Europa League Fans von Eintracht Frankfurt dürfen gegen Lüttich und Arsenal nicht ins Stadion

Die Anhänger von Eintracht Frankfurt hatten ihrem Verein in der Europa League schon eine Bewährungsstrafe eingehandelt. Die Ausschreitungen in Portugal zuletzt waren aber zu viel, die Uefa sperrt die Anhänger aus.
In den kommenden Spielen in der Europa League wird es im Eintrachtfanblock wohl aussehen wie im Unterrang beim Spiel gegen Vitoria Guimarães

In den kommenden Spielen in der Europa League wird es im Eintrachtfanblock wohl aussehen wie im Unterrang beim Spiel gegen Vitoria Guimarães

Foto: REUTERS/Javier Barbancho

Eintracht Frankfurt ist wegen der wiederholten Randale seiner Fans in der Europa League mit einem Zuschauerausschluss in den Partien bei Standard Lüttich (7.11.) und dem FC Arsenal (28.11.) bestraft worden.

Wie die die Kontroll-, Ethik- und Disziplinarkammer der Europäischen Fußball-Union Uefa am Donnerstag mitteilte , wurde die Eintracht wegen der Ausschreitungen der Fans und des Werfens von Gegenständen im Spiel am 3. Oktober bei Vitoria Guimarães (1:0) in Portugal verurteilt. Dabei hatten sich Fans beider Mannschaften kurz vor dem Anpfiff gegenseitig mit Sitzschalen beworfen. Die Polizei räumte daraufhin einen Frankfurter Fanblock.

Nach der Entscheidung der Uefa kündigte die Eintracht umgehend an, die Chancen einer Berufung gegen den Fanausschluss prüfen zu wollen. "Das ist zweifellos eine harte Entscheidung der Uefa", wurde Frankfurts Vorstand Axel Hellmann in einem Tweet zitiert: "Natürlich werden wir, sobald uns die Entscheidungsgründe vorliegen, zumindest mit Blick auf das Spiel in London auch die Erfolgsaussichten einer Berufung prüfen."

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Die Eintracht wurde von der Uefa zudem angewiesen, sich innerhalb von 30 Tagen mit Vitória in Verbindung zu setzen, um den von ihren Anhängern verursachten Schaden im Stadion zu ersetzen.

Bereits am 10. Januar war Frankfurt wegen Randale seiner Anhänger zu einem Zuschauerausschluss auf Bewährung und einer Geldbuße von 80.000 Euro verurteilt worden. Die Dauer der Bewährung war auf zwei Jahre festgelegt worden. Schon damals war angedroht worden, dass bei erneuten Vorfällen die Eintracht-Fans nicht zum nächsten Auswärtsspiel fahren dürfen. Nach Einsatz von Pyrotechnik gegen Inter Mailand im März dürften die Anhänger dennoch zum nächsten Spiel gegen Benfica nach Lissabon reisen.

Frankfurt will Diskussion anstoßen

Auch im Rückspiel der Qualifikation zur Europa League gegen Racing Strasburg (3:0) war der Bundesligist wegen des Fehlverhaltens seiner Anhänger zu 48.000 Euro Strafe verurteilt worden.

Eintracht-Vorstand Hellmann kündigte zudem an, dass sich der Verein mit der Frage beschäftigen müsse, wie "wir unser aller Ziel, gemeinsam sportliche Festtage in europäischen Klubwettbewerben feiern zu dürfen, zukünftig wirksamer vor dem Fehlverhalten Weniger schützen können."

Gleichfalls durch die Uefa bestraft wurde am Donnerstag Borussia Dortmund. Wegen Ausschreitungen seiner Fans beim 2:0-Sieg in der Champions League bei Slavia Prag muss der BVB ein Bußgeld von 29.875 Euro zahlen. Borussia-Anhänger hatten am 2. Oktober Feuerwerkskörper gezündet und Gegenstände auf das Spielfeld geworfen. Der Club wurde von der Uefa angewiesen, sich innerhalb von 30 Tagen mit Slavia in Verbindung zu setzen, um den verursachten Schaden zu begleichen.

ptz/dpa