Münchner Derby in der 3. Liga Zirkzee sieht Rot, Bayern II trifft nur ins eigene Tor

Bayerns Joshua Zirkzee hatte keine 30 Minuten gespielt, da kam er gegen Marco Hiller zu spät, traf den 1860-Torwart im Gesicht und musste vom Platz. Das Stadtderby wurde dann auch noch durch ein Eigentor entschieden.
Joshua Zirkzee erkundigt sich nach seinem Foul nach dem Befinden von Marco Hiller

Joshua Zirkzee erkundigt sich nach seinem Foul nach dem Befinden von Marco Hiller

Foto: Alexander Hassenstein / Getty Images for DFB

Der TSV 1860 München hat das Stadtderby in der 3. Liga gegen die zweite Mannschaft des FC Bayern München für sich entschieden. 1860 gewann 2:0 (1:0) durch ein Eigentor von Bayerns Timo Kern (44. Minute) und einen Treffer von Zugang Merveille Biankadi (90.+2). In der ersten Hälfte hatte Bayerns Joshua Zirkzee, der auch schon bei den Profis eingesetzt wird, die Rote Karte gesehen (27.).

Die Bayern spielen als aktuell 16. der Liga gegen den Abstieg, der TSV ist Tabellenzweiter, fünf Punkte hinter Dynamo Dresden, das ein Spiel weniger absolviert hat.

Zirkzee legte sich den Ball im Strafraum zu weit vor, setzte nach und traf dabei Torwart Marco Hiller mit dem Fuß im Gesicht. Hiller blutete und musste auf dem Rasen behandelt werden. Die Ärzte stoppten die Blutung, Hiller spielte mit sichtbaren Wunden im Gesicht weiter. Zirkzee, der bislang auf 17 Einsätze bei den Profis kommt, sah für das Foul die Rote Karte, entschuldigte sich bei Hiller und ging vom Rasen (27.).

Die Überzahl konnte 1860 nicht direkt für sich nutzen, doch kurz vor der Pause fiel das 1:0. Richard Neudecker schlug einen Freistoß aus dem Halbfeld in den Strafraum der Bayern. Timo Kern versuchte, per Grätsche zu klären, lenkte den Ball aber ins eigene Tor (44.).

In der zweiten Hälfte sicherte sich der TSV über weite Strecken den Ball, kam zunächst aber zu keinem Torschuss. Die Bayern lauerten auf ihre Chancen, ein Freistoß von Jann-Fiete Arp flog über das Tor (54.). Als der Stürmer einmal in den Strafraum dribbelte, rutschte Torwart Hiller dem Ball entgegen (67.). Das schmerzhafte Foul aus der ersten Hälfte hatte ihn offenbar nicht eingeschüchtert. Zehn Minuten später parierte Hiller einen Kopfball von Kern aus wenigen Metern (77.). Später ging eine Wunde im Gesicht wieder auf, Hiller blutete, spielte aber weiter.

In der Schlussphase schienen die Bayern dem Ausgleich näher als 1860 der Vorentscheidung. Doch der TSV legte in der Nachspielzeit das 2:0 nach. Biankadi, Leihgabe vom 1. FC Heidenheim, schoss in seinem ersten Spiel für den TSV sein erstes Tor (90.+2).

ptz