Augsburg-Trainer Schalke will Weinzierl

Der bisherige Augsburger Trainer ist Wunschkandidat beim Fußballbundesligisten Schalke 04. Erste Gespräche wurden nach SPIEGEL-ONLINE-Informationen bereits geführt, der umworbene Coach bat um Bedenkzeit.
Von Jörg Kramer
Markus Weinzierl: Klausel im Vertrag mit Augsburg

Markus Weinzierl: Klausel im Vertrag mit Augsburg

Foto: Dean Mouhtaropoulos/ Bongarts/Getty Images

Der Fußballbundesligist Schalke 04 bemüht sich um eine Verpflichtung des Augsburger Trainers Markus Weinzierl. Nach Informationen von SPIEGEL ONLINE hat der Verein aus dem Ruhrgebiet dem Coach einen Vertrag über vier Jahre angeboten.

Weinzierl war dem Vernehmen nach von Anfang an der Wunschkandidat von Schalke-Vorstand Horst Heldt, der nach der Trennung von Trainer Roberto Di Matteo einen Nachfolger sucht.

Wie SPIEGEL ONLINE erfuhr, wurden bereits Ende Mai erste Gespräche zwischen Schalke und Weinzierls Berater Roman Grill geführt. Weinzierl hat sich Bedenkzeit erbeten.

Erst im April hatte der FC Augsburg den Vertrag mit dem Trainer vorzeitig bis 2019 verlängert. Darin hatte sich Weinzierl offenbar jedoch ausbedungen, bei einem für ihn interessanten Angebot eine vorzeitige Freigabe erwirken zu können; Augsburg müsse in diesem Fall verhandlungsbereit sein. Augsburgs Präsident Klaus Hofmann wurde über das Schalker Interesse bereits informiert.

Weinzierl, 40, hatte den FC Augsburg in der vergangenen Saison überraschend auf Platz fünf geführt, einen Rang also, der zur Teilnahme an der Europa League berechtigt. Schalke wurde Sechster. Die Lizenzspieler der Bundesliga wählten Weinzierl gerade hinter dem Mönchengladbacher Lucien Favre zum zweitbesten Trainer der Saison.

Schalke-Manager Heldt hatte nach dem Ende der vergangenen Saison verkündet, der neue Coach müsse die Fans mit attraktivem Fußball begeistern, es werde kein Tabellenplatz als Saisonziel vorgeschrieben.

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.