Protest bei der Uefa FC Bayern beschwert sich über Polizei in Piräus

Das rabiate Vorgehen von griechischen Polizisten gegen Bayern-Fans soll Folgen haben. Das wünscht sich zumindest der Münchner Klub nach den Geschehnissen beim Champions-League-Spiel in Piräus.
Polizei gegen Bayern-Fans in Piräus: "Unverhältnismäßiges Vorgehen"

Polizei gegen Bayern-Fans in Piräus: "Unverhältnismäßiges Vorgehen"

Foto: Alexandros Vlachos/ dpa

Der FC Bayern hat sich bei der Uefa über das Vorgehen gegen seine Fans beim Champions-League-Spiel in Piräus beschwert. Man habe gegen das "unverhältnismäßige Vorgehen der griechischen Polizei eine Protestnote hinterlegt", teilte der Klub am Montag mit.

In den vergangenen Tagen wurden zahlreiche Informationen bezüglich der Ausschreitungen vor der Partie in Griechenland (3:0) im Stadion ausgewertet. "Aufgrund einer Kettenreaktion" sei es zu einer Auseinandersetzung zwischen der griechischen Polizei und Fans gekommen, hieß es vom FC Bayern.

"Anhänger unserer Mannschaft hatten auf Provokationen aus einem Olympiakos-Fanblock mit ebenfalls provozierenden Gesten reagiert. Daraufhin rückten Polizeikräfte in den Bayern-Block ein und gingen dort vehement und mit großer Aggressivität gegen unsere Anhänger vor. Einige Bayern-Fans trugen Verletzungen davon und mussten behandelt werden", schilderte der Verein die Vorkommnisse.

Auf TV-Bildern war zu sehen, wie Polizisten gegen Münchner Fans vorgingen und Schlagstöcke einsetzten. Dabei wurden Anhänger verletzt. Insgesamt hatten 1700 Fans die Mannschaft nach Piräus begleitet. Der erste Auftritt des deutschen Meisters in Griechenland seit 1983 war bereits im Vorfeld zum Hochrisikospiel eingestuft worden.

Die Münchner Fans wurden frühzeitig per Shuttle-Bussen unter Polizeischutz ins Stadion gebracht. In der Vergangenheit ist es bei Spielen von Olympiakos häufig zu Ausschreitungen gekommen.

cte/dpa
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