Laut Schalke-Boss Tönnies Keller-Aus war für Sommer geplant

Öffentlich hatten die Schalker Verantwortlichen Jens Keller immer wieder ihr Vertrauen ausgesprochen. Nun verriet Klub-Boss Clemens Tönnies: Das Ende der Zusammenarbeit mit dem mittlerweile freigestellten Trainer war spätestens für den kommenden Sommer geplant.
Schalkes Ex-Trainer Keller: Vertrauen der Chefs verloren

Schalkes Ex-Trainer Keller: Vertrauen der Chefs verloren

Foto: Simon Hofmann/ Bongarts/Getty Images

Hamburg - Als Trainer des FC Schalke 04 stand Jens Keller bereits lange vor seinem Aus in der vergangenen Woche in der Kritik. Von seinen Vorgesetzten hatte der Coach jedoch öffentlich Rückendeckung erhalten. Aussagen von Schalkes Aufsichtsratsvorsitzendem Clemens Tönnies zeigen nun aber, dass Keller offenbar bereits vor seinem Aus das Vertrauen seiner Chefs verloren hatte.

"Es zeichnete sich immer stärker ab, dass wir spätestens im Sommer 2015 hätten tätig werden müssen", sagte Tönnies der "Sport Bild Plus". Dass Keller bereits jetzt beurlaubt wurde, sei durch die "jüngste sportliche Entwicklung, die wir nicht mehr positiv beeinflussen konnten", notwendig geworden, so Tönnies. Kellers Vertrag bei den Gelsenkirchenern wäre im Sommer ausgelaufen.

Schalke hatte die Trennung von Keller und die Verpflichtung von Roberto Di Matteo als Nachfolger am vergangenen Dienstag bekanntgegeben. Tönnies sei in den Prozess des Trainerwechsels involviert gewesen: "Das haben wir alles sorgfältig abgestimmt und dann so umgesetzt."

Nicht nachvollziehen kann Schalkes Chef die zuletzt aufgekommene Kritik an Sport-Vorstand Horst Heldt. "Von mir gibt es volle Rückendeckung. Er hat einen hervorragenden Trainer gesucht - und auch verpflichtet", sagte Tönnies. "Was ich dazutun konnte, habe ich getan. In erster Linie geht das auf sein Konto, das hat er super gemacht."

mon/dpa
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