Fall Deisler DFB stellt Vorermittlungen ein


Frankfurt am Main - Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat am Montag laut seines Vorsitzenden Horst Hilpert die Vorermittlungen gegen Sebastian Deisler und den FC Bayern München eingestellt.

Somit wird es zunächst kein Verfahren wegen eines möglichen Verstoßes gegen die Wechselbestimmungen geben. Entscheidend für das weitere Vorgehen in der Kontroverse um das 20-Millionen-Mark-Darlehen von Rekordmeister Bayern München an den Nationalspieler wird die Klärung der Frage sein, ob die Regelung des Paragraphen 4, Nr. 1, Absatz 2 der Lizenzordnung Spieler (LOS) aufgehoben wird oder nicht.

Nach Prüfung des Falles stellte der Kontrollausschuss-Vorsitzende Hilpert fest: "Aufgrund der derzeitigen Rechtslage wäre nunmehr ein Sportstrafverfahren einzuleiten. Andererseits werden von zuständiger Seite Bestrebungen angekündigt, die einschlägige Vorschrift bald außer Kraft zu setzen. Dies würde nach staatlichem Recht und nach Sportrecht bewirken, dass in diesem Fall eine Verurteilung wegen vorher begangener etwaiger Verstöße nicht mehr erfolgen darf."



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