Fan-Randale Hansa-Fans greifen eigene Spieler an

Hansa Rostock und Fan-Randale - eine schier unendliche Geschichte: Jetzt haben Hansa-Anhänger die eigenen Spieler noch auf dem Platz angegriffen. Vorausgegangen war ein sportlich enttäuschender Auftritt des Drittligisten im Pokalspiel gegen die unterklassige TSG Neustrelitz.


Hamburg - Anhänger des Fußball-Drittligisten Hansa Rostock sind erneut durch Fangewalt aufgefallen. Rund 50 von ihnen stürmten bei der Niederlage am Mittwoch im Landespokalfinale gegen die TSG Neustrelitz unmittelbar nach dem Treffer zum 0:3-Endstand in der 77. Minute den Platz, sie attackierten die Hansa-Profis verbal und manche auch körperlich. So wurden unter anderem die Rostocker Spieler Michael Blum und Matthias Holst leicht geschubst.

"Das sind natürlich Dinge, die der Verein scharf verurteilt", sagte Hansa-Vorstandschef Michael Dahlmann und kündigte Konsequenzen an: "Es ist klar, dass wir nicht einfach so zur Tagesordnung übergehen können." Für den Donnerstag kündigte der Traditionsclub, der in der Vergangenheit immer wieder wegen Ausschreitungen seiner Fans in die Schlagzeilen geraten war, eine Stellungnahme an.

Die Spieler reagierten schockiert auf die Vorkommnisse. "Das ist ein absoluter Tiefpunkt", sagte Stürmer Johan Plat. Trainer Marc Fascher konnte sich nach seinem letzten Spiel als Hansa-Trainer nur mit Mühe zurückhalten: "Ich muss mich stark zusammenreißen, um mir nicht den Mund zu verbrennen."

Auch sportlich war der Auftritt zum Saisonabschluss ein Desaster. Durch die Finalniederlage im Landespokal werden die Rostocker in der kommenden Saison erstmals nicht im DFB-Pokal vertreten sein. Die fehlende Startprämie von 108.000 Euro reißt ein weiteres Loch in die ohnehin leeren Kassen des finanziell angeschlagenen Vereins. Die Lizenz für die kommende Drittliga-Saison dürfte aber dennoch nicht in Gefahr sein, da das Geld in den an den Deutschen Fußball-Bund (DFB) eingereichten Lizenzunterlagen nicht eingeplant ist.

aha/sid



insgesamt 14 Beiträge
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rics 30.05.2013
1. Irgendwann
ist auch Schluss. Unfähigkeit und Söldnertum bringen den Verein an den Abgrund. Dieses Ergebnis war ein weiterer Schritt auf diesen. Peinlich, peinlich!
Byrdy100 30.05.2013
2. Ohne Worte
Randale ist in jeder Liga bekannt und auch hier sollte der DFB durchgreifen. Geldstrafe, Geisterspiele und die Randalierer
crunchy_frog 30.05.2013
3.
Zitat von Byrdy100Randale ist in jeder Liga bekannt und auch hier sollte der DFB durchgreifen. Geldstrafe, Geisterspiele und die Randalierer
Zu mehr als dieser nutzlosen Sippenhaftung, bei der zu 99,9% Unschuldige bestraft werden und über die sich die Schuldigen tot lachen, ist diese Bande von Theoretikern auch nicht fähig.
Emmi 30.05.2013
4. Das ist ja quasi ne vereinsinterne Angelegenheit...
Das lässt sich sicher mit Vereinsausschlüssen und Stadionverboten regeln, da brauchts den DFB nicht.
Robert_Rostock 30.05.2013
5.
Zitat von ricsist auch Schluss. Unfähigkeit und Söldnertum bringen den Verein an den Abgrund. Dieses Ergebnis war ein weiterer Schritt auf diesen. Peinlich, peinlich!
Dann macht das als "Fans" doch besser. Die Deppen, die sich als Hansa-Fans fühlen, sollten sich langsam mal fragen, wo sie für die nächste Saison noch Spieler und Trainer herbekommen wollen. Die weitaus größeren Schritte an den Abgrund waren die ständigen Vorfälle der Fans, die das Ansehen des Vereins in nicht mehr nachweisbare Minusbereiche gebracht haben. Mann, mann. Und das war mal "mein" Verein, da bin ich mal regelmäßig ins Stadion gegangen...
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