Uefa-Verhandlung Eintracht-Fans droht Ausschluss in Lissabon

Für die Anhänger von Eintracht Frankfurt war diese Europa-League-Saison bisher eine große Party. Zum Viertelfinale bei Benfica Lissabon bangen die Fans jedoch um die Teilnahme. Die Uefa entscheidet am Donnerstag darüber.

Feuerwerk der Eintracht-Fans in Mailand
AFP Miguel Medina

Feuerwerk der Eintracht-Fans in Mailand


Eintracht Frankfurts Rechtsanwalt Christoph Schickhardt hofft, einen drohenden Ausschluss der Fußballfans des Bundesligisten beim Viertelfinal-Hinspiel in der Europa League bei Benfica Lissabon abwenden zu können. "Wir erwarten einen schwierigen Tag, und wir erhoffen mit unseren dezidierten Argumenten, dass die Uefa sagt, ihr bekommt eine hohe Geldstrafe, und die Bewährung wird noch einmal verlängert", sagte der Sportrechtsanwalt im Hessischen Rundfunk.

Die Europäische Fußball-Union wird am Donnerstag entscheiden, ob nach dem erneuten und verbotenen Pyrotechnik-Einsatz durch Eintracht-Anhänger im Rückspiel des Achtelfinals bei Inter Mailand die Gästefans ausgeschlossen werden oder nicht. Die Frankfurter spielen am 11. April in Lissabon und eine Woche später in Frankfurt.

"Rom war ein Desaster, die Reise nach Mailand ein voller Erfolg. 15.148 Fans waren dabei. Tagsüber ist nichts passiert, nicht einmal eine Espressotasse ist kaputt gegangen", sagte Schickhardt. "Wir haben hier eine andere Situation, die beiden Fälle sind nicht miteinander vergleichbar. Die Bewährung wird nur widerrufen, wenn der Fall ähnlich ist."

Wegen umfangreichen Abbrennens von Pyrotechnik durch Eintracht-Fans während des Gruppenspiels bei Lazio Rom hatte die Uefa Frankfurt mit einer Geldbuße von 80.000 Euro und einer Bewährung von zwei Jahren verurteilt. Als positive Ausgangslage bewertet Schickhardt, dass "die Uefa sieht, dass die Eintracht diesen Wettbewerb lebt sowie bereichert und schon in der ersten Runde ein ausverkauftes Stadion bietet. Außerdem sieht die Uefa unsere Bemühungen".

aha/dpa



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gnarze 26.03.2019
1. So ist das eben
Allen Anhängern musste klar werden, dass die Mannschaft auf Bewährung spielt und das es Sanktionen bei weiteren Verstößen geben wird. Umso schlimmer, dass eine Handvoll Idioten alle Fans nun ggfs. in Sippenhaft nehmen.
markusma 26.03.2019
2. Ich sag nur:
Selbstinzinierungsgeile Idioten !
egonon 26.03.2019
3. Das wäre nicht konsequent und träfe die Falschen,
denn warum sollte Benfica auf die Einnahmen aus dem Kartenverkauf für frankfurter Fans verzichten müssen. Schließlich waren es nicht die Hooligans ais Portugal sondern die aus Frankfurt, die diese idiotische Randale verursacht haben. Sachgerecht und konsequent wäre es satt dessen, wenn in Frankfurt eine Spiel ohne Zuschauer erfolgen müßte. Vielleicht wacht dann der Vorstand dort auf und geht gegen die eigenen Ultras vor. Aber soviel Hintern in der Hose traue ich der Uefa nicht zu.
selbständigdenkender 26.03.2019
4. Bei einer Sperre
muss in einem solche Fälle die Eintracht auch zusätzlich die Einnahmeausfälle der Portugiesen durch das nicht in Anspruch genommene Kartenkontingent ersetzen. Kommt also zur Strafe immer noch hinzu.
der_dr_Nickel 26.03.2019
5. Tja, so was...
...droht bei so was. Aber noch ist nicht Donnerstag und die Argumentation, dass der Ausschluss abgewendet werden kann, ist schlüssig. Unabhängig davon ist es aber wirklich zum weinen das innerhalb der Fanszene scheinbar kein Umdenken bei diesem Sch... einsetzt. Da waren 18tsd. in San Siro und es langen zwanzig?dreißig? Selbstdarsteller um die nächste Auswärtsfahrt ausfallen zu lassen. Na ja, die Fanszene hat ja direkt danach interne Konsequenzen angekündigt. Wollen wir mal hoffen das es auch umgesetzt wird und diese Hirnis bei der nächsten Ticketanfrage ausgeschlossen werden. Welches Standing die haben sollte Ihnen spätestens bei der Reaktion der übrigen aufgefallen sein: ihr seid offebächer; schlimmer kann die Verachtung nicht ausgedrückt werden.
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