Fifa-Regel zur WM Deutsche Fußballerinnen mussten zum Geschlechtstest

Vor der Frauenfußball-WM in Kanada hat die Fifa Geschlechtstests für alle Teilnehmerinnen angeordnet. Auch das DFB-Team unterzog sich der Untersuchung.
DFB-Spielerinnen: "Alle weiblichen Geschlechts"

DFB-Spielerinnen: "Alle weiblichen Geschlechts"

Foto: Imago

Die Fifa zieht Lehren aus der Frauenfußball-Weltmeisterschaft 2011 in Deutschland. Damals hatte es vor dem Turnier große Aufregung um das Team von Äquatorialguinea gegeben. Den Afrikanerinnen wurde unterstellt, dass bei ihnen drei Spieler im Kader sind, die in Wirklichkeit Männer beziehungsweise Intersexuelle seien.

Um solche Diskussionen vor dem WM-Turnier im Juni in Kanada zu vermeiden, greift der Weltverband zu einem ungewöhnlichen Mittel: Alle teilnehmenden Teams müssen sich einem Geschlechtstest unterziehen.

Auch die Mannschaft des DFB war davon betroffen. Team-Managerin Doris Fitschen nimmt das ohne große Aufregung hin. In der "Bild"-Zeitung wird sie zitiert: "Wir haben das gelassen zur Kenntnis genommen und sind froh, bestätigen zu können: Unsere Spielerinnen sind alle weiblichen Geschlechts." Die Erklärungen hat der zuständige Mannschaftsarzt der Fifa für alle 23 Spielerinnen des DFB-Aufgebots vorgelegt.

Erst wenn nach den Erklärungen des entsprechenden Verbandsteamarztes noch Zweifel herrschen, soll ein unabhängiger Gutachter berufen werden, der nochmals eine Untersuchung durchführt.

Die Diskussion über Geschlechtstests im Spitzensport ist nicht neu: Sie wurde besonders im Fall der Weltklasse-Leichtathletin Caster Semenya geführt. Die Südafrikanerin musste sich immer wieder gegen Vorwürfe wehren, sie sei gar keine Frau. Das IOC hat darauf reagiert: So dürfen intersexuelle Athletinnen nur dann bei den Frauen an den Start gehen, wenn sie nachweislich weniger männliche Sexualhormone haben als ein Mann.

aha
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