Auswärtsspiel bei Lazio Gladbach-Fans in Rom niedergestochen

Vor der Europa-League-Partie von Borussia Mönchengladbach in Rom ist es zu mehreren Gewalttaten gekommen. Unbekannte stachen auf drei Anhänger des Bundesligisten ein. Die italienische Polizei vermutet die Täter in der Lazio-Fanszene.
Borussia-Fans auf der Spanischen Treppe in Rom: Unterstützung für die Partie gegen Lazio

Borussia-Fans auf der Spanischen Treppe in Rom: Unterstützung für die Partie gegen Lazio

Foto: Marius Becker/ dpa

Rom - Knapp 10.000 Anhänger begleiteten Borussia Mönchengladbach nach Italien - um ihre Mannschaft im Europapokal zu unterstützen. Doch am Rande der Begegnung zwischen der Borussia und Lazio Rom sind in der italienischen Hauptstadt am Donnerstag drei deutsche Fans niedergestochen worden.

Sie wurden in eine Klinik in Rom gebracht, waren allerding in keinem kritischen Zustand. Am Freitagvormittag konnten die drei das Krankenhaus bereits wieder verlassen. Das teilte der Ordnungsdienst des Bundesligisten mit.

"Niemand ist in Lebensgefahr. Wir haben zu allen Kontakt, und allen dreien geht es gut. Einer hat wohl einen Stich in die Wade bekommen, ein anderer in den Oberschenkel. Es ist zum Glück nichts Dramatisches", hatte Borussias Pressesprecher Markus Aretz zuvor gesagt.

Zu den Vorfällen sei es noch vor Anpfiff der Partie zwischen dem Bundesliga-Zehnten und dem Vierten der Serie A an drei verschiedenen Orten der Stadt gekommen, hieß es in den Berichten. Die Polizei sucht die Täter demnach in der Lazio-Fanszene.

Laut der italienischen Nachrichtenagentur Ansa wurde ein 50-jähriger Gladbach-Anhänger Arzt auf der Milvischen Brücke vor dem Olympiastadion angegriffen. Am Ufer des Tiber und vor dem Hilton-Hotel habe es weitere Angriffe gegeben.

Eine Woche nach dem 3:3-Spektakel im Borussia-Park verlor Mönchengladbach das Rückspiel gegen Lazio 0:2 (0:2) - und verpasste damit das erste Europacup-Achtelfinale seit 18 Jahren. Antonio Candreva (10. Minute) und Alvaro Gonzalez (33.) trafen für die Römer, die ohne den verletzten deutschen Nationalstürmer Miroslav Klose antraten.

wit/dpa/sid