Barças Sieg gegen Manchester City Immer wieder dieser Messi

Josep Guardiolas Rückkehr zu seinem Ex-Klub endete in einem Albtraum: Barcelona war viel zu stark für Manchester City. Der Grund dafür hat einen Namen: Lionel Messi. Alles Wichtige zum Spitzenspiel des Abends.

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Ausgangslage: Wenn der spanische Meister auf den Tabellenführer der englischen Premier League trifft, ist ein Spektakel garantiert. Doch sowohl der FC Barcelona als auch Manchester City schwächelten zuletzt auf nationalem Terrain. Barça gewann "nur" zwei der vergangenen vier Ligaspiele, City offenbarte am Wochenende beim Remis gegen Everton eine ungewohnte Schwäche vom Elfmeterpunkt (De Bruyne und Agüero verschossen) und kassierte am Spieltag zuvor die erste Niederlage unter Trainer Josep Guardiola. Nach dem perfekten Saisonstart (neun Pflichtspiele - neun Siege) kommt die Mini-Krise zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt.

Wiedersehen des Spiels: Guardiola, der erfolgreichste Trainer in der Geschichte des FC Barcelona, kehrte mit den Citizens in seine sportliche Heimat zurück. Dort traf er natürlich auf alte Weggefährten - Gerard Piqué, Andrés Iniesta und Lionel Messi gehören auch vier Jahre später noch zu den unumstrittenen Stars. Doch auch an der Seitenlinie wurde es interessant: Mit Barças Coach Luis Enrique spielte Guardiola gemeinsam viele Jahre in Barcelona und in der spanischen Nationalmannschaft.

Ergebnis: Der FC Barcelona bezwingt Manchester City 4:0 (1:0). Hier geht's zum Spielbericht.

Erste Hälfte: Mannschaften, die von Guardiola trainiert werden, sind es gewohnt, ein Spiel von der ersten bis zur letzten Sekunde zu beherrschen. Doch Barcelona war zunächst tonangebend und erspielte sich einige Torchancen. Gleich die erste nutzte Lionel Messi, nachdem Fernandinho im Strafraum weggerutscht war (17. Minute). Weitere Gelegenheiten von Neymar (31.) und Ivan Rakitic (32.) blieben ungenutzt. Anschließend kamen die Gäste besser ins Spiel: Zunächst scheiterte Ilkay Gündogan an Barcas Torhüter Marc-André ter Stegen (37.), kurz darauf setzte John Stones einen Kopfball knapp neben das Tor.

Zweite Hälfte: Die Partie war ab der 53. Minute entschieden. Citys Torhüter Bravo sah nach einem Handspiel außerhalb des Strafraums die Rote Karte. Messis Tore zum 2:0 und 3:0 (61./69.) waren die logische Konsequenz. Neymar setzte in der Schlussminute nach einem verschossenen Elfmeter den Schlusspunkt (89.) zum 4:0.

Duell des Spiels: Marc-André ter Stegen und Claudio Bravo hüteten zwischen 2014 und 2016 gemeinsam das Tor des FC Barcelona. Trainer Luis Enrique entschied sich damals für eine Arbeitsteilung: Während ter Stegen in der Champions League spielte, durfte Bravo in der Meisterschaft ran. Eine Situation, die beide nicht zufriedenstellte. Auch deshalb zog es Bravo zu Manchester City.

Das direkte Torhüter-Duell ging klar an den Deutschen: Ter Stegen reagierte gegen Gündogan prächtig und strahlte Ruhe aus. Ganz im Gegensatz zu seinem ehemaligen Rivalen: Bravo sah nach einem schlimmen Fehler die Rote Karte und entschied damit die Partie zugunsten des Gegners.

Claudio Bravo (r.) sieht die Rote Karte
AFP

Claudio Bravo (r.) sieht die Rote Karte

Phänomen des Spiels: Ja, Manchester City hat in der jüngeren Vergangenheit dank des Geldes aus Katar gegenüber dem FC Barcelona aufgeholt. Eine echte Chance hat der Klub aber erst dann, wenn Lionel Messi seine Fußballschuhe eines Tages an den Nagel hängen sollte. Der 29-jährige Argentinier feierte erst am Wochenende sein Comeback und entschied die Partie mit drei Treffern. Damit steht er nun bei sagenhaften 89 Treffern in der Champions League. Der magische Wert von 100 Toren ist damit nur noch eine Frage der Zeit.

Guardiolas Albtraum: Großes Mitgefühl scheint Messi mit seinem ehemaligen Trainer jedenfalls nicht zu haben: Schon bei Guardiolas erster Rückkehr, damals mit dem FC Bayern, überragte Messi. Beim 3:0 erzielte er zwei Tore und bereitete ein weiteres vor. Guardiolas Lieblingsschüler, den er einst zum Weltfußballer formte, ist auf internationaler Bühne zu seinem größten Problem geworden.

Fakt des Spiels: Doch nicht nur für Guardiola sind der FC Barcelona und Messi ein schlechtes Omen: Manchester City traf in der Vereinsgeschichte fünfmal auf den spanischen Meister. Die Bilanz ist ernüchternd: fünf Niederlagen, 2:10-Tore.



insgesamt 31 Beiträge
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Athlonpower 19.10.2016
1. Es war mehr als ein Klassenunterschied.
Der Unterschied war noch viel größer als zu erwarten war, auch Guardiola kann trotz seiner vielen Millionen als Gage aus einer mittelmäßigen europäischen Vereinsmannschaft keine Spitzentruppe machen, dafür fehlt es den City-Spielern an vielen grundlegenden taktischen Vorraussetzungen, ohne daß der Scheich seine Millionenschatulle öffnet und mindestens eine komplett neue Mannschaft in der Welt zusammen kaufen wird, kann Guardiola seinen Traum von einer europäischen Spitzenmannschaft in Englang vergessen, Der Fußball in England ist eben nur Mittelmaß, wie übrigens schon seit gut 10 Jahren, da kann Murdoch noch so viele Milliarden für seine TV-Rechte bezahlen, Geld schießt in diesem Fall eben keine Tore, es wird nur dazu benutzt, um selbst mittelmäßigen Fußballern und wohl auch Trainern hochdotierte Verträge zu geben, die beide in anderen Ländern nie und nimmer kriegen würden.
Rathard 20.10.2016
2. Jatzt reicht sogar der Zwerg alleine*
Und Guardiola -der Liebling der Sport-Journalisten- ist überhaupt nicht gefragt. *nach dem Spruch von Zlatan Ibrahimović: "Wir brauchen den Philosophen nicht, der Zwerg und ich reichen vollkommen."
hatschon 20.10.2016
3. Ich bin froh
Das derFCB gewonnen hat , die Gurkentruppe von Gegner hatte nicht den Hauch einer Chance.
benedetto089 20.10.2016
4.
City war in der ersten halben Stunde gar nicht schlecht, der Guardiola Stil war schon erkennbar, vor allem wie sie gepresst haben und versucht haben im Zentrum Überzahlsituationen zu schaffen. Im Endeffekt waren beid en Gegentoren auch viele individuelle Fehler dabei plus rote Karte. Ich möchte ja nicht wissen, wie Bayern sich gegen die Barca Offensive angestellt hätte. Mit Pep an der Seitenlinie und den Scheichmillionen dürfte City, auch wenns in diesem Jahr noch nicht reicht, bestimmt bald ganz oben mitspielen. Trotz des affigen neuen Wappens.
Freidenker10 20.10.2016
5.
Messi ist einfach klasse und für mich der beste Spieler aller Zeiten!
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