Ehemaliger Fifa-Generalsekretär Einspruch abgelehnt - Jérôme Valcke bleibt gesperrt

Er war die rechte Hand von Joseph Blatter, dann wurde er durch die Fifa-Ethikkommission gesperrt: Gegen das Urteil hatte Jérôme Valcke im vergangenen Jahr Einspruch eingelegt. Dieser wurde nun abgewiesen.
Jérôme Valcke (Oktober 2017)

Jérôme Valcke (Oktober 2017)

Foto: FABRICE COFFRINI/ AFP

Der frühere Fifa-Generalsekretär Jérôme Valcke bleibt weiterhin für alle Aktivitäten im Fußball gesperrt: Der Internationale Sportgerichtshof Cas hat den Einspruch des Franzosen gegen seine im vergangenen Jahr verhängte zehnjährige Sperre zurückgewiesen.

Valcke, einst die rechte Hand des bis 2023 ebenfalls gesperrten Fifa-Präsidenten Joseph Blatter, war von der Ethikkommission des Fußball-Weltverbandes Fifa wegen mehrerer Verstöße gegen den Ethikkodex im Februar 2016 zunächst für zwölf Jahre aus dem Verkehr gezogen worden. Zudem sollte der 57-Jährige eine Geldstrafe von 100.000 Schweizer Franken zahlen.

Ihm wurde unter anderem zur Last gelegt, sich als Generalsekretär nach Erkenntnissen der Ermittler beim Ticketverkauf für WM-Endrunden persönlich bereichert zu haben. Ferner solle er den Versuch unternommen haben, TV-Rechte für mehrere Weltmeisterschaften zu Preisen weit unterhalb des Marktwerts zu veräußern. Außerdem habe er private Reisen auf Kosten des Weltverbandes unternommen.

Die Fifa-Berufungskommission hatte die Verurteilung von Valcke im Juli 2016 grundsätzlich bestätigt, die Sperre der Fifa-Ethikkommission aber von zwölf auf zehn Jahre reduziert.

Der Cas begründet seine Entscheidung mit der Schwere der Tat . Die Sanktionen, bestehend aus zehnjähriger Sperre und Strafzahlung seien "gänzlich angemessen".

Valcke wurde im Januar 2007 überraschend Fifa-Generalsekretär, nachdem er nur wenige Monate zuvor wegen eines für den Weltverband kostspieligen Managementfehlers entlassen worden war.

ngo/AP/sid
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