Pressestimmen zu Liverpools Triumph "Rock 'n' Klopp"

"Danke, Mister Klopp": Nach dem 2:0-Sieg des FC Liverpool im Finale der Champions League lobt die internationale Presse Trainer Jürgen Klopp. Der Erfolg könne eine Ära begründen.

Die internationale Presse lobte Liverpool-Trainer Jürgen Klopp
Emiliano Morenatti / AP

Die internationale Presse lobte Liverpool-Trainer Jürgen Klopp


Die Pressestimmen zum 2:0-Sieg des FC Liverpool gegen Tottenham Hotspur im Finale der Champions League. Hier geht's zum Spielbericht.

ENGLAND

Liverpool Echo: "Liverpool ist wieder König von Europa. Jürgen Klopp ist der Mann, der die Träume aller mitgereisten Fans und Millionen von Anhängern auf der ganzen Welt wahr gemacht hat. In nur vier Jahren hat er Liverpool von einem Mitläufer zur gefürchtetsten Mannschaft Europas gemacht. Klopp ist der unglaubliche, inspirierende Anführer eines besonderen Teams. Der Henkelpott kommt wieder nach Hause an die Merseyside. Es gibt gute Gründe zu glauben, dass dies erst der Anfang einer goldenen Ära für die Reds gewesen ist."

The Guardian: "Wie hat Liverpool das geschafft? Klopp hat alle Bestandteile des Vereins und der Mannschaft bearbeitet und aufpoliert. Er ist ein Trainer, der den Verein und die Menschen im Umfeld geradezu lesen kann."

Express: "Klopp besiegt seinen Endspiel-Fluch und ist im siebten Himmel. Er jubelte darüber nicht in seiner typisch durchgeknallten Art, sondern mit der Würde eines echten Siegers, eines Mannes, der immer daran geglaubt hat, dass dies seine Bestimmung ist."

Daily Mail: "Das war kein Abend, um Fußball zu bestaunen, sondern um in der Geschichte zu schwelgen. Liverpool hat die ganze Saison entschlossen dafür gelebt, die Enttäuschung von 2018 auszulöschen. Klopp kann nie mehr nur als zweiter Sieger bezeichnet werden."

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Champions League: Roter Jubel in Madrid

Daily Telegraph: "Große Reisen beginnen und enden in Liverpool. Klopp kam nicht in Liverpool an und erwartete sofortigen Erfolg, auch wenn er das nur knapp verpasste. Er arbeitete mit dem Appetit und Ziel, einen längeren, letztendlich befriedigenderen Kurs zu steuern. Er hat den Schmerz unterwegs nicht inszeniert, aber jetzt fühlen sich all diese Verzögerungen so an, als wären sie Teil eines großartigen Plans, um den Moment der Ankunft in Liverpool wundervoller und bedeutungsvoller zu machen."

The Sun: "Eine Erlösung für die Reds. Es wird niemanden in Rot interessieren, dass Liverpool weit unter seinen Möglichkeiten blieb in einem englischen Endspiel, das ziemlich schlechte Werbung für die sogenannte beste Liga der Welt war."

SPANIEN

Marca: "Liverpool reckt den sechsten Titel in den Himmel! Verherrlichung von Rock 'n' Klopp. Van Dijk ist ein Riese. Jetzt hat Klopp den Olymp der ganz großen Trainergiganten betreten. Es gab im Stadion eine großartige Stimmung, aber wenig Fußball. Die Spurs hätten mehr verdient, doch Van Dijk und Becker verhinderten Schlimmeres."

AS: "Ewiges Liverpool. Sechster Titel für die Reds. Der Fluch Klopps findet sein Ende. Die Zeit der hohen Erwartungen und Niederlagen sind vorbei. Die Geduld hat sich ausgezahlt. Danke, Mister Klopp. You'll never walk alone. Der Ex-Borusse hat es sich verdient und hart erarbeitet. Klopp ist jetzt schon eine Legende. Ach Jürgen, das wäre schön, wenn wir dich irgendwann einmal in Spanien als Trainer erleben dürften."

Sport: "Der FC Liverpool erobert Europa. Fußballerisch war es ein eher müdes Gekicke, doch Liverpool zeigte sich im defensiven Part sehr solide und ließ nichts zu. Tottenham hatte eigentlich mehr Chancen, doch es sollte nicht sein. Klopp ist der Kaiser von Liverpool."

El Mundo Deportivo: "Liverpool berührt den Madrider Nachthimmel. Liverpool krönt sich zum sechsten Mal in Europa. Klopp schnappt sich im dritten Anlauf den Henkelpokal. Der frühe Elfmeter traf Tottenham schwer und bestimmte den Spielverlauf. Origi wurde wieder zum Champions-League-Helden. Die Geduld mit Jürgen Klopp hat sich für Liverpool rentiert."

Der FC Liverpool gewann die Champions League zum sechsten Mal
Peter Powell/EPA-EFE/REX

Der FC Liverpool gewann die Champions League zum sechsten Mal

ITALIEN

Gazzetta dello Sport: "Liverboom! Nach zwei verlorenen CL-Titeln feiert Klopp jetzt einen verdienten Triumph. Mit Pragmatismus und Intelligenz erobert er beim dritten Mal den Champions-League-Titel. Die Wunde des verlorenen Finals im vergangenen Jahr ist geheilt. Diesmal hat Liverpool den entscheidenden Tormann mit ins Finale gebracht. Auch Salah, der vor einem Jahr von Sergio Ramos versenkt worden war, feiert seine Revanche am Ende eines sehr taktischen und 'italienischen' Spiels."

Corriere dello Sport: "King Klopp: Er hatte lange von diesem Moment geträumt. Sein Sieg ist vollkommen verdient. Diesmal hatte er auch das Glück auf seiner Seite, dass er in sechs verlorenen Endspielen in seiner Karriere nie gehabt hatte. Die tödliche Enttäuschung des verrauchten Siegs vom vergangenen Jahr ist vergessen. Liverpool feiert die beste Saison der letzten 20 Jahre. Nach einem kontinentalen Meisterwerk will Klopp jetzt seinen Vertrag mit den Reds verlängern. Die Verhandlungen haben bereits begonnen."

Tuttosport: "Salah und Origi erobern den Fußball-Olymp. Das Match war zwar nicht schön anzusehen. Eine Partie, die stark von den Toren der Reds in den ersten Minuten beeinflusst war."

Corriere della Sera: "Rotes Paradies: Jürgen Klopps Truppe genügen 25 Sekunden, um die Rivalen zu beugen und den sechsten CL-Titel zu erobern. Dieser Sieg ist vor allem der Triumph Jürgen Klopps. Klopp erobert einen Platz in der Fußballgeschichte zusammen mit Bob Paisley, Joe Fagan und Rafa Benitez. Es ist zwar kein unvergessliches Match, aber die Partie ist von der besten Mannschaft gewonnen worden. Alisson hat jeden Raum geschlossen und Tottenhams Hoffnungen auf einen Neustart versenkt."

Repubblica: "Das Finale gegen Tottenham ist für Klopp diesmal nicht verwunschen. Ein Elfmeter Salahs zum Auftakt und ein Tor Origis sorgen dafür, dass Klopp nicht mehr als erfolgreicher Verlierer dastehen muss. In Madrid kann er endlich die Trophäe in den Himmel heben. Tottenham wird gedemütigt, Pochettino muss über zwei unverständliche Beschlüsse nachdenken: Winks und Kane sind nicht in Form, und ihre Schwäche beeinflusst das Endergebnis. Viel Lob auch für Alisson, der im letzten Teil des Matches entscheidend ist."

ptz/sid



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noworriesmate 02.06.2019
1. Jeder gönnt es
Selten waren die Pressestimmen so einhellig. Nach den Hinspielen in den CL Halbfinals sah es nach einem Finale Barca gegen Ajax aus. Jetzt gewinnt Liverpool und mit Liverpool ein Trainer der etwas geschafft hat, was wohl einmalig ist: Anerkennung und Zuneigung aller Fussballfans. Und weshalb ? Weil er das Spiel liebt und vor allem, weil er alles tut um die Fans glücklich zu machen. Bei soviel Polarisierung wie wir es im Fussball zwischen den Fangruppen inzwischen leider kennen, gibt es einen, der alle eint: Jürgen Klopp. Alleine dafür gebührt ihm jeder Respekt von allen, die wirklich dieses Spiel lieben.
Korken 02.06.2019
2. Es war schön anzuschauen
Ich fand es ein packendes Spiel mit oft viel Geschwindigkeit. Danke übrigens an BFM TV aus Frankreich, dass es frei und in HD übertrug, ein Hoch auf DVB-T entlang der Grenze! Ich freue mich für Klopp, dass er es mit Liverpool geschafft hat, es war ein schöner Abend.
ingnazwobel 02.06.2019
3.
Tja Kloppo, hätte ich das alles gewußt als ich neben Dir an der Theke im Bagatelle in Mainz vor einigen Jahren saß ;-)
schwaebischehausfrau 02.06.2019
4. Das mit der "Ära, die jetzt beginnt"
...gehört offenbar zu jedem CL-Sieger-Ritual wie das Hochstemmen des Pokals und der anschliessende Konfetti-Regen. Ob das der "Beginn einer Ära" wird, das muß man erstmal abwarten. Das dachte man in München im Mai 2013 auch. Fakt ist, dass es aktuell bereits locker 7 Mannschaften (Real Madrid, FC Barcelona, Paris, Bayern München, Juventus Turin, Manchester City und eben Liverpool) in Europa gibt, die aufgrund ihres Kaders und ihrer Finanzkraft immer das Potential haben, das CL-Finale zu erreichen. Und locker nochmal die gleiche Anzahl von Teams, denen das bei günstiger Auslosung und ein- oder zweimal Abrufen einer Topleistung ebenfalls gelingen kann - die meisten davon ebenfalls aus der Premier League mit Chelsea; ManU, Tottenham und Arsenal London plus (hoffentlich wieder mal) Dortmund und zukünftig sicher wieder 1-2 weiteren Teams aus Italien. Dass es eine "Ära" irgendeiner Mannschaft geben wird, bezweifle ich. Und dass Real Madrid dreimal hintereinander die CL gewinnen konnte, war primär ihrem Dusel zu verdanken (man erinnere sich nur an die beiden Halbfinal-Weiterkommen gegen Bayern oder die Finalsiege gegen Athletico Madrid oder Liverpool im letzten Jahr). Die "beste" Mannschaft Europa's war Real in diesen 3 Jahren eher nicht und auch nur in 1 dieser 3 Jahre spanischer Meister.
im_ernst_56 03.06.2019
5. The Normal One
so stellte sich Jürgen Klopp ein seinem ersten Arbeitstag der Presse in Abgrenzung zu Jose Mourinho vor. Vielleicht brauchen wir mehr Normale, die andere dazu bringen, über sich hinauszuwachsen (z.B. in dem Halbfinale gegen Barca, als die Roten aus Liverpool eigentlich schon tot waren).
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