Trotz Kritik Der FC Bayern fliegt schon wieder ins Trainingslager nach Katar

Ungeachtet der Menschenrechtslage in Katar hält der FC Bayern sein nächstes Trainingslager dort ab. An den Beziehungen zum Emirat entzündete sich schon Streit bei der letzten Mitgliederversammlung.
Qatar Airways hat seit 2018 eine offizielle Partnerschaft mit dem FC Bayern und ist mittlerweile auch Ärmelsponsor

Qatar Airways hat seit 2018 eine offizielle Partnerschaft mit dem FC Bayern und ist mittlerweile auch Ärmelsponsor

Foto: Bernd Feil/M.i.S.; / imago images/MIS

Der FC Bayern München plant für Anfang Januar wieder ein Winter-Trainingslager in Katar. Das Team von Trainer Julian Nagelsmann soll sich in Doha auf den zweiten Teil der Bundesliga-Saison vorbereiten, die nach der WM-Pause für die Münchner am 20. Januar mit einem Auswärtsspiel bei RB Leipzig wieder beginnt. Zuerst hatte die »Sport Bild« darüber berichtet. Der Planungsstand deckt sich mit dpa-Informationen.

In den vergangenen beiden Jahren war das Trainingslager wegen der Coronapandemie ausgefallen. Der deutsche Fußball-Rekordmeister hält seit dem Jahr 2011 Trainingslager in Katar ab, wo die Trainingsbedingungen im Winter ein wichtiges Argument für den Verein sind. Die Geschäftsbeziehung mit Katar ist in der Fanszene des Klubs wegen der stark kritisierten Menschenrechtssituation im Gastgeberland der WM 2022 und der Arbeitsverhältnisse auf den WM-Baustellen ein Reizthema.

Der FC Bayern kündigte zuletzt an, nach der Fußball-WM Ende des Jahres über das umstrittene Sponsoring mit der Fluglinie Qatar Airways zu entscheiden. Das für den Verein lukrative Sponsoring hatte auf der Mitgliederversammlung im Herbst 2021 für Streit und am Ende für Chaos gesorgt. Anfang Juli hatte der FC Bayern zu dem Streitthema zu einem Runden Tisch geladen.

Man habe mit der Veranstaltung zeigen wollen, so Vorstandschef Oliver Kahn damals, »dass man sich auch über unterschiedliche Meinungen und auch unterschiedliche Haltungen hinweg an einen Tisch setzen kann, begegnen kann, zuhören kann und sich auch sachlich austauschen kann.«

cev/dpa
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