Fußball-Bundesliga Lewandowski rettet Bayern einen Punkt im Eröffnungsspiel

Standesgemäß wollte der FC Bayern als Deutscher Meister mit einem Sieg in die neue Bundesligasaison starten. Doch Hertha BSC ging sogar mit einer Führung in die Pause. Dann übernahm Lewandowski Verantwortung.

Robert Lewandowski erzielte die zwischenzeitliche Führung
Sven Hoppe / DPA

Robert Lewandowski erzielte die zwischenzeitliche Führung


Robert Lewandowski hat dem FC Bayern zum Saisonauftakt in der Bundesliga der Männer einen Punkt gerettet. Die Münchner trennten sich im Eröffnungsspiel 2:2 (1:2) von Hertha BSC. Die Münchner gingen zwar durch Lewandowski in Führung (24. Minute), aber die Berliner drehten das Spiel innerhalb von nur drei Minuten. 20-Millionen-Euro-Einkauf Dodi Lukebakio (36.) und Marko Grujic (39.) sorgten für den Doppelschlag. Lewandowski gelang durch einen Foulelfmeter der Ausgleich zum Endstand (60.).

Niko Kovac veränderte seine Mannschaft im Vergleich zum 3:1-Sieg gegen Energie Cottbus im DFB-Pokal auf nur einer Position. Serge Gnabry ersetzte Renato Sanches. Jérôme Boateng saß erneut auf der Bank, Neuzugang Benjamin Pavard bildete im 4-3-3-System die Innenverteidigung mit Niklas Süle.

Hertha-Trainer Ante Covic stellte seine Mannschaft um Rekordeinkauf Lukebakio zwar unerwartet offensiv auf, das machte sich zu Beginn jedoch kaum bemerkbar. Die ersten Chancen gehörten den Bayern, Thomas Müller (4.) und Thiago (8.) scheiterten aber mit Schüssen von der Strafraumkante. Kurz darauf brachte Lewandowski seine Mannschaft in Führung (24.). Der Torschützenkönig der vergangenen Saison rutsche in einen Flachpass Gnabrys vom rechten Strafraumeck und traf zum 1:0.

Hertha BSC dreht das Spiel

Die Hertha war bis dato zu keiner Chance gekommen, drehte aber innerhalb von wenigen Minuten das Spiel. Lukebakio dribbelte vom linken Flügel ins Zentrum und schloss aus der Distanz ab. Der Schuss streifte den Rücken von Vedad Ibisevic und landete unhaltbar für Torwart Manuel Neuer im Bayern-Tor (36.). Drei Minuten später stieß Marko Grujic in einem Kopfballduell mit Benjamin Pavard zusammen. Der Innenverteidiger hielt sich den Kopf, während Ibisevic mit einem Steilpass Grujic in den Strafraum schickte und der zur Führung traf (39.). Nach dem Jubel hielt auch er sich den Kopf. Grujic und Pavard konnten aber weiterspielen.

Kurz vor der Pause ging Kingsley Coman im Zweikampf mit Verteidiger Niklas Stark zu Boden, Schiedsrichter Osmers verzichtete aber auf einen Elfmeter und auch der Videoassistent griff nicht ein. Anders nach der Pause: Mithilfe der Fernsehbilder entschied Osmers auf Strafstoß, weil Grujic Gegenspieler Lewandowski im Strafraum umgerissen hatte. Der Gefoulte selbst traf vom Punkt zum Ausgleich (60.).

Danach blieben die Bayern das spielbestimmende Team. Corentin Tolisso kam zu einer Großchance, setzte seinen Schuss im Strafraum aber neben das Tor (74.). Auch Gnabry (86.) und erneut Lewandowski (90.+4) kamen noch zu Möglichkeiten, der Siegtreffer fiel aber nicht mehr.

FC Bayern München - Hertha BSC 2:2 (1:2)
1:0 Lewandowski (24.)
1:1 Lukebakio (36.)
1:2 Grujic (39.)
2:2 Lewandowski (60.)
FC Bayern: Neuer - Kimmich, Süle, Pavard, Alaba - Müller (85. Sanches), Thiago, Tolisso - Gnabry (87. Davies), Lewandowski, Coman
Hertha BSC: Jarstein - Klünter, Stark, Rekik, Mittelstädt - Grujic, Darida, Lukebakio (68. Selke), Duda (78. Skjelbred), Leckie - Ibisevic (62. Esswein)
Gelbe Karten: Pavard, Müller, Lewandowski / Darida, Grujic, Mittelstädt
Schiedsrichter: Osmers
Zuschauer: 75.000 (ausverkauft)

ptz



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Seite 1
spon1899 16.08.2019
1.
Großes Lob an den Schiri Osmers. Hat sich nicht von den Schwalben von Lewandowski und Coman täuschen lassen und auch dem ständigen Genöle von Müller und Kimmich, die immer sofort auf den Schiri gehen wenn der nicht für Bayern pfeift, widerstand er. Lewandowski bekam gar gelb für sein dauerndes Lamentieren. Nur weiter so, Herr Osmers! Fand ich prima.
neutralfanw 16.08.2019
2. Elfmeter?
Interessant. Man hat keine Chance, keine Möglichkeit zum Anspiel, keine Einschussmöglichkeit, der Ball ist außerhalb des 16m Raums. Lewandowski nutzt die Möglichkeit rückwärts zu springen. Elfmeter. Das wird eine lustige Bundesliga Saison. Bayern wird Meister. Da werden alle mithelfen. Auch DFB und Regelauslegung.
starboy 16.08.2019
3. Kaum Ideen in der Offensive,
und fahrlässig in der Defensive. Schlechte Bayern gegen eine abgezockte Hertha. Immer wieder taktische Fouls um den Spielfluss der Bayern zu stören und Nadelstiche im richtigen Moment.
weem 16.08.2019
4. Danke DFB. Jetzt wissen alle Bescheid.
Zurückhaltung war noch letzte Saison. Diese Saison, durften wir schon zu Beginn erfahren, muss Bayern München Meister werden. Wie ich zu dieser Annahme komme? Ein Elfmeter zu geben, wenn der Ball gerade mal an der Mittellinie gespielt wird!? Bis heute, dachte ich, dass es Elfmeter gibt, wenn im Sechzehner eine Torchance vereitelt wird. Die ratlosen Gesichter aller Anwesenden im Stadion, selbst des Bayernpublikums (herrlich zu beobachten im TV), bestätigt meine Annahme zweifellos.
25alex67 16.08.2019
5. Bitte nochmal anschauen
Servus. Von drei potentiellen Elfern hat Bayern immerhin einen bekommen. Coman umschubsen ist natürlich ok, hat ja schon der kompetente ZDF-Kommentator festgestellt. Und natürlich darf man Lewandowski an der Sechzehnerlinie umrennen, ohne den Ball zu berühren. Is klar. Das Umreissen von Lewa, das zum Elfer geführt hat, war selbstverständlich total falsch. Insgesamt muss man sagen, dass die Bayern mit Riesendusel ein Unentschieden geschafft haben. Toll rausgespielte Herthatore, Chapeau. Also trotz des Unentschiedens ist mir nicht bange vor der Saison. Die ChancenUswertung war laisig, wie so oft, das Zusammenspiel muss deutlich besser und schneller werden, aber sonst? Mir hat das Spiel gefallen, und vor den restlichen 33 Spielen ist mir nicht bange. Mein Fazit: Hertha hatte Mega-Dusel. Seisdrum.
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