Ehemaliger Schalker Marc Wilmots wird Nationaltrainer in Iran

Mit Belgien schaffte es Marc Wilmots bei der WM 2014 und der EM 2016 jeweils ins Viertelfinale. Nun soll der Ex-Schalker Iran zur WM 2022 in Katar führen. Bei einer anderen Station scheiterte er zuletzt.

Als belgischer Nationaltrainer nahm Marc Wilmots an der WM 2014 und der EM 2016 teil
Pascal Rossignol / REUTERS

Als belgischer Nationaltrainer nahm Marc Wilmots an der WM 2014 und der EM 2016 teil


Der frühere Schalker Mittelfeldspieler Marc Wilmots wird neuer Trainer der iranischen Fußball-Nationalmannschaft. Das gab der Präsident des nationalen Verbands FFI, Mehdi Tadsch, am Mittwoch in Teheran bekannt. Der 50 Jahre alte Belgier werde noch diese Woche nach Teheran reisen, um einen Vertrag bis nach der WM 2022 in Katar zu unterzeichnen, hieß es.

Iran ist seit dem Rücktritt des Portugiesen Carlos Queiroz im Januar dieses Jahres ohne Nationaltrainer und hat seitdem kein Länderspiel bestritten. Zuletzt wurden auch die beiden Niederländer Dick Advokaat und Bert van Marwijk als Kandidaten gehandelt.

Wilmots, der als Spieler 1997 mit Schalke den Uefa-Cup gewann und 2002 deutscher Pokalsieger wurde, trainierte zwischen 2012 und 2016 die belgische Nationalmannschaft und führte das Team zur WM 2014 sowie zur EM 2016. Bei beiden Turnieren war jeweils im Viertelfinale Schluss.

Im März 2017 übernahm er die Nationalelf der Elfenbeinküste. Weil er mit seinem Team aber die Qualifikation für die WM 2018 verpasste, wurde die Zusammenarbeit schon im November 2017 wieder beendet. Seitdem war Wilmots ohne Anstellung.

Iran steht aktuell auf Platz 21 der Fifa-Weltrangliste. Beim Asien-Cup erreichte das Team im Januar das Halbfinale. Wilmots soll es nun zur WM-Endrunde 2022 in Katar führen.

mey/dpa



insgesamt 2 Beiträge
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juba39 15.05.2019
1. Warum eigentlich nicht?
Während iranische Kicker in Westeuropas Eliteligen sehr wohl willkommen sind, soll das Training deren Nationalmannschaft ein Tabubruch sein? Da dürften aber einige Nationalmannschaften weltweit ohne Trainer bleiben. Verbieten wir demnächst auch deutschen Trainern, vor allem aus dem Osten des Landes, im Ausland als Trainer zu arbeiten? In der Vergangenheit enstanden ja so schon mal ernsthafte Konkurrenten für die Deutschen. Von Südkorea bis zur Schweiz gibt es da genug Beispiele.
Schartin Mulz 15.05.2019
2. Passt doch
Als Ex-Schalker ist er doch gewohnt, in Krisengebieten zu arbeiten.
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