FA-Cup-Sieg für Arsenal Aller guten Titel sind 13

Zum 13. Mal hat der FC Arsenal den FA Cup gewonnen, den ältesten Fußballwettbewerb der Welt. Die Gunners besiegten überraschend Meister Chelsea. Per Mertesacker startete zum ersten Mal seit 13 Monaten.

Arsenal-Keeper David Ospina pariert gegen Diego Costa
AFP

Arsenal-Keeper David Ospina pariert gegen Diego Costa


Erstmals seit 19 Jahren nicht in der Champions League - aber der FC Arsenal darf sich mit dem Gewinn des FA Cups trösten. Im Wembley-Stadion gewann die Mannschaft von Arsène Wenger 2:1 gegen den Englischen Meister Chelsea. Ein eigentlich irreguläres Tor von Alexis Sánchez brachte die Gunners in Führung. Diego Costa glich für die Blues in Unterzahl aus, nachdem Victor Moses vom Platz geflogen war. Aber Aaron Ramsey konterte mit dem Siegtreffer.

In seinem 20. FA-Cup-Finale (Rekord) war es der 13. Erfolg für Arsenal - auch das ist eine Rekordmarke im ältesten noch ausgespielten Fußballwettbewerb der Welt. Meister Chelsea konnte in Bestbesetzung antreten, aber Wenger musste auf drei Verteidiger verzichten: Laurent Koscielny war gesperrt, Shkodran Mustafi und Gabriel verletzt. So kam Per Mertesacker zu seinem ersten Startelfeinsatz seit über einem Jahr. Außerdem stand überraschend David Ospina an Stelle von Peter Cech im Tor.

Arsenals Defensive hatte so noch nie zusammengespielt, doch sie wurde in der Anfangsphase des Spiels kaum geprüft. Denn die Gunners begannen dominant und drängten Chelsea weit zurück. Bereits nach vier Minuten ging Arsenal in Führung, doch das Tor hätte nicht zählen dürfen. Ein versuchter Chippass von Sánchez hinter die Chelsea-Abwehr wurde von David Luiz per Kopf zurück zu Sánchez geklärt. Der Chilene holte den Ball wie ein Volleyballer mit den Armen herunter und bezwang Thibaut Courtois im Tor der Blues.

Hoch überlegene Gunners

Nach einer Viertelstunde hätte es bereits 2:0 stehen können, als Mesut Özil nach einem Sánchez-Pass Courtois mit einem präzisen Schuss überwand. Aber Verteidiger Gary Cahill schlug den Ball von der Torlinie. Wenig später köpfte Danny Welbeck nach einer Özil-Ecke gegen den linken Pfosten, den Nachschuss setzte Ramsey erneut an den Pfosten. Nachdem Courtois auch noch einen Distanzschuss von Granit Xhaka pariert hatte, musste Arsenal sich ärgern, nur mit einer knappen Führung in die Pause zu gehen.

Nach Wiederanpfiff war Chelsea deutlich besser im Spiel und attackierte Arsenal früher. Klare Torchancen sprangen dabei allerdings nicht heraus, und in der 68. Minute wurde Victor Moses nach einer Schwalbe im Strafraum mit Gelb-Rot vom Platz gestellt - anders als beim 1:0 eine hervorragende Entscheidung von Schiedsrichter Anthony Taylor.

In Unterzahl jedoch kamen die Blues zum Ausgleich. Ein hohes Anspiel von David Luiz wurde von Diego Costa mit der Brust angenommen. Der anschließende Abschluss des Stürmers wurde von Mertesacker abgefälscht, schien aber trotzdem nicht unhaltbar für Ospina (76. Minute).

Die Freude des Meistes währte allerdings nur drei Minuten, dann ging Arsenal erneut in Führung. Der gerade erst eingewechselte Olivier Giroud flankte von der linken Grundlinie auf den Kopf von Ramsey. Der Waliser traf in die rechte Torecke. Damit sicherte er seinem Trainer dessen siebten FA-Cup-Titel - mehr als jeder andere Trainer in der englischen Fußballgeschichte. Ob Wenger allerdings bleibt, das hat der Coach immer noch nicht bekannt gegeben.

Arsenal - Chelsea 2:1 (1:0)
1:0 Sánchez (4.)
1:1 Diego Costa (76.)
2:1 Ramsey (79.)
Arsenal: Ospina - Holding, Mertesacker, Monreal - Bellerín, Ramsey, Xhaka, Oxlade-Chamberlain (82. Coquelin) - Özil, Sánchez (90. Elneny) - Welbeck (78. Giroud)
Chelsea: Courtois - Azplicueta, David Luiz, Cahill - Moses, Kanté, Matic (61. Fàbregas), Alonso - Pedro (72. Willian), Diego Costa (88. Batshuayi), Hazard
Gelbe Karten: Ramsey, Holding, Xhaka, Coquelin / Moses, Kanté
Gelb-Rot: Moses (68.)
Schiedsrichter: Taylor
Zuschauer: 89.472

rae



insgesamt 2 Beiträge
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Seite 1
achterhoeker 27.05.2017
1. Irreguläre Tore?
Man hat's einfach satt.
frank_w._abagnale 27.05.2017
2. Wechsel.
Jetzt kann Alexis Sanchez beruhigt nach München wechseln.
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