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Europa League: Bayer und Hannover verpassen Achtelfinale

Foto: Sebastian Kahnert/ dpa

Europa League Auch Hannover und Leverkusen scheiden aus

Enttäuschender Abend für Hannover, Leverkusen und Gladbach: Alle drei Teams scheiterten in der Europa-League-Zwischenrunde. Während 96 im Rückspiel gegen Anschi noch ein Remis holte, verloren Bayer und die Borussia ihre Partien. Einzig der VfB Stuttgart konnte jubeln.

Hamburg - Aus vier mach eins: Im Achtelfinale der Europa League ist nur noch ein deutscher Club vertreten - dabei kämpften gleich vier Bundesligisten in der Zwischenrunde um das Weiterkommen. Doch nachdem Borussia Mönchengladbach bereits gescheitert war, verpassten am späten Abend auch Bayer Leverkusen und Hannover 96 die nächste K.o.-Runde.

Bayer unterlag im Zwischenrunden-Rückspiel bei Benfica Lissabon 1:2 (0:0), auch das Hinspiel hatte Leverkusen 0:1 verloren. Hannover kam zu Hause zu einem 1:1 gegen Anschi Machatschkala. Doch aufgrund der 1:3-Niederlage im Hinspiel schied auch 96 aus. Zuvor war auch Gladbach (0:2-Niederlage bei Lazio Rom) gescheitert. Einzig der VfB Stuttgart steht nach seinem 2:0-Sieg in Genk im Achtelfinale.

Vor knapp 30.000 Zuschauern drängte 96 von Beginn an auf ein frühes Tor, Hannover-Coach Mirko Slomka setzte voll auf Angriff: In Mohammed Abdellaoue, Mame Diouf und Didier Ya Konan standen drei Angreifer in der Startelf. Abdellaoue verpasste zunächst eine Huszti-Hereingabe (15.), verzog dann einen Weitschuss (20.) und hatte noch weitere Chancen. Diouf setzte einen Kopfball nur ganz knapp neben das Tor (23.).

Acht Minuten Nachspielzeit bringen Hannover nichts

Anschi konzentrierte sich mit dem Hinspiel-Sieg im Rücken zunächst auf eine stabile Defensive. Einzig Top-Star Samuel Eto'o und der schnelle Willian sorgten für Gefahr. Eto'o ließ in der 18. Minute fast die komplette 96-Hintermannschaft schlecht aussehen, vergab aber aus aussichtsreicher Position.

Auch nach dem Seitenwechsel spielte Hannover weiter nach vorne, es blieb ihnen ja auch nichts anderes übrig. Manuel Schmiedebachs scharfe Hereingabe faustete Anschi-Keeper Gabulov aus dem Gefahrenbereich (46.). Der Offensivgeist wurde belohnt: Nach schöner Hereingabe von Szabolcs Huszti erzielte Sergio Pinto den Führungstreffer (70.).

Hannover witterte nun seine Chance - und hatte auch noch genügend Zeit für ein weiteres Tor. Doch trotz einer achtminütigen Nachspielzeit verpassten die 96-Profis den zweiten Treffer - im Gegenteil: Lacina Traoré beendete die Achtelfinal-Träume des Bundesligisten (90.+8).

Hannover 96 - Anschi Machatschkala 1:1
1:0 da Silva Pinto (70.)
1:1 Traore (90.+8)
Hannover: Hannover: Zieler - Sakai (83. Sobiech), Djourou, Christian Schulz, Pocognoli (71. Rausch) - Schmiedebach (61. Schlaudraff), da Silva Pinto - Ya Konan, Huszti - Abdellaoue, Diouf
Anschi: Gabulow - Logaschow, Joao Carlos, Ewerton, Eshenko - Jucilei, Diarra - Boussoufa (79. Carcela), Ahmedow (90.+10 Schatow), Willian (68. Traore) - Eto'o
Schiedsrichter: Jonas Eriksson (Schweden)
Zuschauer: 27.500
Gelbe Karten: Sakai, Diouf (2), Ya Konan, Huszti (2) - Logashov, Boussoufa (3), Ewerton, Gabulov, Eto'o

Bayer verliert in Lissabon

Leverkusen übernahm im Estadio da Luz sofort das Kommando und spielte nach vorne, hatte aber beim Torabschluss Pech: Bereits in der dritten Minute scheiterte Stefan Reinartz mit einem Schuss von der Strafraumgrenze an Benfica-Torhüter Artur Moraes. Torjäger Stefan Kießling traf nach einer Hereingabe von Daniel Carvajal aus sieben Metern nur den Pfosten (12.).

Auch Benfica hatte Chancen: Bayer-Torhüter Bernd Leno rettete nach einem Kopfball von Nicolas Gaitan (16.). Vor der Pause verpassten Kießling (27.) und Nationalspieler André Schürrle (38.) die mögliche Bayer-Führung. Ein Déjà-vu erlebten die Leverkusener Fans in der 40. Minute, als nach Kießling auch Schürrle mit einem Flachschuss von der Strafraumgrenze nur den Pfosten traf.

Benfica kontert Schürrle-Treffer

Nach der Pause erzielte dann Kießling den vermeintlichen Führungstreffer, doch der Angreifer stand im Abseits, das Tor wurde nicht gegeben (51.). Acht Minuten später gab es dann wieder einen Treffer, diesmal jedoch für Benfica - und der zählte: Ola John brachte sein Team mit einem Schlenzer über Leno hinweg in Führung.

Bayer brauchte nun zwei Tore - und Schürrle gab seinem Team kurzzeitig neue Hoffnung: Der Nationalspieler erzielte mit einer Direktabnahme vom Strafraumrand den Ausgleich (75.). Doch Benfica hatte auf den Treffer die passende Antwort, der portugiesische Club ging nicht einmal zwei Minuten später durch Matic erneut in Führung, es war zugleich der Endstand. "Das ist natürlich bitter. Da läufst du und kämpfst und kriegst dann so ein Scheißtor. Da wirst du eigentlich um den Lohn gebracht", sagte Kießling nach dem Spiel.

Benfica Lissabon - Bayer Leverkusen 2:1 (0:0)
1:0 John (60.)
1:1 Schürrle (75.)
2:1 Matic (77.)
Benfica: Artur - Almeida, Luisao, Garay, Melgarejo - Martins (53. Salvio), Matic, Gaitan - Perez, Cardozo (64. Lima), John (90.+4 Jardel)
Leverkusen: Leno - Carvajal, Wollscheid, Toprak, Boenisch - Reinartz (74. Milik) - Lars Bender (57. Hegeler), Rolfes - Castro, Schürrle - Kießling
Schiedsrichter: Pavel Kralovec (Tschechien)
Zuschauer: 30.000
Gelbe Karten: Perez, John, Matic - Lars Bender (2), Carvajal (2)

bka/sid/dpa
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