Bayern-Interesse an Leroy Sané "Wir beschäftigen uns mit der Personalie"

Es wäre einer der spektakulärsten Bayern-Transfers der vergangenen Jahre: Die Münchner sind an einer Verpflichtung von Manchester Citys Leroy Sané interessiert. Das bestätigte Uli Hoeneß laut "Süddeutscher Zeitung".

Leroy Sané: Zum Verkauf freigegeben?
Uwe Anspach / DPA

Leroy Sané: Zum Verkauf freigegeben?


Uli Hoeneß hat das Interesse des FC Bayern München an Nationalspieler Leroy Sané bestätigt. "Wir beschäftigen uns mit der Personalie", sagte der Präsident des deutschen Rekordmeisters, wie die "Süddeutsche Zeitung" auf ihrer Homepage berichtet.

Sané steht bei Manchester City unter Vertrag. Dort hatte der 23 Jahre alte Stürmer zuletzt seinen Stammplatz eingebüßt. In der Rückrunde stand er in nur neun von 19 Ligapartien in der Startelf, fünfmal wurde er nicht einmal eingewechselt. In den Viertelfinalpartien der Champions League kam er gegen Tottenham in nur sieben der 180 Minuten zum Einsatz.

Sané war 2016 vom FC Schalke nach Manchester gewechselt, die Ablöse soll rund 50 Millionen Euro betragen haben. Sein Marktwert dürfte seitdem gestiegen sein. In 133 Pflichtspielen gelangen ihm für City 84 Torbeteiligungen.

Für die Nationalmannschaft bestritt Sané bislang 19 Länderspiele (drei Tore). Seine Nichtberücksichtigung für die WM 2018 durch Bundestrainer Joachim Löw sorgte für große Verwunderung. Zuletzt stand Sané fünfmal in Folge in der Startelf des DFB-Teams, er gilt beim Neuaufbau der Nationalelf als Schlüsselspieler.

"Wir sind hier nicht bei Monopoly"

Aus Bayern-Sicht würde ein Transfer Sinn ergeben. Mit Arjen Robben und Franck Ribéry verlassen den Klub zwei Flügelspieler. Sané kann sowohl links- als auch rechtsaußen eingesetzt werden. Ob City seinen Profi wirklich abgeben möchte, ist offen. In der Vorsaison hatte Sané noch deutlich mehr Spielzeit erhalten. Laut "SZ" wolle Guardiola weiter mit ihm arbeiten. Der Klub aber habe Sané "zum Verkauf freigegeben".

Zuletzt hatte Hoeneß Großtransfers als unwahrscheinlich eingeordnet. "Wir sind hier nicht bei Monopoly, sondern wir sind ein Fußballverein. Wir haben mit 80 Millionen für Lucas Hernández eine Grenze mal erreicht. Ich glaube nicht, dass die bei weiteren Transfers überschritten wird."

Hernández hatte der Klub von Atlético Madrid verpflichtet. Zudem stehen die Transfers von Benjamin Pavard (VfB Stuttgart/35 Millionen Euro) und Fiete Arp (HSV/ 3 Millionen Euro) fest.

Leisten könnte sich der Klub einen weiteren Großtransfer vermutlich. Laut "Football Money League" der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Deloitte setzte der FC Bayern zuletzt 629,2 Millionen Euro um. Mehr Umsatz hatten in Europa nur drei Vereine: Real Madrid, der FC Barcelona und Manchester United.

mon/dpa



insgesamt 89 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
doppelnass 23.05.2019
1. Top
Wenn Sane käme, das wäre top. Allerdings glaube ich das nicht, weil der Oberforiker Oihme ja geschrieben hat, Bayern hätte kein Geld mehr für gute Spieler.
ossibomber 23.05.2019
2. ach oihme
freuen sie sich doch. denn nur durch die von ihnen angesprochen fehler der führung des fcb und der weisen voraussicht des bvb besteht endlich die chance erfolgreich zu sein.
direktabnahme 23.05.2019
3. #diewahrheitliegtaufdemplatz
Die Bayern müssen glücklicherweise nicht kurzfristig denken. Die Spieler bleiben langfristig, so dass sich die Ablöse relativiert. Trotzdem sollte Uli vor Abschluss weniger plappern und den Brazzo erst mal machen lassen. Billiger wird's so sicher nicht.
falo52 23.05.2019
4. @Oihme
interessant, hier geht es um einen Bayern Transfer, und sofort stehen Sie auf der Matte! Da Sie genau wissen, wie hoch das Festgeldkonto der Bayern ist, scheinen Sie doch ein FCB-Kenner zu sein! Oder ärgern Sie sich nur, das BVB nicht in der Lage ist, solche Transfers zu stemmen? Der BVB hat ja auch schon ordentlich eingekauft! Allerdings in der Breite hui, in der Spitze pfui! Und wehe einer verletzt sich in der Breite!
ge1234 23.05.2019
5. Sané statt Rebic!
Na, das wäre ja mal ein schöner Transfer. Stellt sich natürlich die Frage, warum man den nicht schon vor zwei Jahren für knapp die Hälfte gekauft hat. Ansonsten zwei schöne Nebeneffekte: 1. Rebic bleibt uns wohl dann Gott sei Dank endgültig erspart und 2. ein weiteres Indiz dafür, dass der unsägliche Trainer nächste Woche unrühmliche Geschichte ist. Was ich allerdings nicht verstehe, warum immer alle auf einen angeblich von Hoeneß angeblich festgesetzten Transferlimit rumreiten; er ist der Aufsichtsratchef, d.h. er setzt Transferlimits fest und er hebt sie auch wieder auf, je nachdem, wie es dem Verein am meisten nutzt. Und ich habe nirgendwo gehört/gelesen, dass er weitere Transfers > 80 Mio. ausschließt.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.