Europa-League-Playoffs Eintracht Frankfurt verliert Hinspiel in Straßburg

Der Halbfinalist der vergangenen Saison muss um die Teilnahme an der Gruppenphase bangen. Eintracht Frankfurt verlor in den Playoffs nach einer schwachen ersten Hälfte in Straßburg.

Zohi stocherte Straßburg zu einer guten Ausgangsposition fürs Rückspiel
Uwe Anspach / DPA

Zohi stocherte Straßburg zu einer guten Ausgangsposition fürs Rückspiel


Eintracht Frankfurt hat das Playoff-Hinspiel für die Qualifikation zur Gruppenphase der Europa League bei Racing Straßburg 0:1 (0:1) verloren. Das Tor für die Franzosen erzielte Kevin Zohi in der 33. Minute. Die Eintracht muss damit das Rückspiel in Frankfurt am 29.8. (20.30 Uhr; TV: RTL Nitro) mit zwei Toren Unterschied gewinnen, um nach der regulären Spielzeit in die Gruppenphase einzuziehen. Bei einem 1:0 nach 90 Minuten würde es Verlängerung geben.

Im Vergleich zum 1:0-Sieg gegen Hoffenheim wechselte Eintracht-Trainer Adi Hütter einmal: Lucas Torro begann für Dominik Kohr. Nachdem beide Teams in den ersten Minuten auf Sicherheit bedacht waren, übernahm Straßburg mehr und mehr die Kontrolle. In der 11. Minute setzte Stürmer Ludovic Ajorque den Ball aus acht Metern ans Außennetz. Nach einer Straßburger Ecke herrschte Unordnung im Frankfurter Strafraum, Zohi spitzelte den Ball zur Führung über die Linie (33.). Ajorque hatte fünf Minuten später eine gute Chance auf das 2:0, setze den Ball aber per Außenrist knapp neben den Pfosten.

In die zweite Hälfte starteten die Frankfurter nicht nur mit Goncalo Paciencia für Ante Rebic und Sebastian Rode für Mijat Gacinovic, sondern auch wesentlich besser. Nach nicht einmal einer Minute scheiterte Daichi Kamada aus sieben Metern am Straßburger Torwart Matz Sels.

Vier Minuten später hatte der Japaner erneut eine gute Gelegenheit. Vor seinem von Sels stark parierten Schuss gab es ein Handspiel von Racing-Verteidiger Alexander Djiku, der Schiedsrichter entschied aber nicht auf Elfmeter. Kostic (61.) und Paciencia (85.) vergaben in der Folge noch aussichtsreiche Gelegenheiten für die Hessen.

Racing Straßburg - Eintracht Frankfurt 1:0 (1:0)
1:0 Zohi (33.)
Straßburg: Sels - Koné, Djik, Mitrovic, Carole - Lala, Martin, Thomasson (76. Mothiba), Lienard - Zohi (64. Sissoko), Ajorque (86. Simakan)
Frankfurt: Trapp - Abraham, Hasebe, Hinteregger - da Costa, Torro, Fernandes (78. Kohr), Kostic, Kamada, Gacinovic (46. Rode) - Rebic (46.Paciencia)
Schiedsrichter: Kruzliak (Slowakei)
Gelbe Karten: Martin, Kone, Thomasson / Abraham, Hasebe

svs



insgesamt 9 Beiträge
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noalk 22.08.2019
1. kein Beinbruch
0:1 auswärts bei einem gleichwertigen Gegner ist kein Grund zum traurig sein. Zuhause haben die roten Adler noch alle Möglichkeiten.
hitcher 23.08.2019
2. erster Dämpfer
Erster Dämpfer für die euphorisiert-überheblichen Adler. Die Franzosen waren ein anderes Kaliber als Tallinn oder Vaduz. 2 Tore zu schießen ohne nicht auch noch eines zu fangen ist mit Rebic vorne und Trapp hinten ist auch nicht ganz einfach. Schaun mer mal...
CancunMM 23.08.2019
3.
Zitat von hitcherErster Dämpfer für die euphorisiert-überheblichen Adler. Die Franzosen waren ein anderes Kaliber als Tallinn oder Vaduz. 2 Tore zu schießen ohne nicht auch noch eines zu fangen ist mit Rebic vorne und Trapp hinten ist auch nicht ganz einfach. Schaun mer mal...
Stimmt was mit Ihrer Wahrnehmung nicht ? Habe bei der Eintracht bisher keine überheblichen Worte gehört. Im Gegenteil, man hört eher sehr realistische Töne. Ach und das Straßburg ein anderes Kaliber als Talinn oder Vaduz sind....wer hätte das gedacht.
Klangstof 23.08.2019
4. Offensive Defizite
Zitat von hitcherErster Dämpfer für die euphorisiert-überheblichen Adler. Die Franzosen waren ein anderes Kaliber als Tallinn oder Vaduz. 2 Tore zu schießen ohne nicht auch noch eines zu fangen ist mit Rebic vorne und Trapp hinten ist auch nicht ganz einfach. Schaun mer mal...
Ich wüsste auch nicht, wer bei der SGE überheblich ist. Die Eintracht hat in der letzten Saison fast das EL Finale gespielt und hat sich Respekt und Anerkennung verschafft. Es ist nicht so, dass Bobic die Medien bittet, die Eintracht zu hypen. Mir als Fan geht es auch heute gut, die Performance gestern war in HZ 1 dürftig, in HZ 2 akzeptabel, jedoch mit nur mäßiger Durchschlagskraft. Kamada hat mir mal wieder gut gefallen. Ähnlich wie bei Bayern-Fans die Kritik laut wird am Offensivkonzept von Kovac, ist es bei uns ähnlich. Laufwege bestimmen Passwege. So einfach ist es im Fußball. Wenn aber keine Dynamik, keine Laufwege, wenig Genauigkeit zusammenkommen, dann wirds vorne im letzten Drittel schwierig. Es sieht oft nach Zufall aus. Der Ballbesitz bzw. die Qualität dessen ist extrem optimierungsbedürftig. Es ist eine einfache Kausalkette: Verliert man vorne zu oft den Ball, muss man gegenpressen, im Falle eines gegnerischen Konters sogar schnell defensiv umschalten ergo sprinten, immer wieder. Das kostet Energie, die man im Laufe des Spiels bräuchte, um mit Übersicht und auch mal Ballbesitz (Erholung "am Ball") den Gegner zu beschäftigen. Ballbesitzphasen muss eine Mannschaft können und zwar unter Gegnerdruck, das ist die Kunst dabei. 17 Querpässe vor dem eigenen Strafraum ohne Ideen und Inspiration für ein strukturiertes Aufbauspiel ist eben keine Qualität. Zu Rebic: Ich habe nie geglaubt, dass er von einem Topclub wie Atlético nachgefragt würde. Er hat zu viele Defizite in seinem Spiel, oft beißt er sich unnötig in Zweikämpfen (gerne gegen 2-3 Mann) fest, verpasst ein Abspiel, will oft mit dem Kopf durch die Wand oder ist wie gestern einfach nur faul beim Anlaufen. Wenn er wechseln will, muss das geklärt werden, denn neben Dost müsste dann ohnehin noch ein weiterer Stürmer kommen. Also, die Ausgangslage für das Rückspiel ist suboptimal, dennoch ist bei 100 % Waldstadion-Powerfußball ein 2:0, 3:1 etc. möglich. Forza SGE!
lofi 23.08.2019
5.
0:1 ist ein gefährliches Resultat. Ich hoffe sehr, dass Eintrachts neue Europareise nicht schon Ende August zu Ende ist. Denn im Unterschied zu anderen Teams sind Mannschaft und Fans sehr reisewillig.
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