Barcelona besiegt Atlético Madrid Suárez und Messi entscheiden in 103 Sekunden hitziges Spitzenspiel

Frühe Rote Karte, späte Tore. Durch Treffer von Luis Suárez und Lionel Messi ist dem FC Barcelona die Meisterschaft kaum noch zu nehmen. Durch einen Arbeitssieg ist Real an den Stadtrivalen Atlético herangerückt.

Luis Suárez nach seinem 1:0 im Spitzenspiel
Getty Images

Luis Suárez nach seinem 1:0 im Spitzenspiel


Diego Costa sieht Rot bei Vorentscheidung im Titelkampf

Tabellenführer FC Barcelona hat das Spitzenspiel in der Primera División 2:0 (0:0) gegen den Zweiten Atlético Madrid gewonnen. Vor 92.453 Zuschauern im Camp Nou trafen Luis Suárez (85. Minute) und Lionel Messi (86.) für die Gastgeber, die jetzt elf Punkte Vorsprung auf ihren ärgsten Verfolger aufweisen.

Diego Costa muss mal wieder vom Platz
REUTERS

Diego Costa muss mal wieder vom Platz

Schlüsselszene der Partie war ein Ausraster von Diego Costa: In der 26. Minute sah er nach einer harmlosen Szene von Schiedsrichter Gil Manzano die Rote Karte. Der Atléti-Angreifer hatte den Schiedsrichter nach einem nicht geahndeten Zweikampf auf nicht druckreife Art und Weise beleidigt. Seit seiner Rückkehr zu seinem Klub im Januar 2018 hat er nun mehr Platzverweise erhalten (drei) als Ligatore erzielt (zwei). Bis dahin war es eine ausgeglichene Partie auf sehr hohem Niveau. Der Platzverweis sorgte für eine Neuordnung auf dem Platz: Die von Diego Simeone trainierten Gäste standen mit zehn Akteuren defensiver, Barça tat sich fortan schwer.

Die wenigen Gelegenheiten der Gastgeber machte zudem der hervorragende Torhüter Jan Oblak zunichte. In der 85. Minute war jedoch auch er geschlagen: Suárez kam 20 Meter vor dem Tor in halblinker Position an den Ball, und schoss ihn vorbei an der Gästeabwehr wunderbar ins rechte, untere Toreck. 103 Sekunden später erhöhte Messi nach einem furiosen Sololauf auf 2:0 - die Entscheidung.

Kroos bereitet vor, Benzema trifft

Real Madrid hat unter Trainer-Rückkehrer Zinédine Zidane den nächsten Sieg erzielt. Gegen den SD Eibar gelang ein 2:1 (0:1). Der deutsche Nationalspieler Toni Kroos wurde erst in der 77. Minute eingewechselt - und bereitete vier Minuten später den Siegtreffer durch Karim Benzema (81.) vor.

Karim Benzema (r.)
Juan Carlos Hidalgo/EPA-EFE/REX

Karim Benzema (r.)

Im vierten Spiel mit Zidane an der Seitenlinie war es der dritte Erfolg für Real. Drei Tage zuvor hatten die Königlichen im Verfolgerduell beim FC Valencia noch die erste Niederlage (1:2) unter ihrem Trainer-Rückkehrer kassiert, Kroos hatte schwach gespielt und war Mitte der zweiten Hälfte ausgewechselt worden.

Gegen Eibar saß er nun zunächst lange auf der Bank und sah, wie der Gast durch Marc Cardona (39.) in Führung ging. Erst in der zweiten Hälfte gelang Benzema (59.) der Ausgleich, in der Schlussphase traf der Franzose nach einer schönen Flanke von Kroos dann zum Sieg. Durch den Erfolg ist Real mit 60 Punkten nun bis auf zwei Zähler auf den Stadtrivalen Atléti auf Platz zwei herangerückt.

mfu/sid



insgesamt 2 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
conillet 07.04.2019
1. Diego Costa .....
..... ist wirklich nicht ganz richtig im Kopf. Mit der idiotischen Schiedsrichterbeleidigung stellte er sich quasi selbst vom Platz, was insofern nur gerecht war, als er schon kurz nach Spielbeginn Barça-Verteidiger Lenglet den Ellenbogen ins Gesicht gerammt hatte, wofür er nicht mal Gelb bekam. Wenn dieser Typ nicht Fußballer geworden wäre, würde ich auf eine Karriere als Schwerverbrecher tippen.
bcpt8 07.04.2019
2.
---Zitat von SPON--- [...] Ausraster von Diego Costa [...] Seit seiner Rückkehr zu seinem Klub im Januar 2018 hat er nun mehr Platzverweise erhalten (drei) als Ligatore erzielt (zwei). [...] ---Zitatende--- Laut div. übereinstimmenden Statistiken sind's bislang zwei Rote Karten (davon eine Gelb-Rote) und vier erzielte Ligatore in 31 Einsätzen seit 2018. Hinzu kommen Gelbe Karten in einer Häufigkeit pro Saison, wie sie allenfalls bei Raubeinen in der Defensivabteilung typisch ist. Also allemal eine ernüchternde Bilanz für einen 65 Mio.-Transfer, der sich bei seinem Vorgängerklub Chelsea mit 52 Ligatreffern in 86 Partien das Prädikat Topstürmer noch verdiente. Offensiv und überhaupt an gehobener Spielkultur war gestern kaum Substanzielles zu sehen von Atlético und erinnerte an den letzten Auftritt beim CL-Ausscheiden. Einzig Griezmann brachte zwei Schüsse {i]aufs[/i] Tor zustande, davon ein Freistoß. In der Abwehr durfte sich Godin ungeahndet freistoßwürdige Ringereinlagen gegen Suárez und ein strafstoßwürdiges Abräumen von Roberto leisten. Oblak parierte tatsächlich einige Male stark, bereits nach einer Viertelstunde rettete allerdings der Pfosten für ihn, als er von Alba überlupft wurde. Simeone wartet damit wettbewerbsübergreifend immer noch auf einen Sieg gegen die Katalanen.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.