1:6-Niederlage in der Europa League Mainz geht in Anderlecht unter

Was für ein Debakel: Mainz hat in der Europa League in Anderlecht eine herbe Pleite kassiert. Gegen die Belgier trat der Bundesligist ungewohnt unorganisiert und fehlerhaft auf - und muss nun um das Weiterkommen bangen.

DPA

Der FSV Mainz 05 hat am vierten Spieltag der Europa-League-Saison eine herbe Niederlage hinnehmen müssen. Gegen den RSC Anderlecht kassierte der Bundesligist eine 1:6-Pleite (1:2). Doppeltorschütze Nicolae Stanciu (9. Minute/41.) sowie Youri Tielemans (61.), Lukasz Teodorczyk (89./90.+4 Handelfmeter) und Massimo Bruno (90.+2) schossen Mainz ab, Pablo De Blasis gelang lediglich der zwischenzeitliche Ausgleichstreffer (15.).

Der RSC steht nun mit acht Punkten an der Tabellenspitze, Mainz liegt in der Gruppe C drei Punkte dahinter auf Platz drei. Nur die zwei Erstplatzierten qualifizieren sich für die Zwischenrunde.

Das erste Tor des Spiels fiel bereits in der neunten Minute: Anderlechts Alexandru Chipciu traf von der rechten Außenbahn überraschend ins kurze Eck des Mainzer Tors, nachdem ihm ein Flankenversuch abgerutscht war. Es war zu diesem Zeitpunkt bereits das vierte Gegentor der 05er von außerhalb des Strafraums im laufenden Wettbewerb.

Eigene Fehler werden Mainz zum Verhängnis

Kurz darauf nutzte Pablo De Blasis auf der Gegenseite eine unabsichtliche Kopfballvorlage von Emmanuel Sowah aus rund sieben Metern zum Ausgleich (15.). Doch auch dieser Treffer vermochte es nicht, Sicherheit und Struktur ins Spiel des FSV zu bringen. Kurz vor der Halbzeit ließ Stanciu Keeper Jonas Lössl aus 15 Metern mit seinem starken rechten Fuß abermals keine Abwehrchance, nachdem ihn die Mainzer Abwehr an der Strafraumgrenze übersehen hatte (41.).

Dem vorentscheidenden Treffer zum 3:1 ging abermals eine Unachtsamkeit der Mainzer voraus: Außenverteidiger Guilio Donati konnte den Ball nicht entscheidend aus der Gefahrenzone klären, stattdessen schlenzte Tielemans den Ball ins Netz (62.).

Am Ende wurde es ein Debakel: Anderlechts Top-Stürmer Lukasz Teodorczyk verpasste es zunächst noch im Eins-gegen-eins-Duell mit Lössl zu erhöhen (78.), kurz vor Abpfiff gelang ihm dann doch noch per Kopf das 4:1 (89.). Der eingewechselte Bruno (90.+2) und wieder Teodorczyk per Handelfmeter (90.+4) stellten den Endstand her.

RSC Anderlecht - FSV Mainz 05 6:1 (2:1)

Tore: 1:0 Stanciu (9.)
1:1 De Blasis (15.)
2:1 Stanciu (41.)
3:1 Tielemans (62.)
4:1 Teodorczyk (89.)
5:1 Bruno (90.+2)
6:1 Teodorczyk (90.+4, Handelfmeter)

Anderlecht: Roef - Sowah Adjei, Mbodji, Deschacht, Acheampong - Chipciu (56. Capel), Dendoncker, Tielemans (89. Bruno), Hanni - Stanciu (67. Badji), Teodorczyk.

Mainz: Lössl - Donati (79. Öztunali), Bell, Balogun, Brosinski - Gbamin, Serdar (67. Samperio) - Onisiwo, Malli, De Blasis - Córdoba.

Schiedsrichter: Andreas Ekberg (Schweden)
Gelbe Karten: Acheampong - Donati (2), Bell (2)
Zuschauer: 21.000

lst



insgesamt 15 Beiträge
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genaumeinding 03.11.2016
1. Ja ist den heute schon Karneval?
Besser kann man sich selbst nicht blamieren. Das ist charakterlos und grenzt an Arbeitsverweigerung. Mainz bestätigt zum wiederholten Male, dass sie im internationalen Wettbewerb nichts zu suchen haben.
aurichter 03.11.2016
2. Passt wieder
Mainz, man knüpft nahtlos an die vorherigen Jahre an. Ein derartiges Armutszeugnis muss man erst einmal so galant hinbekommen! Wenn die keinen Bock auf Europa haben, dann sollen sie halt aufpassen, daß nicht mehr als Platz 8 oder 9 in der BL am Ende steht. Haben die Mänzer wirklich mit Abwehr gespielt? Was Bell und Kameraden da abgeliefert haben wurde zum Glück erst in der späten 2ten Hälfte bestraft. Katastrophe ist noch geschmeichelt. Ich hatte das Gefühl, daß die irgendwo mit Absicht dies Spiel vergeigt haben.
juergenfinger 03.11.2016
3. Bleibe im Lande
Nun plädiere ich für ein absolutes Euro-Verbot für Mainz, schon zum dritten Mal eine Pleite für die Uefa-Rangliste.
wo_ist_all_das_material? 03.11.2016
4.
Einfach zum Piepen! Etwaige Mainzer Fans mögen es mir nachsehen, aber nach einem schlechten Spiel noch so eine Schlussphase zu bringen, entbehrt nicht einer unfreiwilligen Komik. Da wurde mächtig etwas fürs Torverhältnis getan.
ziooyong 03.11.2016
5. Endlich
Na hoffentlich sind sie raus, dann können keine gegnerischen Fans die Mainzer Innestadt mehr zur Kampfzone erklären und die Mainzer Fans zündeln nicht mehr im Ausland.Zu Hause lammfromm auswärts außer Rand und Band. Wer will schon Quabälä sehen?
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