Europa League Stuttgart droht das Aus im Achtelfinale

Die Europa League geht in die heiße Phase - und dürfte bald ohne deutsche Clubs stattfinden: Stuttgart, letzter verbliebener Bundesligist im Wettbewerb, hat sein Achtelfinal-Hinspiel gegen Lazio verloren und braucht nun bei den heimstarken Römern ein kleines Wunder.

AFP

Hamburg - 1998 hat Stuttgart letztmals ein Europapokal-Viertelfinale erreicht - und auch in diesem Jahr dürfte der Club seine Durststrecke nicht beenden. Im Achtelfinale-Hinspiel der Europa League verlor das letzte verbliebene deutsche Team im Wettbewerb zu Hause gegen Lazio Rom 0:2 (0:1). Für die Italiener, in der Runde zuvor gegen Mönchengladbach erfolgreich, trafen Ederson (21. Minute) und Ogenyi Onazi (56.).

"Beide Gegentore kamen aus dem Nichts. Bei Lazio war Erfahrung ohne Ende auf dem Platz, das hat man gemerkt. Sie haben Fehler eiskalt ausgenutzt", sagte VfB-Sportdirektor Fredi Bobic: "Wir sind enttäuscht, aber vom Einsatz her kann man der Mannschaft keinen Vorwurf machen."

Damit braucht Stuttgart im Rückspiel am 14. März (21.05 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) einen hohen Auswärtssieg, um das Viertelfinale noch zu erreichen. Allerdings sind die Italiener in dieser Europapokal-Saison noch ohne Heimniederlage, vier seiner fünf Spiele konnte Lazio im eigenen Stadion gewinnen. Die Partie wird ohne Zuschauer stattfinden, die Uefa hatte Lazio wegen rassistischer Vorfälle der Fans zu einem "Geisterspiel" verurteilt.

Harnik kommt, Lazio trifft

In Stuttgart war der VfB zunächst bestimmend, doch Shinji Okazaki (16. Minute) scheiterte mit einem Flugkopfball an Lazio-Keeper Federico Marchetti. Dann nutzten die Gäste ihre erste Chance zur Führung: Ederson setzt sich an der Strafraumgrenze gegen William Kvist durch und traf mit einem satten Linksschuss. Anschließend bestimmten die Römer die Partie, Lorik Caca (30.) und Ederson (41.) vergaben per Kopf das mögliche zweite Tor. Anschließend musste Stuttgarts Alexandru Maxim verletzt ausgewechselt werden, er hatte sich bei einem Foul von Hernanes einen Nasenbeinbruch und eine Gehirnerschütterung zugezogen.

Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit schaffte es Stuttgart nicht, die Kontrolle über die Partie zu gewinnen. Trainer Bruno Labbadia wechselte zwar offensiv und brachte Martin Harnik (55.) für Kvist, das zweite Tor aber schoss Lazio. Onazi (56.) dribbelte von der Mittellinie los, spielte erst Christian Gentner und dann Antonio Rüdiger aus und traf schließlich problemlos zum 2:0.

Der VfB drängte noch auf den Anschlusstreffer, doch Okazaki (63.) und Tamas Hajnal (78.) vergaben ihre Chancen. Auf der Gegenseite hatte aber auch Lazio noch mehrere Möglichkeiten, um für ein noch deutlicheres Ergebnis zu sorgen.

VfB Stuttgart - Lazio Rom 0:2 (0:1)
0:1 Ederson (21.)
0:2 Onazi (56.)
Stuttgart: Ulreich - Sakai, Tasci, Rüdiger, Boka - Kvist (55. Harnik) - Maxim (41. Hajnal), Gentner - Okazaki, Traore - Macheda (90.+3 Holzhauser)
Rom: Marchetti - Pereirinha, Cana, Ciani, Radu - Hernanes (72. Gonzalez) - Candreva, Lulic - Onazi, Ederson (64. Ledesma) - Kozak (84. Floccari)
Schiedsrichter: Alexandru Dan Tudor (Rumänien)
Zuschauer: 28.750
Gelbe Karten: Tasci, Harnik (2) - Hernanes, Ciani (2), Cana (5)

leh/sid



insgesamt 17 Beiträge
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Seite 1
deschi85 07.03.2013
1.
Deutsche Mannschaften in der Champions League hui in der Europa League pfui
hfftl 07.03.2013
2. .
Zitat von deschi85Deutsche Mannschaften in der Champions League hui in der Europa League pfui
Das Urteil ist vielleicht etwas zu hart. Zumindest Hannover hatte auch einfach Pech. Stuttgart dagegen - was sollte man groß erwarten?
derpolokolop 07.03.2013
3. Sowas passiert...
wenn mal ein Gegner aufm Platz steht.
JerryFletcher 07.03.2013
4. Wenn...
...dann noch Schalke aus der CL rausfliegt ist Essig mit beste Liga der Welt. Zwei konkurrenzfähige Teams, danach kommt erstmal wenog bis nix.
dreimalneun 07.03.2013
5. Mehr
kann man von Stuttgart nicht erwarten Hatten in der vorhergehenden Runde viel Glück, dass die Belgier noch schlechter waren.
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