European Club Association Juve-Boss Agnelli beerbt Rummenigge

Neun Jahre lang stand Karl-Heinz Rummenigge der europäischen Klubvertretung ECA vor, nun übernimmt Juventus-Präsident Andrea Agnelli. Eine grundlegende Neuausrichtung der Interessenvertretung ist nicht zu erwarten.

Andrea Agnelli (l.), Karl-Heinz Rummenigge
AFP

Andrea Agnelli (l.), Karl-Heinz Rummenigge


Der Präsident von Italiens Rekordmeister Juventus Turin, Andrea Agnelli, steht künftig der europäischen Klubvereinigung European Club Association (ECA) vor. Die mehr als 200 Mitglieder wählten den 41-Jährigen in Genf zum Vorsitzenden der Interessenvertretung.

Agnelli folgt auf Karl-Heinz Rummenigge, der der ECA seit ihrer Gründung 2008 vorgesessen hatte und nicht mehr zur Wahl antrat. Gemeinsam mit Ivan Gazidis, dem Geschäftsführer des FC Arsenal, wird Agnelli künftig auch dem Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union (Uefa) angehören. Agnellis Amtszeit ist zunächst auf zwei Jahre begrenzt.

Die ECA vertritt 220 Vereine in Europa und ist ein wichtiger Verhandlungspartner für die Uefa, besonders mit Blick auf die Zulassungsbedingungen und die Verteilung der Preisgelder in Champions League und Europa League. Bayern Münchens Vorstandsvorsitzender Rummenigge hatte sich bereits am Montag in Genf mit einer Rede von den ECA-Mitgliedern verabschiedet.

"Mehr erreicht, als wir je zu träumen wagten"

"Ich glaube, wir haben die richtigen Dinge getan. Die ECA ist zu einem starken Partner der Uefa und Fifa geworden. Als wir angefangen haben, hatten wir Visionen - heute können wir stolz sagen, dass wir innerhalb einer Dekade mehr erreicht haben, als wir je zu träumen wagten", sagte Rummenigge.

Zuletzt war die Klubvertretung maßgeblich an der Reform der Champions League und Europa League (ab 2018/2019) beteiligt, die deutlich mehr Geld und den vier großen Ligen vier Plätze in der Gruppenphase der Königsklasse garantiert.

Die Kritik, innerhalb der ECA würden die großen Klubs wie die Bayern, Real Madrid, der AC Mailand oder Manchester United die "Kleinen" unterdrücken, lässt Rummenigge nicht gelten. Dass mit dem Präsidenten von Juventus nun allerdings erneut der Lenker eines europäischen Fußball-Schwergewichts die Führungsrolle übernimmt, wird die Kritiker in ihrer Überzeugung stärken.

chh



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Nonvaio01 05.09.2017
1. die mehr als 200 mitglieder haben gewaehlt
was soll dann der letzte satz das die kleinen nicht zufriedne sind mit Ihm. Die durften auch waehlen.
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