Europa League Kamada dreht Rückstand gegen Arsenal und lässt Frankfurt hoffen

Stadionverbot für Eintracht-Fans und Unlust der Arsenal-Anhänger: Vor spärlich besetzten Rängen kam die SGE zwar erst in der zweiten Halbzeit ins Spiel, doch das reichte für einen wichtigen Sieg.
Daichi Kamada (M.) war Frankfurts Spieler des Abends

Daichi Kamada (M.) war Frankfurts Spieler des Abends

Foto: ANDY RAIN/EPA-EFE/REX

Eintracht Frankfurt hat sich mit einem 2:1 (0:1)-Sieg beim FC Arsenal gute Chancen auf das Erreichen der K.-o.-Phase der Europa League verschafft. Zwar brachte Pierre-Emerick Aubameyang Arsenal in der ersten Hälfte in Führung (45.+1 Minute), doch Daichi Kamada traf zweimal mit Schüssen aus 16 Metern und sorgte für den Frankfurter Sieg (55./64.).

Arsenal verpasste damit die vorzeitige Qualifikation für die nächste Runde. Die Londoner liegen mit zehn Punkten an der Spitze der Gruppe F, dahinter folgt Frankfurt (9 Punkte). Die Eintracht hat zwei Punkte Vorsprung auf Verfolger Lüttich, das 1:1 gegen Vitoria Guimarães spielte. Mit einem Sieg gegen Vitoria am letzten Spieltag der Gruppenphase stünde Frankfurt sicher in der nächsten Runde. Im Falle eines Unentschiedens, käme es auf das Ergebnis von Lüttich gegen Arsenal und womöglich auch die Tordifferenz an.

Fans von Eintracht Frankfurt durften das Stadion des FC Arsenal am Donnerstag nicht betreten. Nach den Ausschreitungen im Spiel bei Guimarães hatte die Uefa die SGE mit einem Fanausschlussbei den Auswärtspartien in Lüttich und London bestraft. Nichtsdestotrotz reisten Hunderte Fans mit ihrer Mannschaft in die englische Hauptstadt. Videos auf Twitter zeigten, wie Frankfurter Fans den Mannschaftsbus vor dem Stadion mit Gesängen und Pyrotechnik empfingen.

Im Stadion blieben derweil viele Plätze auf der Haupttribüne frei, eine Kurve des Heimbereichs war offenbar sogar ganz verwaist. Dass es im Stadion so leer war, lag vor allem daran, dass die Heimfans wegblieben. Grund könnte die sportliche Krise des FC Arsenal sein. Die Londoner haben keins der letzten fünf Spiele in der Premier League gewonnen und den Anschluss an die Plätze für die Champions League verloren.

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Die erste gute Gelegenheit machte sich Arsenal selbst kaputt. Nach einer Flanke von Bukayo Saka gingen im Fünfmeterraum sowohl Aubameyang als auch Joe Willock zum Kopfball und behinderten sich gegenseitig (13.). Frederik Rönnow, der für Felix Wiedwald wieder ins Tor der Eintracht zurückkehrte, musste nicht eingreifen. Das sah kurz darauf anders aus. Nach einem verunglückten Klärungsversuch von Danny da Costa schoss Kieran Tierney freistehend aus spitzem Winkel aufs Tor, doch Rönnow parierte (15.). Nach der anschließenden Ecke musste Gelson Fernandes einen Kopfball von Gabriel Martinelli auf der Torlinie klären (16.).

Arsenal blieb das gefährlichere Team, Rönnow Frankfurts bester Spieler. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte wurde Arsenals Druck aber zu groß. Saka spielte den Ball vom rechten Flügel flach in den Strafraum, wo Aubameyang wartete. Der Stürmer schloss aus zehn Metern ab, Rönnow kam noch an den Ball, lenkte ihn aber an die Unterkante der Latte, von wo der Ball ins Tor sprang (45.+1).

Leere Kurve im Stadion von Arsenal

Leere Kurve im Stadion von Arsenal

Foto: Uwe Anspach/dpa

Nach der Pause kam Arsenal direkt zu einer gefährlichen Chance auf die Vorentscheidung, doch Rönnow parierte einen Schuss von Willock (48.). Frankfurt überstand die Drangphase der Gastgeber - und glich mit seinem ersten Torschuss prompt aus.

Daichi Kamada traf aus 16 Metern links unten ins Tor (55.). Frankfurt wurde stärker und ging dann sogar in Führung. Nach einem Eckball kam Kamada erneut an der Sechzehnmeterlinie an den Ball und traf mit einem Flachschuss zum 2:1 (64.). Da machten sich mit Schlachtrufen sogar einige Eintracht-Fans bemerkbar, die es doch auf irgendeinem Weg ins Stadion geschafft hatten.

FC Arsenal - Eintracht Frankfurt 1:2 (1:0)
1:0 Aubameyang (45.+1)
1:1 Kamada (55.)
2:1 Kamada (64.)
Arsenal: Martínez - Chambers, Mustafi (76. Torreia), Sokratis, Tierney - David Luiz (31. Guendouzi), Xhaka, Gabriel Martinelli (60. Özil), Willock, Saka - Aubameyang
Frankfurt: Rönnow - Abraham, Hasebe, Hinteregger - da Costa, Sow, Fernandes (46. Kohr), Kostic - Kamada - Paciencia, Silva (46. Gacinovic)
Schiedsrichter: Ruddy Buquet (Frankreich)
Gelbe Karten: Martinelli, Mustafi, Xhaka, Guendouzi / Kostic, Abraham, Paciência

ptz