Korruptionsverdacht Fifa-Ethikkommission zögert Abschlussbericht heraus

Die Fifa nimmt sich viel Zeit, um die internen Ermittlungsergebnisse zu den Korruptionsvorwürfen um den Weltverband auszuwerten. Erst im November werde die Ethikkommission ihre Ergebnisse präsentieren. Im Fokus steht die WM-Vergabe an Katar.

WM-Vergabe an Katar: Fifa-Kommission nimmt sich viel Zeit
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WM-Vergabe an Katar: Fifa-Kommission nimmt sich viel Zeit


Hamburg - Die Ethikkommission der Fifa lässt sich bei der Bewertung des Untersuchungsberichts zu Korruptionsvorwürfen bei den Vergaben der Fußball-Weltmeisterschaften 2018 und 2022 noch Zeit. Deren Vorsitzender Joachim Eckert nannte "Ende Oktober, Anfang November" als Ziel für den Abschluss seiner Untersuchung. Ein abschließendes Urteil falle wohl erst im Frühjahr 2015.

"Ich verstehe, dass es dringend ist", sagte der deutsche Richter am Freitag bei einer Konferenz über Sportethik in Zürich. Er lese "sehr aufmerksam" die 430 Seiten des Untersuchungsberichts von Chefermittler Michael Garcia.

Nach Eckerts Angaben haben den Bericht insgesamt nur vier Mitglieder der Fifa-Ethikkommission gesehen. Niemand vom Weltverband oder auch beschuldigte Funktionäre habe Druck auf ihn ausgeübt, Details preiszugeben.

Anfang September hatte Garcia seinen Bericht der Ethikkommission vorgelegt. In diesem soll es laut Fifa "Folgerungen für das weitere Vorgehen hinsichtlich bestimmter Einzelpersonen" sowie "Empfehlungen für künftige Bewerbungsverfahren" geben. Unklar blieb, ob Garcia nach der einjährigen Untersuchung die Vergabe der WM an Russland (2018) oder Katar (2022) infrage stellt. Vor allem um die Bewerbung des Golf-Emirats gab es immer wieder Korruptionsvorwürfe.

aha/dpa



insgesamt 7 Beiträge
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KiwiRufer 19.09.2014
1. Druck von den Verbänden
Warum eigentlich, üben die Nationalen Fußbalverbände nicht mehr Druck auf die FIFA aus? Das so gekuscht wird, vor diesem seit Jahren nachweislich zu Recht in der Kritik stehenden Saftladen, ist eine Farce! Und im Grunde eine Ohrfeige für die weltweite Fußballgemeinde, allen voran die Fans.
EboGeowan 19.09.2014
2.
Der Berichterstellung dauert so lange, weil am Ende noch hohe Namen herausgestrichen werden müssen!
Freidenker10 19.09.2014
3.
Oder Blatter erst Wiedergewählt werden will...
raber 19.09.2014
4. Abschlussbericht Korruptionsverdacht Fifa als Farce
Die Landesverbände üben keinen Druck aus weil sie wohl schon seit vielen Jahren mit der Fifa in Saus und Braus leben können. Siehe was sie an Luxus-Reisen alles bezahlt bekommen mit dem dazugehörigen Entertainment. Die Geschenke bleiben nicht aus und da gibt es ja auch beim deutschen Fussball bekannte Fälle (bisher Uhren) von sogenannten Promis. Übrigens müssten die dazugehörigen nicht abgegebenen Zollerklärungen gennant werden die die Geschenke in Schmuggelware verwandeln und als Straftat behandelt werden müssten. Wahrscheinlich sind Blatter & Cie. nicht auf der Liste, da sie ihre Aufsichtspflicht immer wahrgenommen haben und nie teure Geschenke angenommen noch angeordnet oder verteilt haben. Herr Joachim Eckert hat auch kein Interesse daran einen allzu grossen Skandal entstehen zu lassen, da es der Beweis wäre, dass er mit seiner Fifa- Ethikkommission völlig versagt hat. Er will auch nicht seinen Chef und andere Kumpel anschwärzen. Ein Firlefanz, das wieder im Sande verlaufen wird. Man wird mehr Transparenz, Kontrolle und Kommunikation schwören und alles so weiterlaufen lassen wie gehabt.
Wolfgang Porcher 19.09.2014
5. ein Intrigienhaufen vom ersten bis letzten Mitglied
ud das wird immer so bleiben. deswegen gibt es ja auch keine Kameraschau be Reklamitien wie im Eshockey und im Handall. Nur so kann Lug und Betrug weiterhin stattfindn
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