Video zur mutmaßlich gekauften WM "Die Deutschen mussten sich vier Stimmen aus Asien sichern"

Wer wusste was? Bei der Vergabe der Fußballweltmeisterschaft 2006 nach Deutschland geht es um eine Summe von umgerechnet 6,7 Millionen Euro. SPIEGEL-Autor Jens Weinreich spricht über die Hintergründe - hier ist das Video.

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Die Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland war nach SPIEGEL-Informationen mutmaßlich gekauft. Das Bewerbungskomitee hatte eine schwarze Kasse eingerichtet, die der damalige Adidas-Chef Robert Louis-Dreyfus heimlich mit 10,3 Millionen Schweizer Franken gefüllt hatte - damals 13 Millionen D-Mark. Bescheid wussten allem Anschein nach Franz Beckenbauer, damals Chef des Bewerbungskomitees, und Wolfgang Niersbach, der heutige DFB-Präsident.

Das Geld tauchte weder im Haushalt des Bewerbungskomitees auf, noch später im Haushalt des Organisationskomitees.

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WM-Vergabe 2006: Schwarze Kasse fürs Sommermärchen
Eingesetzt wurde das Darlehen offenbar, um die vier Stimmen der asiatischen Vertreter im 24-köpfigen Fifa-Exekutivkomitee zu sichern. Die vier Asiaten hatten zusammen mit den Europäern bei der Wahl im Juli 2000 wohl für Deutschland gestimmt. Weil außerdem der Neuseeländer Charles Dempsey beim letzten Wahlgang überraschend nicht abstimmte, siegte Deutschland mit 12:11 Stimmen.

Im Video: SPIEGEL-Autor Jens Weinreich über Schwarze Kasse

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insgesamt 9 Beiträge
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aurichter 16.10.2015
1. War es wert
für diese WM eingesetzt zu werden - in der Nach Betrachtung zum Event. Daß die WM06 zum Sommermärchen wurde, konnte man nicht erwarten !! Dennoch auch hier ein eindeutiges Vergehen, welches jedoch mit Blick auf andere WM-Vergaben irgendwie zu erwarten war. Tja Herr Beckenbauer, erneut zur Vernehmung und nicht wieder hinausschieben.
hapebo 16.10.2015
2. Na ja,ob der Titel Auflage bringt?
Ja und wen interessiert das denn? Ist vielleicht auch Olympiade 1936 aus den gleichen Gründen nach Deutschland vergeben worden? Heiliger Strohsack,wenn der Spiegel sonst keine Sorgen hat,dann geht es uns mit diesem PillePalle-Thema blendend. Sollten mal die Vergabe nach Russland und Katar aufarbeiten,das ist viel spannender als die ollen Vergangenheitsthemen.
mattoregiert 16.10.2015
3. Ein Fall für den Staatsanwalt
aber bei uns in der Bananenirgendwas,würde mich das doch überraschen ! Wer jetzt noch von fairen Sport spricht hat sie nicht mehr alle.wie belügen wir doch unsere Mädchen und Buben in der Bambini und F - Klasse ! Sport ist für mich nur noch eine Abteilung der AOK ..das reicht
frank-thiele 16.10.2015
4. Bin trotzdem froh
dass die WM hier war.
kw16 16.10.2015
5. Zerrt sie alle ans Licht
Korruption bedeutet Geldabfluss und schadet der Sache. Ich hoffe sehr, dass alles lückenlos aufgeklärt wird. M.E. gehört die gesamte FIFA aufgelöst und die, die sich an der Korruption beteiligt haben gehören allesamt verklagt.
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