Fifa-Entscheidung Fußballer dürfen mit Turbanen spielen

Der Fußballweltverband Fifa hat einen außergewöhnlichen Beschluss getroffen: Fortan ist es Männern offiziell erlaubt, mit einem Turban Fußball zu spielen. Im kanadischen Quebec hatte es zuvor Streit darum gegeben.
Kanadischer Fußballer Aneel Samra: Fifa entscheidet im Turbanstreit

Kanadischer Fußballer Aneel Samra: Fifa entscheidet im Turbanstreit

Foto: AP/dpa

Hamburg - Kopfbedeckungen sind im professionellen Fußball eigentlich nicht erlaubt, es sei denn, es handelt sich um einen medizinischen Schutz - oder um einen Turban. Der Weltverband Fifa hat jetzt offiziell beschlossen, dass Männer ein Spiel mit der traditionellen orientalischen Kopfbedeckung bestreiten dürfen. "Männliche Fußballer dürfen Kopfbedeckungen tragen, solange sie die gleiche Farbe wie das Trikot haben", heißt es in der Fifa-Stellungnahme.

Wichtige Bedingungen: Das professionelle Erscheinungsbild muss gewährleistet sein, es darf keine Verbindung mit dem Stoff des Hemds bestehen und vor allem keine gesundheitliche Gefahr von dem Turban für Träger oder Mitspieler ausgehen.

Die Entscheidung der Fifa geht zurück auf ein Turban-Verbot im kanadischen Quebec. Der nationale Fußballverband hatte die Fifa gebeten, ein Machtwort in der Angelegenheit zu sprechen, weil die Provinz sich weigerte, Turbane zu erlauben. Brigitte Frot, Chefin des Provinz-Verbandes, hatte angekündigt, Quebec werde die Kopfbedeckung erlauben, wenn die Fifa zu dem Schluss käme, dass Turbane ungefährlich seien. Das Verbot in Québec hatte besonders Sikhs betroffen, die aus religiösen Gründen Kopfbedeckungen tragen.

psk/AP
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