Europa League Frankfurt macht großen Schritt Richtung K.-o.-Phase

Souveräner Auftritt von Eintracht Frankfurt. Am zweiten Spieltag der Europa League feierte das Team von Trainer Armin Veh den zweiten 3:0-Sieg. Gegen Apoel Nikosia reichte dafür eine durchschnittliche Leistung.

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Hamburg - Eintracht Frankfurt und die Europa League, das scheint zu passen. Nach dem deutlichen Sieg gegen Girondins Bordeaux zum Auftakt setzte sich der Bundesligist auch bei Apoel Nikosia 3:0 (1:0) durch. Ein Eigentor von Nektarios Alexandrou in der 27. Minute brachte die Gäste in Führung, Srdjan Lakic (59. Minute) und Sebastian Jung (66.) erhöhten nach dem Seitenwechsel.

"Ich bin natürlich glücklich. Die Mannschaft ist souverän aufgetreten und hat das Spiel kontrolliert", sagte Frankfurts Trainer Armin Veh. Mit nun sechs Punkten und 6:0 Toren führt die Eintracht die Gruppe F souverän an. Mittelfeldspieler Sebastian Rode war entsprechend zufrieden: "Wir haben ein paar Minuten gebraucht, aber dann lief es."

Auf Zypern taten sich die Gäste im Spielaufbau zunächst schwer. Apoel ließ die Eintracht kaum zur Entfaltung kommen und war selbst insbesondere bei Standardsituationen gefährlich. Die erste Möglichkeit hatte dennoch Frankfurt. Der Schuss von Lakic, der kurzfristig für Stefan Aigner in die Startelf gekommen war, konnte jedoch geklärt werden (8.). Aigner hatte sich beim Aufwärmen verletzt.

Zwei Tore in sieben Minuten sorgen für die Entscheidung

Der weitere Verlauf der ersten 45 Minuten war dann von etlichen Fouls geprägt. Dabei hatten die Frankfurter zwar mehr Spielanteile, gelungene Ideen in der Vorwärtsbewegung gab es jedoch kaum. So hatte der Führungstreffer Symbolcharakter: Tranquillo Barnetta setzte Jung in halbrechter Position ein, die Flanke des Eintracht-Kapitäns lenkte Alexandrou unhaltbar ins Tor ab (27.). Die Partie beruhigte sich danach merklich.

Die Vorentscheidung fiel nach der ersten schönen Kombination der Eintracht. Barnetta spielte auf Lakic, der nach einem Doppelpass mit Sturmpartner Vaclav Kadlec im Strafraum auftauchte und das 2:0 schoss (59.). Für Lakic war es das erste Saisontor. Sieben Minuten später sorgte Jung frei vor Apoel-Keeper Urko Pardo für den Endstand. Zuvor hatte die Eintracht einen Freistoß schnell ausgeführt und damit die Zyprer überrascht - allerdings stand Jung beim Pass knapp im Abseits, was die Unparteiischen übersehen hatten.

Im zweiten Spiel der Gruppe F drehte Maccabi Tel Aviv die Partie in Bordeaux und gewann noch 2:1 (0:0). Die Israelis sind mit vier Punkten erster Verfolger der Eintracht vor Nikosia (1 Punkt) und Bordeaux (0). Am 24. Oktober kommt es damit zum Top-Spiel zwischen Frankfurt und Tel Aviv (21.05 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE). "Wenn wir das gewinnen, haben wir eine ordentliche Punktzahl", so Veh.

Apoel Nikosia - Eintracht Frankfurt 0:3 (0:1)
0:1 Alexandrou (27., Eigentor)
0:2 Lakic (59.)
0:3 Jung (66.)
Nikosia: Pardo - Mario Sergio, Borda, Guilherme, Cabral - Morais, Gomes (78. Vinicius), Oliveira - Alexandrou (65. Sotiriou), Goncalves, Aloneftis (78. Benachour)
Frankfurt: Trapp - Jung, Zambrano, Anderson, Oczipka - Russ - Rode (69. Celozzi), Flum - Barnetta (81. Lanig) - Lakic, Kadlec (74. Joselu)
Schiedsrichter: Tudor (Rumänien)
Zuschauer: 12.000
Gelbe Karten: Goncalves, Oliveira, Sotiriou, Borda - /

max/sid

insgesamt 7 Beiträge
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Seite 1
rehabilitant 03.10.2013
1. Mal langsam
Alle drei Gruppengegner der Frankfurter scheinen maximal durchschnittliches deutsches Zweitliga-Format zu haben. Bordeaux verliert zu Hause gegen Tel Aviv, das sagt eigentlich alles. Mal warten, bis Gegner kommen.
Wizball 03.10.2013
2. Jung stand nicht im Abseits...
... es war gleiche Höhe... in der Zeitlupe gut zu erkennen. Forza SGE!
SGE1899 03.10.2013
3. Eintracht Fraaaankfurt international!
Einfach wunderbar anzusehen, wie sich die SGE entwickelt hat. Wir haben vor 1 1/2 Jahren noch in der 2. Liga gespielt. Große Klasse, was Veh und Hübner geleistet haben. Eine auch charakterlich großartige Mannschaft aufgebaut, mit der wir sicher noch viel Spaß haben werden.
celestion 03.10.2013
4.
Schönes Spiel der SGE, wenn nur dieser nervige Kommentator bei Kabel 1 nicht gewesen wäre. Unterstes Niveau, da muss man heute wohl gar nichts mehr können...
paula1998 03.10.2013
5. Schritt in k.o. Phase?
Es sollte eher "Großer Schritt in K.O. Runde" heißen! Ein Sieg führt Frankfurt nicht in eine K.O. Phase sondern eher daraus hinaus!
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