Fußball-WM Fifa erwägt angeblich Abschaffung von Unentschieden

Laut Medienberichten kursieren bei der Fifa Pläne, bei kommenden Weltmeisterschaften in Gruppenspielen kein Remis zu ermöglichen. Stattdessen soll ein Sieger im Elfmeterschießen ermittelt werden.
Fifa-Präsident Gianni Infantino

Fifa-Präsident Gianni Infantino

Foto: Ivan Sekretarev/ AP

In der Diskussion über eine Aufstockung der WM-Teilnehmer auf bis zu 48 Mannschaften gibt es bei der Fifa offenbar einen weiteren Plan. Wie die englische Zeitung "The Times" berichtet, wird beim Fußball-Weltverband erwogen, Unentschieden in der Gruppenphase abzuschaffen. Stattdessen solle es bei einem Gleichstand nach 90 Minuten immer ein Elfmeterschießen und somit einen Sieger für alle Partien geben. Fifa-Chef Gianni Infantino hatte ein WM-Format mit 16 Gruppen à je drei Teams ins Spiel gebracht.

Mit der Elfmetervariante soll in diesem Modell verhindert werden, dass in der letzten Partie jeder Gruppe beiden Teams ein Remis reichen würde, um auf Kosten der dritten Mannschaft in die nächste Runde einzuziehen. In der K.o.-Phase gäbe es dann wie gehabt immer einen Sieger, spätestens nach Verlängerung und Elfmeterschießen.

Derlei Pläne sind allerdings keineswegs neu. Ex-Fifa-Präsident Joseph S. Blatter hatte bereits vor viereinhalb Jahren erstmals angekündigt, die Einführung von Elfmeterschießen vor Anpfiff von Fußballbegegnungen (auch Liga-Spielen) abzuhalten, um im Falle eines Unentschiedens nach 90 Minuten dennoch einen Sieger zu haben. Der Schweizer konnte sich damals allerdings mit seinem Vorhaben, das Unentschieden im Fußball generell abzuschaffen, nicht durchsetzen. Jetzt erwägt die Fifa offenbar einen neuen Vorstoß bei den WM-Endrunden ab 2026.

Das Fifa-Council wird bei seiner nächsten Sitzung am 9. und 10. Januar über die mögliche WM-Ausweitung von 2026 an entscheiden. Vier Vorschläge werden dem Vernehmen nach noch als Optionen gehandelt, darunter Erhöhungen auf 40 oder 48 Mannschaften. Die ebenfalls noch aufgeführte bisherige Version mit 32 Mannschaften soll in Fifa-Kreisen bereits definitiv als 2018 und 2022 letztmals angewendetes Auslaufmodell gelten.

lst/sid/dpa

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