Niederlage in Porto Schalke hat keine Stürmer mehr

Nach dem 5:2 gegen Nürnberg schien die Offensive des FC Schalke auf Kurs zu sein. Doch in Porto kam der Bundesligist zu keinen Torchancen. Und nun drohen weitere Angreifer auszufallen.

Steven Skrzybski
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Steven Skrzybski


Der FC Schalke steht im Achtelfinale der Champions League. Das war die mit Abstand beste Nachricht eines enttäuschenden Abends in Porto, der auch bei den mitgereisten Fans nicht gut ankam. Nach der 1:3-Niederlage gegen den portugiesischen Meister waren Pfiffe zu hören. "Sie haben immer das Recht, Unmut zu äußern", sagte Manager Christian Heidel, "aber jetzt, da wir uns für das Achtelfinale qualifiziert haben - ich weiß nicht".

Anders als beim 5:2-Sieg gegen Nürnberg in der Bundesliga hatten die Königsblauen bis auf einen späten Handelfmeter durch Nabil Bentaleb (89. Minute) in der Offensive nichts zustande gebracht, zudem strahlte die Defensive keine Sicherheit aus. "Offensiv tun wir uns sehr, sehr schwer - schon die ganze Saison", sagte Alessandro Schöpf. Der Gruppensieg ist nicht mehr möglich, im Achtelfinale könnte es deshalb ein hartes Los geben.

Auf die Stimmung drückte neben der schlechtesten Saisonleistung in der Champions League auch das erneute Verletzungspech. Schalke gehen vor dem Bundesliga-Spiel am Samstag (18.30 Uhr Liveticker SPIEGEL ONLINE) bei der TSG Hoffenheim die Stürmer aus. Guido Burgstaller fehlte in Porto wegen einer Achillessehnenentzündung, Steven Skrzybski musste zur Halbzeit wegen einer Muskelverletzung im Schulterbereich ausgewechselt werden.

"Ich weiß nicht, wann bei einer Bundesliga-Mannschaft schon mal fünf Stürmer gleichzeitig verletzt waren", klagte Heidel. Breel Embolo, Mark Uth und Cedric Teuchert fehlen längerfristig. Burgstallers Verletzung sei "sehr, sehr schmerzhaft", sagte Heidel, "ich habe aber die Hoffnung, dass wir das bis Samstag hinbekommen".

Bei Skrzybski könne er sich dagegen "nicht vorstellen, dass er am Samstag spielen kann". Damit könnte Trainer Domenico Tedesco in Sinsheim mit Franco Di Santo nur noch ein gelernter Stürmer mit Profi-Erfahrung zur Verfügung stehen, der Argentinier hat in dieser Saison allerdings noch keinen Treffer erzielt.

krä/sid



insgesamt 4 Beiträge
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expropriateur 29.11.2018
1. Herr Heidel weiß also nicht ...
Evtl. noch einmal überlegen. Die Qualifikation wurde nicht gestern geschafft, sondern in den Spielen zuvor und war schon vor Anpfiff klar - dank Moskau. Offenbar ist es für Hr. Heidel zu viel verlangt, wenn der gemeine Fan (auch schon mal Zahlvieh genannt) etwas mehr als eine blutleere "Leistung" erwartet. Ist doch selber schuld der Idiot, wenn er mit eingem Aufwand seiner Truppe hinterherreist. Da ist sich die halbe Mannschaft auch noch zu schade, nach dem kollektiven Versagen in die Kurve zu den Fans zu gehen. Das war schlicht armselig und der gute Herr Heidel sollte den Support der Fans nicht als gegeben ansehen. Irgendwann muss man sich den auch verdienen, sonst wird es eng. Grad durch solche Sprüche. Und gerade der, der - sagen wir mal - nicht zu 100 Prozent optimal eingekauft hat.
a.meyer79 29.11.2018
2. @1: Völlig richtig ihr Kommentar
Ich ziehe den Hut vor den Schalker Fans in dieser Saison uns vor denen, die immer mitfahren, sowieso. Es war schön anzusehen, dass nach dem Saisonstart Dr Support trotzdem noch da war und auch aktuell noch ist. Das kann allerdings auch irgendwann mal vorbei sein. Es wäre keine Schande in Porto zu verlieren, aber einen Torschuss und Schwierigkeiten beim Passspielen über 3 Meter..... Hut ab Schalker Fans. Trotzdem. Ihr wolltet den Neuanfang. Er wird noch dauern
zylinderkopf 29.11.2018
3. Heidel...
Dieser Karnevalsdirektor soll mal bitte ganz schön ruhig sein. Mit dem Schrott, den er da in 2Jahren zusammengekauft hat, plus einer vollkommen unnötigen Vertragsverlängerugn bei einem Jungspund von Trainer, der erst noch seine Reifeprüfung ablegen muss. da grenzt das schon an Masochismus, sich das Gewürge als Fußball schön zu reden. Wenn wir am 8. Dez den Hintern versohlt kriegen, wonach es schwer aussieht, dann wird es ungemütlich für den Herrn.
witti68 29.11.2018
4. @1: expropriateur
Sehr schoen geschrieben, in Form und Inhalt. Herr Heidel macht einen auf Macher. Der Kader ist voellig ungleichmaessig zusammen gestellt, mit 6 Sechsern (der einzige 10er spielt auf der 6) und NULL Rechtsverteidigern ( das spielt einer der Sechser oder, in der Viererkette Calli, der weiter nach vorne gehoert. Die von nebenan haben offensichtlich immer mehr "Glueck" mit Ihren Verpflichtungen , siehe Reus, Delaney, Witsel, Paco, etc... Moeglicherweise, weil die ex-Fussballprofis als Manager bzw Berater haben und keine Autoverkaeufer...
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