Youth-League-Spiel gegen Olympiakos Hooligans stürmen Sportplatz bei Spiel von Bayerns U19

Vermummte haben während der Youth-League-Partie des FC Bayern in Piräus randaliert und Fans der Münchner angegriffen. Nach SPIEGEL-Informationen handelte es sich um eine geplante Aktion.

Bayernfans, die von der Polizei gegen griechische Hools abgeschirmt werden
Sven Hoppe/dpa

Bayernfans, die von der Polizei gegen griechische Hools abgeschirmt werden


Das Youth-League-Spiel der U19 von Bayern München bei Olympiakos Piräus ist von Ausschreitungen überschattet worden und musste kurz vor Spielende beim Stand von 4:0 (1:0) für die Gäste unterbrochen werden.

Mehrere Dutzend Hooligans, darunter einige mit Motorrad-Helmen maskiert und Holzstöcken in der Hand, hatten zuvor den Rendi-Sportplatz gestürmt. Die Polizei sprach zunächst von fünf Verletzten. Um die verletzten Anhänger kümmerte sich nach Angaben der Deutschen Presseagentur das medizinische Personal des FC Bayern.

Nach SPIEGEL-Informationen hatten es die Hooligans auf die Fahne der FCB-Anhänger abgesehen. Mindestens drei Bayern-Fans befinden sich demnach im Krankenhaus, einem davon sei beim Versuch, die Fahne zu verteidigen, mit einer Holzstange auf den Kopf geschlagen worden. Bereits am Nachmittag sei eine Gruppe Bayern-Fans von rund 50 Olympiakos-Anhängern in der U-Bahn angegriffen worden.

Wenn Sanktionen durch die Uefa, dann nur für U19

Die Partie wurde nach einer rund halbstündigen Unterbrechung fortgesetzt. In einem Video ist zu sehen, wie sich die Spieler beider Teams um den Mittelkreis versammelten, den Ball hin- und herspielten, bevor der Schiedsrichter die Partie abpfiff. Die Tore hatten Joshua Zirkzee (35. Minute, 51., 74.) und Lasse Günther (46.) erzielt. Partien der Youth League werden im Rahmen der Champions League durchgeführt.

Olympiakos distanzierte sich umgehend von den Randalierern. "Olympiakos verurteilt mit Nachdruck das Eindringen von Hooligans in das Rentis Training Center am heutigen Nachmittag. Diese Eindringlinge haben nichts zu tun mit und keinerlei Beziehung zur Olympiakos-Familie."

Die Europäische Fußball-Union (Uefa) teilte mit, sie werde zunächst die Berichte der offiziellen Spielbeobachter abwarten, ehe sie sich zu etwaigen Verfahren oder Sanktionen äußern könne. Eine Strafe beträfe jedoch nur die U19 von Olympiakos, nicht die erste Mannschaft.

sak/dpa/sid



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