Aus für Tapalovic bei Bayern München Neuer richtet emotionale Botschaft an seinen Torwarttrainer

Der FC Bayern München trennt sich von seinem Torwarttrainer. Toni Tapalovic selbst gibt sich überrascht. Nicht nur dessen Vertrauter Manuel Neuer trauert ihm hinterher.
Toni Tapalovic und Manuel Neuer (l.)

Toni Tapalovic und Manuel Neuer (l.)

Foto: Burghard Schreyer / kolbert-press / IMAGO

Toni Tapalovic hat nicht mit seiner Entlassung als Torwarttrainer des FC Bayern München gerechnet. »Nach mehr als einem Jahrzehnt endet heute überraschend meine Zeit beim FC Bayern München«, schrieb der 42-Jährige auf Instagram.

Der deutsche Rekordmeister hatte am Montagabend den Vertrauten von Fußballnationaltorhüter Manuel Neuer mit sofortiger Wirkung freigestellt. »Insbesondere Differenzen über die Art und Weise der Zusammenarbeit haben jetzt dazu geführt, dass wir getrennte Wege gehen«, sagte Sportvorstand Hasan Salihamidžić. Über einen Nachfolger machte der Klub keine Angaben.

Tapalovic kam 2011 gemeinsam mit Neuer nach München und war seither der verantwortliche Coach für die Torhüter beim Bundesliga-Spitzenreiter. Zu Neuers Zeit beim FC Schalke 04 war Tapalovic dort als Torwart aktiv und schon damals ein Mentor für Neuer.

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»Ich werde dich vermissen!«, schrieb der 36-Jährige in einer ersten Reaktion auf Instagram. Mit Tapalovic verlasse nach 11,5 Jahren nicht nur ein absoluter Pionier des modernen Torwartspiels, sondern vor allem auch ein großartiger Mensch den Klub. »Nicht zuletzt hast du auch mich und mein Torwartspiel geprägt und auf ein neues Level gehoben«, so Neuer.

Ähnlich anerkennend äußerte sich Thomas Müller. »Auch wegen dir war es eine absolute Erfolgsgeschichte im letzten Jahrzehnt«, schrieb Bayerns Offensivakteur unter den Post von Tapalovic.

Zuletzt hatte der von den Bayern an die AS Monaco ausgeliehene Torwart Alexander Nübel kritisiert, dass es sehr wenig Kontakt mit Tapalovic gegeben hatte, seit er in Frankreich spielt. »In der Zeit, wo ich in Monaco bin, gab es nicht viel Kontakt. Davor hatten wir ein normales Verhältnis. Ich glaube schon, dass man ab und zu sich austauschen hätte können über die Situation«, sagte Nübel im »Aktuellen Sportstudio« des ZDF. Salihamidžić hatte anschließend angekündigt: »Darüber werden wir intern sprechen.«

»Die Kritik, die Alex Nübel angeführt hat, dass wenig Kontakt mit Tapalovic bestand, ist verständlich«, hatte der ehemalige Nationaltorhüter René Adler in der »ran Bundesliga-Webshow« vor Bekanntwerden der Trennung gesagt. Tapalovic sei ja nicht nur der Freund von Neuer, sondern auch dessen Trauzeuge und Manuel Neuer seiner gewesen. »Das ist vielleicht ein Verhältnis, das über Freundschaft hinausgeht, fast schon familiär. Natürlich muss man da schauen, ob da noch diese Objektivität vorhanden ist, wenn es um die Beurteilung von Konkurrenten geht«, meinte Adler.

ara/dpa
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