 20 Metern noch etwas zu hoch an (17.), Palacios' Versuch aus ähnlicher Position wurde per Kopf über die Latte abgefälscht (19.). Demirbay per Freistoß (25.) und Lucas Alario mit einem sehenswerten Volley (31.) forderten dann auch Keeper Dénes Dibusz erstmals ernsthaft.

Ferencváros' zweiter Treffer zählt nicht

Aus dem Strafraum heraus wurde Leverkusen noch gefährlicher, aus 13 Metern versenkte Palacios den Ball links oben (37.). Beinahe wäre der Ausgleich nach drei Minuten schon wieder Geschichte gewesen, doch beim Treffer von Bálint Vécsei nach einem Eckball hatte der Ungar den Ball mit dem angelegten Arm berührt (40.). Als verteidigender Spieler hätte Vécsei wohl kein strafbares Handspiel begangen, weil aber kategorisch alle Treffer annulliert werden, denen eine Berührung mit Arm oder Hand des Angreifers unmittelbar vorausgeht, hatte Bayer Glück und der Treffer zählte nicht.

Nach überstandener Schrecksekunde spielte der Bundesligist weiter konsequent nach vorne, Moussa Diaby (45.) und Amine Adli (59.), der erstmals nach seinem Wechsel aus Toulouse in der Startelf stand, vergaben gute Gelegenheiten. Wirtz nutzte eine solche dann, die von Rechtsverteidiger Jeremie Frimpong eingeleitet worden war: Der Niederländer nahm einen Fehlpass der Ferencváros-Defensive auf und spielte zu Wirtz in den Strafraum, der vor Dibusz kühl abschloss (69.). Nadiem Amiri hätte das Ergebnis noch deutlicher gestalten können, schoss aus guter Position jedoch übers Tor (86.).

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cev
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