Lebensmittelpunkt verlegt Fifa-Boss Infantino soll nach Katar umgezogen sein

Die Nähe der Fifa zum Emirat Katar steht seit Langem in der Kritik. Die wird künftig wohl nicht leiser werden: Nach einem Medienbericht hat Fifa-Chef Gianni Infantino dort sogar seinen Wohnsitz.
Fifa-Präsident Gianni Infantino

Fifa-Präsident Gianni Infantino

Foto: Giuseppe Cacace / AFP

Katar und die Fifa – das ist eine ebenso umstrittene wie enge Beziehung. Die jetzt offenbar noch etwas enger wird. Nach Recherchen der Schweizer Zeitung »SonntagsBlick« hat Fifa-Boss Gianni Infantino seinen Lebensmittelpunkt nach Katar verlegt.

Seit Oktober wohne Infantino überwiegend in Doha, meldet die Zeitung. Dort habe er ein Haus für sich und die Familie gemietet. Zwei seiner vier Töchter, so heißt es weiter, gingen im Emirat zur Schule.

Die Fifa hat dies der Zeitung bestätigt. In einer ausführlichen Stellungnahme betont ein Sprecher des Fußball-Weltverbands allerdings, dass der Präsident weiterhin auch am Hauptsitz in Zürich arbeite und auch nach wie vor in der Schweiz Steuern zahle. Er verbringe die Hälfte seiner Arbeitszeit in Doha, heißt es in der Stellungnahme weiter. Das Haus in der katarischen Hauptstadt ermögliche es ihm, viel Zeit mit der Fa­milie zu verbringen.

Auch Infantino selbst wird in dem Bericht zitiert: »Die Vorbereitung und Durchführung der Fußballweltmeisterschaften in Katar ist sowohl für den Fußball und die Fifa als auch für Katar ein Projekt von herausragender Bedeutung.« Es sei eine »einzigartige Gelegenheit«, über die Begeisterung für den Fußball Völker und Kulturen aus der ganzen Welt zusammenzubringen. »Für eine Fußball-WM, die in die Geschichte der Region und der Fifa eingehen wird, lohnen sich auch die größten Anstrengungen.«

aha