Breitner und der FC Bayern "Nicht mehr willkommen"

Großer Streit zwischen Paul Breitner und dem FC Bayern: Der ehemalige Spieler ist von der Ehrentribüne verbannt worden. Was steckt dahinter?
Paul Breitner

Paul Breitner

Foto: imago/ Ulmer

Der FC Bayern München hat Medienberichten widersprochen, nach denen Präsident Uli Hoeneß im Alleingang dafür gesorgt habe, Paul Breitner aus dem Ehrengastbereich der Arena in München zu verbannen. Stattdessen sei es eine Entscheidung des gesamten Vereins, den ehemaligen Spieler, Berater und Markenbotschafter nicht mehr willkommen zu heißen.

"Ich habe Paul Breitner telefonisch mitgeteilt, dass wir gemeinsam entschieden haben, dass er im Ehrengastbereich der Allianz Arena nicht mehr willkommen ist", sagte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Jan-Christian Dreesen dem SPIEGEL. "Grund für diese Entscheidung waren seine mehr als geringschätzigen Äußerungen über den FC Bayern und dessen handelnde Personen, welche er am 21. Oktober 2018 in der Sendung 'Blickpunkt Sport' des Bayerischen Fernsehens getätigt hat."

"Ich verstehe vieles nicht"

Breitner hatte wenige Tage nach der Pressekonferenz, in der Hoeneß und der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge harsche Kritik an der Berichterstattung über den FC Bayern in deutschen Medien geübt hatten, sein Unverständnis geäußert. "Es geht immer um die Familie, die FC-Bayern-Familie", sagte Breitner. "Und dann müssen die Kinder heute sagen: Für den Papa müssen wir uns jetzt mal gewaltig schämen." In Richtung Hoeneß wurde er konkreter: "Was den Uli angeht: Ich verstehe vieles nicht, was dort passiert ist."

Für Dreesen ist die Ehrentribüne "gewissermaßen unser Wohnzimmer, hier wollen wir mit unseren Freunden, Partnern und Vertrauten gemeinsam Fußball schauen." Letztlich stören sich die Bayern an Breitners Gang an die Öffentlichkeit, er könne aber weiterhin Karten für andere Bereiche des Stadions bekommen.

Zuerst hatte die "Bild"-Zeitung von dem Zerwürfnis berichtet , es aber auf die Beziehung zwischen den einstigen Freunden Hoeneß und Breitner reduziert. "Ich habe daraufhin beschlossen", sagte Breitner der Zeitung, "meine zwei Ehrenkarten, die ich als Ehrenspielführer auf Lebenszeit besitze, zu Händen von Herrn Dreesen zurückzuschicken. Ich möchte nicht den Eindruck erwecken, dass ich Freikarten will." Der Verein hat mittlerweile bestätigt, dass die Karten von Breitner bei ihm eingegangen sind.

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