Spektakel im spanischen Fußball Messi und Suárez retten Remis nach ter-Stegen-Fehler

Der FC Villarreal hat in der spanischen Liga eine Sensation knapp verpasst. Im Heimspiel führte der abstiegsbedrohte Klub lange gegen Tabellenführer Barcelona, doch am Ende trafen mal wieder Lionel Messi und Luis Suárez.

Später Jubel beim FC Barcelona
Alberto Saiz AP

Später Jubel beim FC Barcelona


Der FC Barcelona hat im Titelkampf der Primera División einen überraschenden Dämpfer bekommen. Beim abstiegsbedrohten FC Villarreal gab der Spitzenreiter eine 2:0-Führung aus der Hand, lag zwischenzeitlich 2:4 zurück und rettete noch ein 4:4 (2:1)-Remis. Kurz zuvor hatte Verfolger Atlético Madrid 2:0 gegen Girona gewonnen, und so beträgt der Vorsprung in der Tabelle noch acht Punkte. Am kommenden Samstag (20.45 Uhr Liveticker SPIEGEL ONLINE) trifft Barça auf Atlético.

Barcelonas Trainer Ernesto Valverde schonte mit Gerard Piqué, Ivan Rakitic und Lionel Messi drei Stammspieler, und zu Beginn sah es nicht nach einem Qualitätsverlust aus. Ersatzmann Malcom legte die Führung von Philippe Coutinho mit einem Querpass auf (12. Minute) und traf wenig später per Kopf zum eigentlich beruhigenden 2:0 (16.). Doch schon nach dem Anschlusstreffer durch Samu (23.) wurde deutlich, dass Barça den Sieg mit halber Kraft über die Zeit bringen wollte.

In der zweiten Hälfte war es der ansonsten überzeugend auftretende Torhüter Marc-André ter Stegen, der die Halbzeit mit einem folgenschweren Fehler einleitete. Bei einer Flanke von Karl Toko-Ekambi spekulierte der deutsche Nationalspieler auf ein Zuspiel in die Mitte, machte sein Torwarteck auf und der Ball rutschte über die Line (50.). Wenig später kam Messi ins Spiel (61.), eine Minute später schloss Vicente Iborra einen Konter zum 3:2 für Villarreal ab. Als der ebenfalls eingewechselte Carlos Bacca auf 4:2 erhöhte, sah es nach der ersten Niederlage für Barcelona in der Liga seit dem 3:4 am zwölften Spieltag gegen Betis Sevilla aus.

Doch in der Schlussphase schlug der Tabellenführer nach dem Platzverweis für`Álvaro González (86.) in Überzahl zurück. Messi schoss einen direkten Freistoß aus 17 Metern in den linken Winkel (90.). In der dritten Minute der Nachspielzeit traf Luis Suárez nach einer Ecke mit einem sehenswerten Dropkick von der Strafraumgrenze.

FC Villarreal - FC Barcelona 4:4 (1:2)
0:1 Coutinho (12.)
0:2 Malcom (16.)
1:2 Samu (23.)
2:2 Toko-Ekambi (50.)
3:2 Iborra (62.)
4:2 Bacca (80.)
4:3 Messi (90.)
4:4 Suárez (90.+3)
Villarreal: Asenjo - Álvaro, Funes Mori, Ruiz - Gaspar, Morlanes (63. Caseres), Cazorla, Pedraza - Samu, Iborra - Toko-Ekambi (74. Bacca).
Barcelona: ter Stegen - Roberto, Umtiti, Lenglet, Alba - Vidal, Busquets (73. Rakitic), Arthur (73. Alena) - Malcom, Suárez, Coutinho (61. Messi).
Schiedsrichter: Hernandez Hernandez
Gelbe Karten: Caseres, Funes Mori - Alena, Busquets, Lenglet, Messi, Suárez Vidal
Gelb-Rot: Álvaro (86., wiederholtes Foulspiel)

krä



insgesamt 5 Beiträge
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Seite 1
wolfgang.heinz441 03.04.2019
1. Nicht von dieser Welt
32 Tore in 28 Spielen, 15 Torvorbereitungen, nichts und niemand ist vergleichbar mit Leo Messi. Hoffentlich können wir die einzigartige Spielkunst dieses Ausnahmekönners noch lange genießen !!
hegoat 03.04.2019
2.
@ 1: Tut mir leid, aber ich interessiere mich eher für Vereine, mit denen ich mich identifizieren kann und das ist mein lokaler Verein oder sonst die DFB-Elf. Mit Messi, der mehrere tausend Kilometer weit entfernt für ein für mich bedeutungslosen Club spielt, kann ich nichts anfangen. Aber ich gucke ja auch nicht die Cricket-WM, obwohl die mehr Menschen begeistert als die Fußball-WM.
don_leonardo_al_dente 03.04.2019
3.
@ 2: sehr engstirnig. Das wäre in etwa, ich würde sagen: Ich interessiere mich eher für die lokale Malgruppe der VHS, als für die internationele Kunstwelt. Man(n) und Frau sollten einfach die einzigartigen Fähigkeiten anerkennen und geniessen. Ich hoffe jedenfalls, dass mein lokaler Verein (SGE) in die Champions-League "rutscht" und Barca für die Gruppenphase zugelost bekommt - dann hätte ich beides.
lollopa1 03.04.2019
4. @hegoat dann sollten Sie besser nie vor die eigene Haustüre gehen
Irgendwie sind sie so ein Mensch der einfach nicht sieht und akzeptiert dass andere Menschen eine Tätigkeit perfekt beherrschen. Messi als Fussballer, andere als Fliesenleger oder Schreiner. Oder ist es bei Ihnen purer Neid? Und warum lesen Sie solche Artikel und kommentieren dann auch noch wenn es Sie angeblich nicht interessiert? Achja, ihr lokaler Kreisliga D Verein schafft es höchstens Montags mal in die Lokalpresse oder so
bcpt8 03.04.2019
5.
Auffallend zunächst, dass Coutinho ohne Messi an seiner Seite nach Längerem mal ein Lebenszeichen als Leistungsträger von sich gab. Mit seinem Lupfer über den Keeper und ins Tor statt an den Pfosten nach kanpp 20 Minuten hätte er zudem als Doppeltorschütze für einen Dreitore-Vorsprung sorgen und die furiose Rückkehr der "Gelben U-Boote" an die Oberfläche vielleicht schon entscheidend ausbremsen können. So aber zündete das La Liga-Kellerkind die Torpedos noch rechtzeitig, und Cazorla zeichnete sich dabei gemeinsam mit Chukwueze als Umschaltbeschleuniger mit unwiderstehlicher Präzisison aus. (Eine ins Tor abgerutschte Flanke wie die des Schützen vornamens Karl Brillant wird ter Stegen bei nächster Gelegenheit aber hoffentlich ebenso brillant zu verhindern wissen.) Dass Barças Defensive in Turbulenzen derart orientierungslos und tempodeifzitär taumelt, ist ja nicht erst seit dieser Saison schon des Öfteren zu beobachten gewesen. Mal abwarten, ob die personelle Nachjustierung mit der de Jong-Verpflichtung (und gerüchteweise auch der von de Ligt) hier signifikante Abhilfe schaffen wird. Sieben Gelbe Karten für den Tabellenführer (davon 4 innerhalb von acht Minuten im Schlussviertel) als Gast bei einem Abstiegskandidaten zeugen jedenfalls trotz (noch) relativ komfortablem Vorsprung vom Druck im Meisterschaftskampf. Last-Minute-Tore in der Nachspielzeit und das erst in Überzahl - war's nun Dusel, Glück des Tüchtigen, schieres Können oder von allem etwas? ;-)
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