Europa League Werder und Hertha feiern Siege, HSV bleibt torlos

Erlösende Treffer in der Schlussphase: Bremen tat sich gegen Austria Wien lange schwer, siegte am Ende aber doch souverän - und steht in der Zwischenrunde. Auch Hertha BSC konnte in Heerenveen jubeln. Der Hamburger SV kam gegen Celtic Glasgow nicht über ein Unentschieden hinaus.

dpa

Hamburg - Gegen Austria Wien zeigten die Bremer eine engagierte Leistung und kontrollierten den Gegner über weite Teile der Partie - nur ein Treffer wollte der Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf zunächst nicht gelingen. Erst die späten Tore von Tim Borowski (81. Minute) und Hugo Almeida (84.) sorgten doch noch für den Erfolg des Bundesligisten, der seine Führung in der Gruppe L verteidigt. Da die Konkurrenten National Funchal und Athletic Bilbao nur 1:1 spielten, gelang Werder vorzeitig die Qualifikation für die Zwischenrunde.

Hamburg kam gegen den schottischen Erstligisten Celtic Glasgow nur zu einem 0:0, bleibt aber Zweiter in der Gruppe C. An Toren mangelte es im Spiel von Hertha BSC beim niederländischen Vertreter SC Heerenveen nicht. Am Ende sprang ein 3:2 (1:2)-Sieg heraus. Die Treffer für Hertha gelangen Valeri Domovchiyski (21./52.) und Artur Wichniarek (90.+1). Berlin belegt in der Gruppe D mit nun vier Punkten den dritten Platz.

Auch ohne die verletzten Leistungsträger Torsten Frings und Claudio Pizarro fand Werder gut ins Spiel und zeigte sich in der Anfangsphase überlegen. Ungeachtet ihrer schlechten Tabellensituation in der Gruppe L zogen sich die Gäste extrem weit in die eigene Hälfte zurück und entwickelten in der Anfangsphase vor 25.000 Zuschauern im Weserstadion kaum Offensivdrang.

Bremen mit offensivem Beginn

Bereits in der achten Minute hätten die Bremer in Führung gehen können. Frings-Ersatz Peter Niemeyer zog aus 20 Metern Entfernung ab, verfehlte das Austria-Tor allerdings knapp. Der erste ernsthafte Angriff der Österreicher sorgte wenig später für Gefahr vor dem Tor des Erstligisten. Nach einem Alleingang von Mannschaftskapitän Milenko Acimovic konnte Werder-Torwart Tim Wiese in der 17. Minute den Schuss zur Ecke abwehren.

Glück hatten die Gastgeber in der 23. Minute als Clemens Fritz seinen Gegenspieler Marin Leovac im Strafraum zu Fall brachte. Schiedsrichter Stefan Johannesson verweigerte den Wienern den durchaus vertretbaren Elfmeter.

Werder-Keeper Wiese mit guten Paraden

Kurz darauf stand der Bremer Keeper Wiese erneut im Blickpunkt, als er reaktionsschnell einen Schuss von Emin Sulimani entschärfte (27.). Auch in dieser Szene war die Hintermannschaft des Bundesliga-Zweiten zu sorglos, was Trainer Schaaf am Spielfeldrand in Rage versetzte. Werder hatte das Spiel zwar im Griff, verpasste es aber, konsequent Druck auf das Austria-Tor aufzubauen. Ohne Treffer ging es in die Halbzeitpause.

Nach Wiederanpfiff verlief die Partie nach dem gleichen Schema: Werder beherrschte das Spiel, kam zu Chancen, blieb im Abschluss aber harmlos. So traf Mesut Özil nach einer guten Einzelaktion nur links neben das Tor (49.), Angreifer Aaron Hunt brachte aus guter Position nicht genug Druck hinter den Ball (50.).

In der 58. Minute entschärfte Wiese einen Flachschuss von Matthias Hattenberger. Sechs Minuten später hatte der kurz zuvor eingewechselte Schwede Markus Rosenberg die Führung auf dem Fuß, scheiterte jedoch im Nachschuss an Austria-Torwart Robert Almer. Nach dem Treffer von Borowski, der zuvor bereits eine dicke Chance vergeben hatte, machte der nach der Pause eingewechselte Almeida alles klar.

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