DFB-Appell Vereine sollen Fahnen immer zulassen

Die Beschwerden von Fanvertretern hatten offenbar Erfolg: Die Fußballvereine der ersten drei Ligen sollen Zuschauern die uneingeschränkte Mitnahme von Fahnen, Trommeln und Megafonen erlauben. Zwei Klubs hatten kürzlich mit Einschränkungen für Ärger bei den Fans gesorgt.
Fan-Plakate in Fürth: Choreografien gehören dazu

Fan-Plakate in Fürth: Choreografien gehören dazu

Foto: LISI NIESNER/ REUTERS

Hamburg - Der DFB hat in einem Schreiben vom Mittwoch an die Vereine der obersten drei Ligen appelliert, bestimmte Fanutensilien freizugeben. Das bestätigte Gerald von Gorrissen, beim DFB zuständig für Fanbelange, dem Portal "Faszination Fankurve" . Der Verband prüfe noch, ob man sich auch an Vereine unterhalb der dritten Liga richten könne.

Laut "Faszination Fankurve" empfiehlt der DFB den Vereinen, sogenannte Doppelhalter zu erlauben, das sind Fahnen mit zwei Haltestangen. Bei Heimspielen von Preußen Münster und dem Wuppertaler SV wurden diese vor kurzem verboten. Auch die Freigabe von Fahnen, Zaunfahnen, Megafonen, Trommeln und Materialien zur Durchführung von Choreografien für Heim- und Auswärtsfans ist Teil des DFB-Appells.

Gegenüber SPIEGEL ONLINE erklärte der DFB, dass es sich dabei nicht um eine Anweisung, sondern um einen Vorschlag handelt. Ziel des Appells sei eine Vereinheitlichung der Richtlinien im Sinne der Fans.

Fanorganisationen kritisieren seit Jahren die unterschiedlichen Regelungen der verschiedenen Fußballvereine. Oft werden Einschränkungen - beispielweise bei Sicherheitsspielen - als willkürlich wahrgenommen. ProFans fordert deshalb die Einführung von Mindeststandards an empfohlenen Fanutensilien.

cte/mon
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