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07. Juni 2005, 12:29 Uhr

FC Bayern

Ismael-Transfer kurz vor dem Abschluss

Die Verhandlungen über einen Wechsel des französischen Verteidigers Valérien Ismael von Fußball-Bundesligist Werder Bremen zum Deutschen Meister Bayern München sind weit fortgeschritten. Das bestätigten die Manager beider Vereine. Auch über eine weitere Personalie verhandeln die Clubs derzeit.

Torschütze Ismael: Medizinische Untersuchung bestanden
AP

Torschütze Ismael: Medizinische Untersuchung bestanden

München - "Wir sind auf einem guten Weg, aber der Transfer von Ismael ist auf keinen Fall über die Bühne", sagte Uli Hoeneß heute. "Sobald wir Ergebnisse erzielt haben, werden wir diese mitteilen", erklärte der Manager des Fußball-Rekordmeisters.

Der 29-Jährige sei "viel billiger als zehn Millionen Euro", hatte Hoeneß zuvor gegenüber der "Sport-Bild" geäußert. Die Ablösesumme für den Abwehrspieler, der auch die medizinische Untersuchung bei den Bayern bereits bestanden habe, soll sich auf etwa acht Millionen Euro belaufen.

Auch Bremens Manager Klaus Allofs bestätigte fortgeschrittene Verhandlungen, betonte aber auch, dass der Deal noch nicht komplett abgewickelt sei. "Fakt ist, dass noch nichts unterschrieben ist", so Allofs, "wir haben mit den Bayern lediglich eine Absprache getroffen, in der der finanzielle Rahmen eines Transfers für den Fall abgesteckt wurde, dass wir eine sportlich zufriedenstellende Lösung für Werder finden."

Allofs erklärte, dass die mit Bayern getroffene Vereinbarung eine garantierte Ablösesumme für den Werder-Verteidiger beinhalte, die um weitere erfolgsbezogene Zahlungen ergänzt wird. "Insgesamt ergäbe es die von uns eingeforderte finanziell interessante Situation", so der ehemalige Nationalspieler.

Bei den Verhandlungen mit Allofs soll nach Angaben des Blattes auch der mögliche Wechsel von Bayerns Torsten Frings zurück nach Bremen ein Thema gewesen sein. "Wenn Frings bleiben will, ist es für uns kein Problem. Wenn er weg will, werden wir uns damit beschäftigen", sagte Hoeneß.

Für den ehemaligen Dortmunder und Bremer Frings ist eine Ablösesumme von fünf bis sechs Millionen Euro im Gespräch. Der Nationalspieler selbst wollte sich vor dem Länderspiel der DFB-Auswahl am Mittwoch gegen Russland (20.45 Uhr Liveticker SPIEGEL ONLINE) jedoch nicht zu seiner Zukunft äußern.

Ze Roberto zieht es nach Russland

Laut Hoeneß kann Frings aber selbst dann gehen, wenn dessen brasilianischer Club-Kollege Ze Roberto den Rekordmeister verlässt - wonach es derzeit aussieht. "Mein Gefühl ist, dass er nach Moskau geht, weil sein Berater Juan Figer dort gute Kontakte hat", sagte Hoeneß.

Sollte sich der FC Bayern sowohl von Frings als auch von Ze Roberto trennen, denkt Hoeneß dennoch nicht an die Verpflichtung neuer Spieler: "Wir würden nicht nachlegen, weil endlich Platz wäre für Deisler, Hargreaves, Schweinsteiger, Scholl, Demichelis. Dann gibt es im Mittelfeld Spielpraxis für alle."

Hoeneß kündigte zudem an, dass die Münchner die Verträge mit Owen Hargreaves und Willy Sagnol, die jeweils noch bis 2006 an den Double-Sieger gebunden sind, verlängern wollen. Unabhängig von diesen beiden Personalien sei er aber sehr zufrieden mit der Situation beim FC Bayern, sagte Hoeneß: "Ich bin noch nie so gelöst in den Urlaub gefahren. Der Dax ist auf dem Höchststand. Die Mannschaft steht für die neue Saison und im neuen Stadion wurden alle Erwartungen um hundert Prozent übertroffen."

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