Europa-League-Halbfinale Frankfurt erkämpft sich Remis gegen Chelsea

Gegen den FC Chelsea ging Eintracht Frankfurt früh in Führung, der Torschütze war einmal mehr Torjäger Luka Jovic. Als Chelsea ausglich, verlor Frankfurt zwar die Kontrolle, aber nicht das Spiel.

Frankfurts Danny da Costa (r.) im Zweikampf mit Willian vom FC Chelsea. Frankfurts Kapitän David Abraham schaut nur hinterher.
Arne Dedert/dpa

Frankfurts Danny da Costa (r.) im Zweikampf mit Willian vom FC Chelsea. Frankfurts Kapitän David Abraham schaut nur hinterher.


Eintracht Frankfurt hat sich im Halbfinal-Hinspiel der Europa League 1:1 (1:1) vom FC Chelsea getrennt. Luka Jovic brachte die Eintracht in der 23. Minute in Führung, ehe Pedro kurz vor der Pause ausglich (45.). Das Rückspiel in London findet am kommenden Donnerstag (21 Uhr/Liveticker bei SPIEGEL ONLINE, TV: RTL) statt. Dann könnte Frankfurt zum ersten Mal seit 39 Jahren ein Europapokal-Endspiel erreichen. Voraussetzung dafür wäre ein Sieg oder ein Unentschieden mit mindestens zwei Toren.

Den agileren Eindruck in den ersten Minuten hinterließen die Gäste aus London, die zunächst ohne ihren Superstar Eden Hazard spielten. Den Frankfurtern hingegen war durchaus eine gewisse Nervosität anzumerken. Dann wurde das Team von Trainer Adi Hütter nicht nur sicherer im Passspiel, sondern auch zielstrebiger in seinen Angriffsbemühungen. Filip Kostic leitete mit einem Freistoß die erste Chance ein, als er für David Abraham servierte, der jedoch aus der Drehung einen halben Meter über das Tor schoss (20. Minute).

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Remis gegen den FC Chelsea: Frankfurt, wie es trifft und träumt

Drei Minuten später brach dann Jubel im Stadion aus: Jovic gewann im Mittelfeld einen Zweikampf und spielte dann raus auf die linke Seite zu Kostic, dessen Flanke wieder bei Jovic landete. Der Rest war Maßarbeit: Nach dem Kopfball von Jovic aus zwölf Metern machte sich Chelsea-Keeper Kepa ganz lang und war doch chancenlos. Vom Innenpfosten prallte der Ball ab und rollte über die Linie (23.).

Der FC Chelsea hingegen sorgte erst unmittelbar vor der Pause für Torgefahr. An den beiden besten Szene war Ruben Loftus-Cheek beteiligt. Zunächst schoss der Nationalspieler Englands knapp links am Tor vorbei (42.), ehe er drei Minuten später im Strafraum den Zweikampf gegen Simon Falette gewann und anschließend Pedro bediente - 1:1 (45.).

Der Ausgleich sorgte für einen Bruch im Spiel der Frankfurter, fortan waren sie meist damit beschäftigt, auf die Aktionen von Chelsea zu reagieren. Beim Schuss von Loftus-Cheek aus zwölf Metern fehlte noch ein halber Meter (54.), beim Freistoß von David Luiz waren es dann nur noch Zentimeter. Aus 25 Metern traf der Innenverteidiger die Latte, Frankfurts Torhüter Kevin Trapp war noch mit den Fingerspitzen dran (60.). Es war nicht die letzte wichtige Parade von Trapp, die gegen Loftus-Cheek rettete Frankfurt letztlich das Remis (75.).

Eintracht Frankfurt - FC Chelsea 1:1 (1:1)
1:0 Jovic (23.)
1:1 Pedro (45.)
Frankfurt: Trapp - Abraham, Hinteregger, Falette - G. Fernandes (73. Paciencia), Hasebe - da Costa, Kostic - Gacinovic (90.+2 Willems), Rode - Jovic
Chelsea: Kepa - Azpilicueta, David Luiz, A. Christensen, Emerson - Jorginho - Kantè, Loftus-Cheek (83. Kovacic) - Pedro, Giroud, Willian (61. Hazard)
Schiedsrichter: Carlos del Cerro Grande (Spanien)
Gelbe Karten: G. Fernandes, Hasebe / Christensen
Zuschauer: 48.000

tbe



insgesamt 3 Beiträge
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hileute 02.05.2019
1. Ich denke mal man darf mit dem Ergebnis zufrieden sein
Chelsea habe ich vor allem in der zweiten Hälfte 1-2 Tore besser gesehen, da darf man sich über ein Unentschieden nicht wirklich beklagen und kann vorsichtig optimistisch ins Rückspiel gehen
der_aufklaerer 02.05.2019
2. Das war ein Klassenunterschied
Frankfurt mit dem 1-1 aber sowas von gut bedient . In der zweiten Halbzeit spielte nur Chelsea. Man konnte sehen dass Frankfurt eine limitierte Mannschaft ist und Rebic an allen Ecken und Enden fehlt. Chelsea war quasi eine Klasse besser und vergab in der 2.HZ mehrere Hochprozentige um das Halbfinale bereits in Frankfurt zu entscheiden. In London braucht Frankfurt ein Wunder. Oder einen Rebic.
AK_1 03.05.2019
3. Stehend KO
Die Spieler der SGE waren stehend KO. Und schon erzählten die Kommentatoren was von "Mehrbelastung durch 40 Spiele" in dieser Saison für die Eintracht. Die Londoner aber haben bereits 60 Spiele in den Beinen und waren fit wie zu Menschen gewordenen Turnschuhen. Da hinkt der deutsche Fußball weit hinterher. Das liegt an der Einstellung.
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