Abstiegsduell in Nürnberg Nübel sichert schwachen Schalkern einen Punkt

Eine Halbzeit lang spielte der FC Schalke in Nürnberg wie ein Absteiger. Das Team von Trainer Huub Stevens holte trotzdem einen Punkt - weil Torwart Alexander Nübel mal wieder eine exzellente Leistung zeigte.

Alexander Nübel hält den Elfmeter von Hanno Behrens
Timm Schamberger DPA

Alexander Nübel hält den Elfmeter von Hanno Behrens


Der FC Schalke hat es verpasst, sich von den Abstiegsrängen der Bundesliga abzusetzen. Beim 1. FC Nürnberg kam der Vizemeister der vergangenen Saison nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus und liegt mit 27 Punkten auf Platz 14 weiter neun Zähler vor dem Club. Die Führung durch den eingewechselten Yuya Kubo (82. Minute) beantworteten die Königsblauen mit dem Ausgleich von Matija Nastasic schnell (85.).

Wie schon beim wichtigen Sieg in Hannover war Torhüter Alexander Nübel bester Schalker Spieler, der U21-Nationalspieler könnte am Ende der entscheidende Mann für den Klassenerhalt sein. In der ersten Hälfte gab es drei aufregende Szenen - und jedes Mal waren Nübel und Schiedsrichter Robert Kampka beteiligt:

  • Als Nübel einen unabsichtlichen Rückpass von Benjamin Stambouli parierte, entschied der Unparteiische zu Unrecht auf Abseits (11. Minute). Dem Club wurde so die Chance auf die Eroberung des Abprallers im Schalker Strafraum genommen.
  • Kurz vor der Pause pfiff Kampka ein reguläres Tor von Hanno Behrens ab. Der Kapitän war schneller am Ball als Nübel, spitzelte ihn am Keeper vorbei und schob ins leere Tor (43.). Kampka entschied auf gefährliches Spiel von Behrens - eine Fehlentscheidung.
  • Richtig lag der Schiedsrichter beim Foulelfmeter in der Nachspielzeit. Nübel hatte Matheus Pereira zu Fall gebracht, doch der 22-Jährige machte seinen Fehler mit einer starken Parade gegen Behrens' Strafstoß wett.

Den Schalkern gelang vor der Pause in der Offensive überhaupt nichts, auch deshalb brachte Trainer Huub Stevens zu Beginn der zweiten Hälfte mit Breel Embolo einen neuen Stürmer. Tatsächlich verbesserte sich das Schalker Spiel, weil das Team höher stand, strukturierter angriff und aggressiver in die Zweikämpfe ging. Die beste Torchance hatte trotzdem Nürnberg, als Sebastian Kerk aus zwölf Metern am Ende eines Konters an Nübel scheiterte und Omar Mascarell den Ball im Anschluss kurz vor der Torlinie wegschoss (65.).

Alexander Nübel
Timm Schamberger DPA

Alexander Nübel

Nübel kratzte noch einen Schuss von Pereira aus dem Eck (76.), beim Kopfballtreffer von Kubo war er dann aber machtlos (82.). Die Schalker, die den Club bei einer Niederlage bis auf sechs Punkte an sich herangelassen hätten, reagierten prompt: Nürnbergs Torhüter Christian Mathenia klärte einen Eckball nicht weit genug, Mascarells Nachschuss wäre am Tor vorbeigegangen, aber Abwehrspieler Nastasic hielt den Fuß rein und traf aus kurzer Distanz (85.).

1. FC Nürnberg - FC Schalke 1:1 (0:0)
1:0 Kubo (82.)
1:1 Nastasic (85.)
Nürnberg: Mathenia - Bauer, Mühl, Ewerton, Leibold (50. Kubo) - Erras - Pereira, Löwen, Behrens, Kerk - Ishak.
Schalke: Nübel - Stambouli, Sané, Nastasic - Mascarell - Caligiuri, Boujellab (81. Rudy), Harit (67. Bentaleb), Oczipka - Burgstaller, Skrzybski (46. Embolo).
Schiedsrichter: Kampka
Gelbe Karten: Pereira - Mascarell, Stambouli
Besonderes Vorkommnis: Nübel hält Elfmeter von Behrens (45.+2)
Zuschauer: 50.000

krä



insgesamt 14 Beiträge
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wuermsche 12.04.2019
1. Der Elfmeter
hätte wiederholt werden müssen. Es sind mindestens 5 Spieler zu früh reingelaufen. Und wo war der VAR beim ersten Tor der Nürnberger? Diesen VAR muss abgeschafft werden bringt doch nix.
fpa 13.04.2019
2. Das nicht gegebene Tor
Im Stadion hat man es nicht genau gesehen. Hätte Foul sein können, gestrecktes Bein oder vielleicht dir Hand des Torwarts bereits am Ball. Also verlässt man sich auf den Kölner Keller. Die Fernsehbilder der Zusammenfassung auf Sky sprechen eine ganz andere Sprache. Klares Tor. Genau sieht man es im Kicker, hier im Spiegel, und eigentlich überall. Nur im Kölner Keller hat man das nicht gesehen. Man hätte zumindest den Schiri bitten können, sich das ganze noch mal auf dem Monitor anzuschauen. So hinterlässt es einen bitteren Nachgeschmack. Man stelle sich nur vor, durch so eine Entscheidung würde Dortmund Meister statt der Bayern. Was dann los wäre.
hileute 13.04.2019
3. @wuermsche
wann haben sie denn das letzte mal einen Elfmeter gesehen, wo nicht mindestens soviele Spieler vorm Schuss im Strafraum waren? Das ist völlig normal, zwar verboten, aber geduldet. Das Problem ist doch dass Behrens in den letzten 3 spielen 2 Elfmeter verbalkert hat, und so steigt man halt ab am Ende, wenn so Chancen nicht reingehen
spon1899 13.04.2019
4.
Zwei, nun ja, hochinteressante Szenen in den Minuten 11 und 43. Schalke ist eben auch ein Wirtschaftsfaktor.
spon-1169332508199 13.04.2019
5.
Der schlechte Schiri pfeift und dann darfs der Keller nicht korrigieren... was für eine Farce
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