Heimsieg gegen Straßburg Frankfurt erreicht Gruppenphase der Europa League

Zwei Rote Karten, drei Tore, ein jubelndes Team: Eintracht Frankfurt hat sich für die Gruppenphase der Europa League qualifiziert.

Alex Grimm/Getty Images

Eintracht Frankfurt hat das Playoff-Rückspiel gegen Racing Straßburg 3:0 (1:0) gewonnen und machte damit die 0:1-Niederlage aus dem Hinspiel wett. Ein Eigentor von Straßburgs Stefan Mitrovic (26. Minute) leitete den Frankfurter Sieg ein. Filip Kostic (60.) und Danny da Costa (66.) sorgten in einer turbulenten Partie dafür, dass die Eintracht als dritte deutsche Mannschaft neben Borussia Mönchengladbach und dem VfL Wolfsburg in die Gruppenphase eingezogen ist.

Beide Teams beendeten das Spiel die Begegnung in Frankfurt nur mit zehn Mann: Bei der Eintracht sah Ante Rebic die Rote Karte (44.), bei den Franzosen musste Dimitri Lienard mit Rot (55.) vom Feld.

Den besseren Start in die Partie erwischten die Frankfurter. Vorn wurde Rebic unterstützt von Goncalo Paciencia, der auch die erste Chance besaß. Doch sein Kopfball (19.) verfehlte das Ziel klar. Zwar war die Eintracht spielüberlegen, doch vor dem Tor fehlte zunächst die Zielstrebigkeit -bis in der 26. Minute doch die ersehnte Führung fiel. Rebic bereitete das Tor mit einer scharfen Hereingabe vor, die Mitrovic ins eigene Tor lenkte.

Fast wäre Paciencia noch vor der Pause ein zweiter Treffer für Frankfurt gelungen, doch Racing-Torhüter Matz Sels (38.) parierte seinen Kopfball-Aufsetzer stark. Von den Gästen war offensiv hingegen fast nichts zu sehen. Aufregend wurden dann noch einmal die letzten Minuten der ersten Hälfte. Erst rauschte Frankfurts Rebic nach einem Steilpass mit vollem Einsatz in Torhüter Sels. Schiedsrichter Orel Grinfeld verwies Rebic des Feldes, eine harte Entscheidung. Dafür hatte zuvor Pacienca Glück gehabt, dass er nach einem Ellenbogeneinsatz gegen Alexander Djiku nicht vom Platz musste.

Allerdings blieben die Frankfurter nicht lange in Unterzahl, weil sich Lienard zehn Minuten nach Wiederanpfiff zu einer Tätlichkeit gegen Dominik Kohr hinreißen ließ und ebenfalls vom Platz musste. Kurz drauf gelang Kostic mit seinem Traumfreistoß unter die Latte das 2:0. Da Costa machte nur sechs Minuten später mit dem 3:0 alles klar.

Eintracht Frankfurt - Racing Straßburg 3:0 (1:0)
1:0 Mitrovic (26., Eigentor)
2:0 Kostic (60.)
3:0 da Costa (66.)
Frankfurt: Trapp - Toure, Hasebe, Hinteregger - Kohr (75. Fernandes), Rode (90. Joveljic) - D. da Costa, Kamada, Kostic - Paciencia (83. Gacinovic), Rebic
Straßburg: Sels - Koné (69. N. da Costa) , Mitrovic, Djiku - Lala, Martin, Lienard, Carole - Thomasson (88. Bellegarde), Zohi - Ajorque (88. Mothiba)
Schiedsrichter: Grinfeld
Gelbe Karten: Hasebe, Hinteregger, Kohr, Fernandes / Thomasson
Rote Karten: Rebic (44., grobes Foulspiel) / Lienard (55., Tätlichkeit)

tbe/sid/dpa



insgesamt 4 Beiträge
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mannikowski 29.08.2019
1. Moral siegt!
Wenn eine Mannschaft so viel Moral zeigt, sich nicht von Provokationen und fragwürdigen Schiedsrichterentscheidungen aus der Fassung bringen lässt und mit 110% dabei ist, hat sie es auch verdient als Sieger vom Platz zu gehen. Bleibt zu hoffen, dass der VAR auch in diesem Wettbewerb eingeführt wird und dass solche unerfahrenen Schiedsrichter künftig von solchen wichtigen Spielen ferngehalten werden. Ein Hochgenuss für alle Fußballfans!
Barças Superstar 29.08.2019
2. Keine Werbung
Nach den 2 roten Karten wurde es dann einigermaßen ein Fußballspiel, vorher war es peinliches Schmierentheater. Was sind denn das für Weicheier, wenn sie einerseits sich total zutätowieren lassen und dann den sterbenden Schwan spielen. Ein Tip für VAR (wenn sie denn zugelassen werden): Auf jeden Fall Karten für unsportliches Verhalten. Einzig Kevin Trapp und der solide Mühlheimer da Costa sind als cool hervorzuheben. Die Schauspieler sollten sich mal Handball oder Eishockey anschauen! Da wird nicht so weinerlich geschauspielert, auch wenn mal hingelangt wird. Im Übrigen waren die Platzverweise des ansonsten eher schwachen Schiedsrichters beide zweifelhaft. Ich würde bei Rangeleien beide Streithähne runterstellen. VAR hätte die erste rote Kartre nicht ermöglicht - viel zu hart.
critico66 30.08.2019
3. Wenn man
keine Vereinsbrille auf hat und die Schiedsrichterleistung betrachtet, so hat der Schiri bis auf die rote Karte gegen Rebic (Entscheidung zu hart) gut gepfiffen. Allerdings wurde er zuweilen nervös.
jb283 30.08.2019
4.
Zitat von critico66keine Vereinsbrille auf hat und die Schiedsrichterleistung betrachtet, so hat der Schiri bis auf die rote Karte gegen Rebic (Entscheidung zu hart) gut gepfiffen. Allerdings wurde er zuweilen nervös.
Gut gepfiffen? In der ersten Halbzeit hat ein Straßburger bei einem Frankfurter Freistoß etwa 30cm vor dem Ball mit einer aktiven Bewegung die schnelle Ausführung verhindert, und dieser tolle Schiedsrichter hat dem Straßburger nicht nur nicht Gelb gezeigt, sondern auch das Spiel mit dem daraus entstehenden Straßburger Konter laufen lassen. Für sowas werden Kreisliga-Schiris vom Schiri-Beobachter gerüffelt. Dazu Paciencias Ellenbogenschlag nicht geahndet, Rebics einsteigen viel zu hart geahndet. Danach auf beiden Seiten einige Sachen laufen lassen, die er angesichts der harten Entscheidung gegen Rebic hätte abpfeifen müssen. Das einzige, was er wirklich gut gesehen hat, war die Sitauation mit Kohr: Gelb für das Foul und Rot für die Tätlichkeit.
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