Sieg gegen HSV Magath bejubelt Klassenerhalt – und verabschiedet sich von Hertha BSC

In größter Abstiegsnot hatte Felix Magath die Hertha als Trainer übernommen – und nun tatsächlich in der Bundesliga gehalten. Nach dem Spiel gegen den HSV sagte er: »Das Projekt ist schon beendet.«
Magath während des Berliner Spiels gegen den Hamburger SV

Magath während des Berliner Spiels gegen den Hamburger SV

Foto: Andreas Gora / dpa

Für Felix Magath endet seine kurze Ära bei Hertha BSC mit der Bundesliga-Rettung. »Das Projekt ist schon beendet«, sagte der 68-Jährige kurz nach dem 2:0 am Montagabend im Relegationsrückspiel beim Hamburger SV bei Sky. »Meine Aufgabe war, den Klassenerhalt zu schaffen. Das ist mit dem Schlusspfiff so gewesen.« Magaths Vertrag war bis zum Saisonende abgeschlossen worden.

Herthas Sportgeschäftsführer Fredi Bobic hatte Magath kurz nach dem Spiel als »Retter in der richtigen Situation« gerühmt.

Wer die Hertha in der Bundesliga als Trainer führen soll, ist noch nicht klar. Als Kandidat gilt unter anderen der frühere Mainz-Coach Sandro Schwarz, der derzeit bei Dynamo Moskau engagiert ist und bisher trotz des Krieges in der Ukraine in Russland geblieben war.

Magath war Mitte März von Bobic als letzter Hoffnungsträger nach Berlin geholt worden – die Hertha war auf den Abstiegsrang 17 abgerutscht. Zuvor war der einstige Meistercoach des FC Bayern und des VfL Wolfsburg fast zehn Jahre nicht in der Bundesliga als Trainer aktiv gewesen.

Magath: keine Sorgen um die Zukunft

Die Berliner gewannen nicht nur das erste Spiel unter Magath gegen 1899 Hoffenheim (3:0). Einer Derbypleite gegen Union Berlin (4:1) folgten Siege gegen die direkten Konkurrenten im Abstiegskampf vom FC Augsburg (1:0) und VfB Stuttgart.

Doch dann setzte eine Negativsträhne ein. In Bielefeld (1:1), gegen Mainz 05 (1:2) und Borussia Dortmund (1:2) wurden wichtige Punkte liegen gelassen. Erst in der Relegation gegen den HSV kehrte der Erfolg gerade rechtzeitig wieder zurück.

Magath hatte immer wieder mit einem Verbleib bei Hertha kokettiert. Letztlich gab es aber doch keine Basis für eine längerfristige Zusammenarbeit. »Ich weiß, dass ich mir keine Gedanken um die Zukunft machen brauche, deshalb gehe ich gelassen«, sagte Magath nach dem geglückten Klassenerhalt.

jok/dpa