Sieg gegen Bayern München Gladbach dreht Zwei-Tore-Rückstand

Es sah nach einem komfortablen Münchner Sieg aus, doch die Borussia drehte das Spiel zu ihren Gunsten. In einer spektakulären Partie wurden erneut die Schwächen des Rekordmeisters deutlich.
Jubel bei den Gladbachern, die den Bayern die zweite Saisonniederlage zufügten

Jubel bei den Gladbachern, die den Bayern die zweite Saisonniederlage zufügten

Foto: Moritz Mueller / imago images/Moritz Müller

In den vorherigen acht Bundesligaspielen war es so: Der FC Bayern lag zurück, verlor aber nie. Bei Borussia Mönchengladbach war das umgekehrt: Erst führte der Rekordmeister mit zwei Toren, dann drehte das Team von Marco Rose die Partie – und siegte 3:2 (2:2). Für die Münchner war es die zweite Saisonniederlage nach 15 Spieltagen.

Robert Lewandowski brachte das Team von Hansi Flick mit einem Strafstoß in Führung (20. Minute), Leon Goretzka erhöhte (26.). Gladbachs Jonas Hofmann (36., 45.) sorgte vor der Pause mit zwei Treffern für den Ausgleich. Den Gladbacher Siegtreffer erzielte Florian Neuhaus (49.). Damit hält die Borussia als Tabellensiebter Kontakt zu den Europapokalplätzen, der FC Bayern könnte von RB Leipzig (am Samstag gegen Borussia Dortmund) an der Spitze abgelöst werden.

Die Bayern profitierten nach 20 Minuten von einem aufmerksamen Videoschiedsrichter, der ein Handspiel von Neuhaus erkannte. Der Gladbacher ging zwar mit dem Fuß in Richtung Ball, hatte diesen aber auch mit den Fingern berührt. Lewandowski übernahm und erzielte sein 20. Saisontor. Eigene Ideen und Lösungen bot Gladbach offensiv zunächst kaum, nach dem ersten Gegentreffer agierten sie auch defensiv zu passiv. Goretzka hatte nach einem Doppelpass mit Leroy Sané außerhalb des Strafraums zu viel Platz und traf ins rechte Eck.

Bayern defensiv wieder wackelig

Dann wurde die Münchner Defensivschwäche aus den Vorwochen immer deutlicher: Benjamin Pavard spielte riskant von hinten heraus und wurde vom Gladbacher Pressing überrascht. Lars Stindl steckte nach Balleroberung auf Hofmann durch, der Manuel Neuer überwand. Kurz vor der Pause spielte erneut Stindl auf Hofmann, nach dessen Treffer allerdings die Fahne des Assistenten hochging und der Gladbacher Jubel ausblieb. Aber nur kurz, denn Hofmann stand nicht im Abseits, weshalb der Ausgleichstreffer nach Einsatz des Videoschiedsrichters zählte.

Die zweite Hälfte startete, wie die erste endete: Niklas Süle spielte im Aufbau einen Fehlpass, Doppeltorschütze Hofmann spielte in die Mitte, wo Neuhaus aus 18 Metern sehenswert ins entlegene rechte Eck traf. Großchancen erspielten sich die Bayern keine, daran änderte auch die Hereinnahme von Kingsley Coman nichts. Die große Schlussoffensive der Bayern blieb aus, zu konsequent agierte die Heimmannschaft im Spiel gegen den Ball.

mas
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