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Europa League: Unter den besten Acht

Foto: Marco Luzzani/ Getty Images

Sieg in Mailand Wolfsburg zieht ins Viertelfinale der Europa League ein

Der VfL Wolfsburg gehört zu den besten acht Teams der Europa League: Dem Bundesliga-Zweiten reichte ein knapper Sieg im Achtelfinal-Rückspiel bei Inter Mailand, das einen enttäuschenden Auftritt bot.

Hamburg - Das Giuseppe-Meazza-Stadion ist eine der größten Fußball-Bühnen Europas, doch daran erinnerte an diesem Abend nicht viel. Inter Mailand bot seinen wenigen Zuschauern einen enttäuschenden Auftritt, den Gästen aus Wolfsburg dürfte das recht gewesen sein. Der VfL steht dank eines 2:1 (1:0)-Erfolgs im Viertelfinale der Europa League. Daniel Caligiuri (24. Minute) und Nicklas Bendtner (89.) sorgten für die Tore der Gäste, Inter kam durch Rodrigo Palacio (71.) zum zwischenzeitlichen Ausgleich.

"Wir haben heute ein gutes Spiel gemacht. Wir dürfen nicht so vermessen sein, zu glauben, dass wir so ein Spiel total unter Kontrolle halten", sagte VfL-Sportchef Klaus Allofs. "Wir wussten, was auf uns zukommt. Durch das frühe Tor haben wir Ruhe reinbekommen. Mit Kevin zusammenzuspielen ist ein Traum", so Torschütze Caligiuri über Mitspieler De Bruyne. "Die zweite Halbzeit hätte etwas souveräner sein können", sagte Diego Benaglio.

Der 3:1-Erfolg der Wolfsburger aus dem Hinspiel sollte eigentlich ein komfortables Polster sein, doch: Inter Mailand hätte zu Hause ein 2:0 fürs Weiterkommen gereicht, dementsprechend offensiv legten die Gastgeber los. Schon nach drei Minuten versuchte es Hernanes ein erstes Mal aus der Distanz, aber der starke VfL-Torwart Benaglio hatte keine großen Probleme.

Die Wolfsburger Viererkette mit Timm Klose für den gesperrten Naldo in der Innenverteidigung war gleich mehrfach gefordert. In der zwölften Minute konnte Mauro Emanuel Icardi einen Stellungsfehler nicht nutzen, ein Versuch des Argentiniers drei Minuten später wurde geblockt. In der 23. Minute versuchte es der Angreifer erneut aus der Distanz, diesmal war es wieder Benaglio, der die Chance vereitelte. Dann wurde die VfL-Abwehr sicherer.

Chancen für Inter, ein Tor für Wolfsburg

Allerdings unterliefen den Gästen in der Anfangsphase ungewohnt viele Fehler im Aufbauspiel, aber Inter agierte nach Balleroberungen ebenfalls ungenau. Die Folge war ein zerfahrenes Spiel mit Distanzschüssen der Italiener auf der einen und zwei Halbchancen durch Bas Dost auf der anderen Seite. Der Niederländer zögerte in der neunten Minute alleine vor Juan Pablo Carrizo, in der 20. Minute verpasste er eine Hereingabe von Kevin De Bruyne.

Was aber wie immer funktionierte, waren die Konter der Wolfsburger. So auch in der 24. Minute. Wieder einmal war ein Distanzschuss von Icardi kein Problem für Benaglio, der den schnellen Gegenstoß selbst einleitete. Die Vorlage von De Bruyne erreichte in der Mitte Caligiuri, dessen durch die Beine von Carrizo abgefälschter Schuss im Tor landete.

Kurz vor der Pause wurde es auf der anderen Seite noch einmal eng. Weil Vieirinha sich bei einer Flanke verschätzte, stand Fredy Guarin plötzlich völlig frei vor Benaglio. Doch der Kolumbianer scheiterte aus kurzer Distanz am glänzend reagierenden VfL-Keeper.

Bendtner schießt Wolfsburg zum Sieg

Nach dem Seitenwechsel war Inter dann gezwungen, etwas mehr zu investieren, sollte es noch was werden mit dem Einzug ins Viertelfinale. Die Folge waren eine Kopfballchance von Hernanes (59.), ein Schuss aus spitzem Winkel von Palacio, den Benaglio klären konnte (65.), und ein Distanzschuss, erneut von Hernanes (68.). Das alles sah wenig erfolgsversprechend aus, bis plötzlich Palacio den Ball in der 71. Minute nach einem Doppelpass mit Hernanes aus kurzer Distanz über die Linie befördern konnte.

Auf einmal witterten die Italiener wieder eine Chance, das Spiel wurde hektischer. Doch der kurze Aufschwung, den der Ausgleichstreffer mit sich gebracht hatte, war bei den Gastgebern schnell wieder verflogen. Der eingewechselte Zdravko Kuzmanovic vergab zunächst mit dem Kopf, dann aus der Distanz. Das war es, dann hatte Wolfsburg das Geschehen wieder im Griff.

Zwei Einwechselspieler sorgten am Ende sogar noch dafür, dass es einen Sieg zu bejubeln gab. Der eingewechselte Bendtner setzte mit seinem Treffer zum 2:1 nach Vorarbeit von Maximilian Arnold in der 89. Minute den Schlusspunkt.

Inter Mailand - VfL Wolfsburg 1:2 (0:1)
0:1 Caligiuri (24.)
1:1 Palacio (71.)
1:2 Bendtner (89.)
Mailand: Carrizo - Campagnaro (68. D'Ambrosio), Ranocchia, Jesus, Santon - Hernanes, Medel, Guarin - Palacio, Icardi, Kovacic (55. Kuzmanovic)
Wolfsburg: Benaglio - Träsch, Knoche, Klose, Rodriguez - Guilavogui, Luiz Gustavo - Vieirinha (85. Arnold), De Bruyne, Caligiuri (73. Perisic) - Dost (64. Bendtner)
Schiedsrichter: Mark Clattenburg (England)
Zuschauer: 42.100
Gelbe Karten: Medel (2) - De Bruyne (2), Arnold (2)

asi
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