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09. Mai 2019, 23:49 Uhr

Europa League

Nach Elfmeterkrimi - Frankfurt scheidet gegen Chelsea aus

Was für eine Dramatik: Erst führte der FC Chelsea, dann glich Eintracht Frankfurt aus. Die Entscheidung zugunsten der Engländer fiel erst im Elfmeterschießen.

Eintracht Frankfurt hat den Einzug ins Finale der Europa League verpasst. Im Halbfinal-Rückspiel gewann der FC Chelsea gegen Frankfurt 5:4 nach Elfmeterschießen. Nach 120 Minuten hatte es 1:1 (1:0) gestanden.

Die Entscheidung fiel erst, nachdem mit Martin Hinteregger und Goncalo Paciencia gleich zwei Frankfurter vom Punkt an Chelsea-Schlussmann Kepa scheiterten. Die Tore in der regulären Spielzeit hatten zuvor Chelseas Ruben Loftus-Cheek (28. Minute) und Luka Jovic für Frankfurt (49.) erzielt. Im Hinspiel hatten sich beide Mannschaften unentschieden getrennt.

Damit verpasste Eintracht Frankfurt den ersten Einzug in ein Europapokal-Endspiel seit 39 Jahren. Das Finale bestreiten stattdessen zwei englische Teams: Chelsea trifft am 29. Mai (21 Uhr/Liveticker SPIEGEL ONLINE, TV: RTL, DAZN) auf den FC Arsenal. Die Gunners setzten sich im zweiten Halbfinale gegen den FC Valencia durch.

Für den ersten Aufreger der Partie sorgte Frankfurts Danny da Costa, als er eine Flanke von Ante Rebic per Direktabnahme abschloss. Chelseas Torhüter Kepa lenkte den Ball mit den Fingerspitzen zur Ecke (14.). Es sollte jedoch Frankfurts beste Möglichkeit in Hälfte eins bleiben, fortan fand stattdessen der FC Chelsea immer besser ins Spiel.

Zunächst hatte die Eintracht noch Glück, als Makoto Hasebe einen Kopfball von David Luiz auf der Torlinie klärte (24.). Frankfurts Torhüter Kevin Trapp wäre in dieser Szene chancenlos gewesen. Zwei Minuten später fiel dann die Führung für Chelsea: Willian ließ Frankfurts Kapitän David Abraham stehen, anschließend kam auch Sebastian Rode gegen Loftus-Cheek einen Schritt zu spät. So tauchte Loftus-Cheek frei vor Trapp auf und schob den Ball ins lange Eck (28.).

Zu Beginn der zweiten Hälfte hinterließ dann Eintracht Frankfurt den agileren Eindruck - und belohnte sich umgehend: Hasebe leitete den Ausgleichstreffer mit einem sehenswerten Pass auf Luka Jovic ein. Ein einfacher Doppelpass mit Mijat Gacinovic genügte Jovic, um frei vor Kepa aufzutauchen. Der Rest war eine leichte Übung für Frankfurts Torjäger, der eiskalt zum 1:1 vollendete (49.).

Es sollte für lange Zeit der letzte Aufreger bleiben. Beiden Mannschaften merkte man nun den Kräfteverschleiß an, die Fehler im Passspiel häuften sich und die Torchancen wurden seltener. Es lief bereits die Verlängerung, als eine Flanke von Filip Kostic bei Sébastien Haller landete. Der Franzose erwischte den Ball nicht perfekt, dennoch wurde sein Schuss gefährlich, doch David Luiz kratzte den Ball noch vor der Torlinie weg (100.).

Im Elfmeterschießen lag Frankfurt zunächst in Führung, ehe nacheinander Hinteregger und Paciencia an Kepa scheiterten und anschließend Eden Hazard verwandelte und Chelsea ins Finale schoss.

FC Chelsea - Eintracht Frankfurt 5:4 nach Elfmeterschießen
1:0 Loftus-Cheek (28.)
1:1 Jovic (49.)
Elfmeterschießen:
1:2 Haller
2:2 Barkley
2:3 Jovic
Trapp hält gegen Azpilicueta
2:4 de Guzmán
3:4 Jorginho
Kepa hält gegen Hinteregger
4:4 David Luiz
Kepa hält gegen Paciencia
5:4 Hazard
Chelsea: Kepa - Azpilicueta, Christensen (74. Zappacosta), David Luiz, Emerson - Jorginho - Loftus-Cheek (86. Barkley), Kovacic - Willian (63. Pedro), Giroud (96. Higuaín), Hazard
Frankfurt: Trapp - Abraham, Hinteregger, Falette - Costa, Rode (70. de Guzmán), Hasebe, Kostic - Gacinovic (119. Paciencia) - Jovic, Rebic (90.+3 Haller)
Schiedsrichter: Hategan (Rumänien)
Gelbe Karten: Kovacic, Azpilicueta / Falette, Rode, de Guzmán
Zuschauer: 40.853

tbe

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