Kurzpässe ManUnited setzt sich ab, Adler gibt Comeback

Beim Ticketverkauf für die Partie gegen Schalke ist es zu Tumulten unter Dortmunder Fans gekommen. Erstmals nach seiner elfmonatigen Verletzungspause spielt René Adler am Mittwoch wieder für Leverkusen. Und: Manchester United hat bei den Blackburn Rovers gewonnen.

Manchester-Stürmer Rooney (l.): Sieg bei den Blackburn Rovers
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Manchester-Stürmer Rooney (l.): Sieg bei den Blackburn Rovers


Hamburg - Der freie Verkauf der Resttickets für die Partie zwischen Schalke 04 und dem BVB hat in Dortmund für Tumulte gesorgt. Nach Club-Angaben hatten bereits am Sonntag viele Fans vor der Geschäftsstelle Zelte aufgebaut, um am Montag beim Verkauf der letzten rund 1000 Karten für das Revierderby am 14. April (15.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) ganz vorn dabei sein zu können. Offenbar ausgelöst durch Schwarzmarkthändler, die sich in der Schlange vorschieben wollten, kam es zu einem Gedränge, nach dem sich zwei weibliche Fans in ärztliche Behandlung begeben mussten. Auf dem Parkplatz der BVB-Geschäftsstelle entstand zudem ein geringer Sachschaden durch Personen, die in der Nacht ein Feuer entzündet hatten.

Unterdessen hat der BVB mehrere Anhänger aus einer Ultra-Fangruppierung mit Stadionverboten von jeweils drei Jahren belegt. Nach Angaben des Vereins wurde damit auf ein beleidigendes und homophobes Transparent reagiert, das beim Spiel gegen Werder Bremen (1:0) am 17. März auf der Südtribüne der Dortmunder Arena gezeigt wurde.

Fast elf Monate nach seinem bisher letzten Bundesligaspiel für Bayer Leverkusen wird René Adler am Mittwoch sein Comeback in der Regionalliga geben. Der ehemalige Nationaltorhüter, der sich im Juli 2011 einer Patellasehnen-Operation unterzogen hatte, wird im Spiel der Bayer-Reserve gegen den VfL Bochum II im Tor stehen.

Spitzenreiter Manchester United hat seinen Vorsprung in der englischen Premier League ausgebaut. Die "Red Devils" besiegten die Blackburn Rovers durch Tore von Antonio Valencia (81. Minute) und Ashley Young (86.) 2:0 (0:0). Nach dem Auswärtssieg liegt United sieben Partien vor Saisonende fünf Punkte vor Stadtrivale City.

Knapp fünf Monate nach seiner Herzoperation rückt das Comeback von Antonio Cassano näher. Eine Ärztekommission gab grünes Licht für ein Comeback des 29-Jährigen. Das letzte Wort hat jedoch das Institut für sportliche Medizin in Rom. Sollte Cassano den letzten Test bestehen, soll die Spielerlizenz des Torjägers vom AC Mailand erneuert werden. Der Stürmer hatte sich Anfang November in Mailand einer Herzoperation unterziehen müssen, bei der ein kleines Loch zwischen den Herzvorhöfen geschlossen wurde.

Der abstiegsbedrohte Serie-A-Club CFC Genua hat sich von seinem Trainer Pasquale Marino getrennt. Wie der Verein einen Tag nach dem 4:5 bei Inter Mailand mitteilte, kehrt Alberto Malesani auf den Posten zurück. Er hatte die Mannschaft bereits bis zum Dezember 2011 betreut. Genua steht acht Spieltage vor dem Saisonende auf dem 16. Tabellenplatz.

Zweitligist FC St. Pauli darf für das Punktspiel am 22. April gegen Hansa Rostock den Gästefans keine Eintrittskarten zur Verfügung stellen. Das hat das Verwaltungsgericht Hamburg in einem Eilverfahren entschieden. Es wies einen Widerspruch des FC St. Pauli zurück, nachdem die Hamburger Polizei dem Club untersagt hatte, 2500 Sitz- und Stehplatzkarten für das Spiel an Hansa Rostock abzugeben.

Der zurzeit verletzte Verteidiger Oliver Barth erhält beim SC Freiburg keinen neuen Vertrag. Der aktuelle Kontrakt des 32-Jährigen läuft zum Saisonende aus. Barth war 2007 von Fortuna Düsseldorf nach Freiburg gewechselt und hat seitdem 83 Ligapartien für den Club bestritten. Wegen eines Innenbandrisses im rechten Knie muss der Innenverteidiger seit Ende November 2011 pausieren.

Uefa-Präsident Michel Platini hat ein lebenslanges Berufsverbot für Profis gefordert, denen eine Beteiligung an Spielmanipulationen nachgewiesen werden kann. Die Spieler hätten aus seiner Sicht die größte Verantwortung im Kampf gegen Verschiebungen und müssten daher im Falle einer Verfehlung auch entsprechend hart bestraft werden. Für den 56-Jährigen sei das Problem der Manipulation die größte Bedrohung für den Fußball. "Diese Dinge töten den Fußball. Sie verunreinigen die Seele des Spiels", sagte der Franzose.

leh/dpa/sid

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