FC Barcelona Ligaverband segnet Neymar-Transfer ab

Mal eine gute Nachricht für den FC Barcelona: Der Transfer von Brasiliens Superstar Neymar wird zumindest von der Liga kein Nachspiel haben. Der Ligaverband hat nach Angaben des Vereins keine Unregelmäßigkeiten bei der Verpflichtung beanstandet.

Barca-Superstars Neymar, Messi: Keine Sanktionen für den Club
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Barca-Superstars Neymar, Messi: Keine Sanktionen für den Club


Hamburg - Der spanische Fußballmeister FC Barcelona muss offenbar im Zusammenhang mit dem Transfer des brasilianischen Superstars Neymar keine Sanktionen durch den Ligaverband LFP fürchten. Wie die Katalanen am Montag mitteilten, habe der betreffende Untersuchungsausschuss keinerlei Regelverletzungen bei der Transaktion festgestellt.

Nach Angaben des Vereins gebe es "keine Beweise für irreguläres Verhalten des Clubs", das den Regeln und Regularien der LFP widersprechen würde. Daher werde der Verband keine weiteren Schritte unternehmen.

Allerdings hatte die spanische Justiz im Februar aufgrund mutmaßlicher Unregelmäßigkeiten beim Transfer im vergangenen Sommer ein formales Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung eingeleitet. Anschließend leistete Barça eine "freiwillige" und vorsorgliche Zahlung von 13,5 Millionen Euro an den spanischen Fiskus.

Zuvor war ein Betrag von 9,1 Millionen Euro als mögliche Steuerschuld in den spanischen Medien genannt worden. Ex-Präsident Sandro Rosell war im vergangenen Monat aufgrund der Ungereimtheiten des Wechsels zurückgetreten. Die Ablösesumme des brasilianischen Superstars hatte 57,1 Millionen Euro betragen.

aha/sid

insgesamt 3 Beiträge
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icke44 29.04.2014
1. na klar...
... da wird mal freiwillig eine bestimmte Summe gezahlt... Steuerzahlungen bruhen auf Gesetzen. Sie sind daher Pflicht und beruhen nicht auf einem Freiwilligkeitsprinzip. Es wird Zeit in Europa nach einheitlichen Maßstäben zu agieren. Fußballunternehmen im Profibereich müssen, egal in welcher Rechtsform sie agieren (AG, GmbH oder wie auch immer), einheitlichen Finanzkriterien unterliegen. Es geht nicht nur um den Umgang mit Steuervergehen. Es geht auch um Obergrenzen für Verbindlichkeiten. Kurz und gut, es geht darum nur solche Fußballunternehmen an internationalen Wettbewerben teilnehmen zu lassen, die sich unabhängigen Wirtschaftsprüfern stellen und als marktfähig eingestuft werden. Damit ist natürlich auch jede staatliche Förderung oder Vergünstigung ausgeschlossen. Das ist noch ein langer Weg!
Rahvin 29.04.2014
2. optional
Wenn man nicht mit eigenem Geld wirtschaften muss, fällt es einem leicht, dieses an den Fiskus abzuführen. Wir retten die spanischen Banken, bei denen der FC Barcelona oder Real Madrid höchst verschuldet sind. Diese Vereine geben dann zig Millionen für ihre Transfers aus. Und wenn sie dabei mal Steuern nicht zahlen, führen sie freiwillig im Anschluss einen kleinen Teil wieder ab. Am Ende eben mit dem Geld der dummen Steuerzahler im Rest Europas. Aber würde man den spanischen Topclubs den Geldhahn zudrehen, würden die Menschen dort wahrscheinlich wirklich auf die Straßen gehen. Fussball als Opium für die Massen. Grotesk ist das.
español 29.04.2014
3. In die....
Zitat von RahvinWenn man nicht mit eigenem Geld wirtschaften muss, fällt es einem leicht, dieses an den Fiskus abzuführen. Wir retten die spanischen Banken, bei denen der FC Barcelona oder Real Madrid höchst verschuldet sind. Diese Vereine geben dann zig Millionen für ihre Transfers aus. Und wenn sie dabei mal Steuern nicht zahlen, führen sie freiwillig im Anschluss einen kleinen Teil wieder ab. Am Ende eben mit dem Geld der dummen Steuerzahler im Rest Europas. Aber würde man den spanischen Topclubs den Geldhahn zudrehen, würden die Menschen dort wahrscheinlich wirklich auf die Straßen gehen. Fussball als Opium für die Massen. Grotesk ist das.
...Schieflage sind die betroffenen Banken nicht geraten, weil Real oder Barcelona Schulden bei denen hätte - Schulden welche übrigens Termingerecht getilgt werden (also eigentlich nichts Verwerfliches, wie Sie vielleicht hier "verklickern" wollen). Die Schieflage hat Andere Ursachen.... Speziell halt dem Platzen der Bau-Boom-Blase, Korruption, Politik, etc. Desweiteren verwundert mich immer wieder, daß zu einer Meldung zum FC Barcelona, immer wieder Real Madrid ins Spiel gebracht wird. Es geht hier um ein Steuerdelikt des FC Barcelona, im Zusammenhang mit dem Transfer eines Spielers, namens Neymar. Real Madrid hat damit nichts am Hut !!! Es ist übrigens bekannt, daß Real keine Steuer- oder Sozialversicherungs-Schulden hat. Atlético Madrid hingegen, hatte 170 Millionen Steuerschulden, welche mittels Zahlungsvereinbarung nun getilgt werden sollen. Die offenen Steuerschulden der Profivereine bewegt sich im Bereich 700 Millionen Euro !!! Ein Normalsterblicher erhält kaum solche Sonderbehandlungen, sondern da geht es gleich ans Eigentum (Pfändung, etc.). Aber in Einem geben ich Ihnen Recht (mir Variation). Würde man hier konsequent Vereine wegen Schulden dichtmachen, wäre eine Revolution im Maidan-Stil nicht fern. MfG aus Madrid
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